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Am 2. und 3. September Ausstellung "Kopf-Kino"

im Atelier Bina-Art

Im Rahmen des Linnicher Kultursommers öffnet Bina Placzek-Theisen wieder ihr Atelier.

Neben dem Skulpturenweg an der Rur, der noch bis zum 9. Oktober zu besichtigen ist, dreht sich ihr jetziges Projekt um Köpfe.

Da sie sich schon seit Jahren mit Portraits beschäftigt, war es für sie naheliegend sich mal gründlicher mit den verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten eines Kopfes zu befassen.

So schleppt sie ihr kleines 9x9 cm Skizzenbüchlein überall mit sich herum, es könnte ihr ja ganz überraschend ein Motiv begegnen.

Ganz tapfer trieb sie sich die letzten Monate in Cafés, IKEA und näherer Umgebung herum und nahm ihre Mitmenschen aufs Korn, ähh auf die Bleistiftspitze.

Und wieder war sie hingerissen, wie unterschiedlich so ein Schädel sich verkleiden kann, dabei besitzt doch jeder das gleiche Grundgerüst.

„Ich sag's ja" meint sie: „ die richtige Präsentation ist alles."

Unglaublich was es für Profile gibt! Sie ist fasziniert von der Vielfalt, Größe und Menge der Kinne. Manche sind auf der Flucht, andere hingegen recken sich mit Nachdruck nach vorn, wieder andere fallen einfach herunter.

Es gibt kleine, große, lange kurze, dicke und knochige, sie tragen genauso viele verschiedene Unterlippen, hängende, vorstehende, zurückstehende, eingezogene, vorgewölbte, die dazugehörigen Oberlippen werfen sich auf,- manche stehen unter, nein mit Botox,- beschützen die Unterlippe und geben den sexy Oberbiss -

Und Nasen, ja Nasen gibt es! Fantastisch welche Größe so manche Nase erreicht, nicht nur in der Länge, auch in der Breite, und das muß nicht unbedingt wein- oder gar bierbedingt sein. Andere hingegen recken sich neugierig einem entgegen.

Konvex, konkav oder vollkommen gerade kann sich der Nasenrücken darstellen.

Augenbrauen in allen Variationen, gerupft, gezupft, gekämmt, verstrubbelt, langgewachsen, kurzrasiert, gemalt und selbst gestochen, kurz von Natur bis Fake ist alles dabei.

Und die Stirn, auch sie gibt es in fliehend, in kurz, in lang, in sehr lang und sogar bis in den Nacken reichend.

Aber meistens schließt sich daran der Haaransatz an, auch hier gibt es alle Variationen und Kurven. Ganz beliebt die S-Kurve bei den „Geheimräten" oder die einfache manchmal bis in den Nacken gerutschte, und dann das „Verdeck mich" Resthaar, das bei Wind dann doch das „Oben ohne" preisgibt.

Also es wird nicht langweilig.

So entstanden im letzten halben Jahr etwa 200 Köpfe, einige ganz schnell im Vorbeihuschen, an der Kasse bei Ikea oder im Baumarkt, eine ganze Menge bei der Wartezeit in der Klinik und andere gemütlich bei einer Tasse Capucchino in einem Café.

Fast alle der Gezeichneten erfaßte sie auf Anhieb, nur einige wenige Skizzen verweigerten ihr die Ähnlichkeit mit der lebenden Person, sehr zu ihrem Missfallen, und einige entgleisten ihr und wurden unter ihrem Stift zur Karikatur.

Aufgefallen ist wohl dem einen oder anderen, daß sie die Menschen eingehend unter die Lupe nahm, aber fast keiner interessierte sich wirklich dafür.

Ein Einziger sprach sie auf sein Portrait an, er schlich sich von hinten an sie heran und bemerkte: „Sie haben mich gut getroffen. Sie hatten mich ja schon an der Theke im Visier." Dann fügte er stolz hinzu: „Das habe ich direkt erkannt, denn ich bin Polizist."

Am Tag ihres Offenen Ateliers zeigt sie ihre Kopfskizzen und mehr zum Thema Kopf-Kino.

Am 2. und 3. September von 12 bis 18 Uhr

Bina Placzek Theisen - Dipl Ing - freischaffende Künstlerin - Dozentin an der Akademie Altenahr und der VHS Jülich

Atelier Bina-Art - Alte Kirchstraße 4 - 52441 Linnich-Rurdorf

Fon 02462 9042070 - mobil 015756752759 - malerin@bina-art.de

http://www.bina-art.de http://www.bina-art.net

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
25. August 2017, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion