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Fanausschreitungen mit fünf verletzten Beamten - Bundespolizei geht in Kaiserslautern und Berlin konsequent gegen Fußballstörer vor

(ots) - Im Nachgang der gestrigen Spielbegegnung 1.FC Kaiserslautern gegen 1.FC Union Berlin kam es im Bahnhof Kaiserlautern zu massiven Ausschreitungen. Fünf Bundespolizisten wurden dabei verletzt. Nach Ankunft in Berlin wurden bei 193 Union Fans die Identität festgestellt.

Anreisephase Etwa 1.200 Fans des 1. FC Union Berlin reisten mit Zügen der Deutschen Bahn AG zum Auswärtsspiel nach Kaiserslautern. Ca. 800 Anhänger nutzten dabei den eingesetzten Fanzug. Bereits bei der Anreise der etwa 300 mit Regelzügen reisenden Berliner kam es im Bahnhof Mannheim zu Flaschenwürfen und verbalen Provokationen gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten des Landes und der Bundespolizei. Es wurden Strafverfahren gegen zwei Tatverdächtige eingeleitet.

Rückreisephase Nach dem Spiel trafen Anhänger beider Vereine im Bahnhof Kaiserslautern aufeinander. Hierbei kam es zu mehreren Rangeleien und körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Folge Berliner auch einen Bahnmitarbeiter angriffen. Einsatzkräfte der Bundespolizei wurden von einer größeren Gruppe Berliner massiv mit Flaschen und Dosen beworfen. Immer mehr Berliner solidarisierten sich mit den Gewalttätern und liefen über die Gleise und die Bahnsteige, um sich an den Ausschreitungen und Angriffen gegen Polizeibeamte zu beteiligen. Durch Unterstützung weiterer Einsatzkräfte der Landespolizei und Einsatz von Pfefferspray sowie der Diensthunde konnte die Lage beruhigt werden. Durch Glasflaschen, Tritte und Schläge wurden bei den Gewalttätigkeiten fünf Bundespolizisten verletzt. Zwei Bundespolizisten mussten ins Krankenhaus verbracht werden.

Ankunft Berlin Etwa 400 Bundespolizisten erwarteten gestern Abend gegen 23 Uhr die Ankunft von zwei ICE im Berliner Hauptbahnhof. Unterstützt wurden sie dabei auch von einer Einsatzhundertschaft der Berliner Landespolizei. In den beiden Zügen saßen etwa 250 Union Fans, die an den Ausschreitungen in Kaiserslautern beteiligt waren. Bei 193 Personen wurde nach Ankunft die Identität festgestellt und Lichtbilder gefertigt. Die Bilder werden nun mit dem gesicherten Videomaterial von den Ausschreitungen in Kaiserslautern abgeglichen, um die Gewalttäter zu ermitteln. Bei den Maßnahmen in Berlin verhielten sich die Berliner Fans friedlich und überwiegend kooperativ. Es musste ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet werden.

Die Präsidenten der Bundespolizeidirektionen Koblenz und Berlin, Manfred Lohrbach und Thomas Striethörster sagten dazu:" Die Bundespolizei bleibt ihrer Linie treu und schreitet konsequent gegen Fußballstörer ein. Die unbekannten Gewalttäter die in Kaiserslautern agierten, müssen identifiziert werden und mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden."

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Veröffentlicht
24. November 2013, 11:21
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