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Ein Angebot der städtischen Behindertenbeauftragten „Weißt Du“, sagt Martin, „Du musst der Stadt einmal sagen, dass ich mit meinem Spezialfahrrad nicht überall durchkomme.“ Horst Ritter, sein Vater, lacht und freut sich über den Vorschlag seines Sohnes, der nach einem schweren Unfall vor etwa 20 Jahren behindert ist. Er fährt oft zusammen mit ihm auf einem Tandemrad durch Sankt Augustin und muss feststellen, dass es im Stadtgebiet noch viele Hindernisse für mobilitätseingeschränkte Menschen gibt. „Unser Problem haben auch viele Rollstuhlfahrer.“ Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und deren Freunde treffen sich seit Oktober 2009 regelmäßig jeden dritten Samstag von 15.00 - 17.00 Uhr zum Café im CLUB, Markt 1 in Sankt Augustin. Der Zugang ist barrierefrei. Eine kleine Gruppe um die Behindertenbeauftragte Gisela Albrecht, Initiatorin der Agendagruppe Soziales, bringt selbst gebackenen Kuchen und verschiedene Getränke mit. Doris Küsters, Andrea Schneider und Marianne Tyczka-Tribanek sorgen für die gemütliche Atmosphäre. Der Tisch wird bunt geschmückt. Der Kaffee duftet. Eine CD wird aufgelegt. Ihre Gäste Lena und Rebecca kommen diesmal aus dem Wohnheim in der Uhlandstraße, das zum Karren e.V. gehört. Aus der Außenwohngruppe Europaring 90 des Therapiezentrums Bonn und aus der Wohngemeinschaft Troisdorf-Sieglar kommen regelmäßig Besucher. Interesse an der Runde haben auch Bewohner des Wohnhauses Hephata gezeigt. Immer wieder finden auch einzelne Familien zum Café im CLUB, denen der Spiele-, Tanz- oder Disco-Nachmittag gut gefällt. Viel Spaß macht allen Anwesenden die fröhliche und unkomplizierte Unterhaltung, denn die Gäste berichten gern von ihrem Alltagsleben. Die Gruppe würde sich freuen, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger diese Gelegenheit zur Begegnung nutzten, um ihre Berührungsängste abzubauen, die ihnen vielleicht den problemlosen Umgang mit Menschen mit Behinderungen verwehren.
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