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(ots) - Der Raub auf die Tankstelle vom 24. Mai ist aufgeklärt. Fünf "Freunde" versetzten damals einen 55-Jährigen in Angst und Schrecken. Wir fahndeten am 30. Mai mit einer Pressemeldung mit Fotos nach den Tätern. Ein Dank gilt den Medien, die sehr umfangreich berichteten. Drei maskierte Täter erbeuteten bei einem Raubüberfall mit Schusswaffe am Donnerstagabend (24. Mai, 21:55 Uhr) Bargeld, Alkohol und Zigaretten (siehe Meldungen vom 25. und 30. Mai). Der Pächter lobte eine Belohung aus. Polizeibeamte des Kriminalkommissariats 13 in Hürth nahmen gestern (13. Juni) fünf junge Männer fest. Drei von ihnen handelten damals im Verkaufsraum der Tankstelle, einer stand Schmiere und einer wartete mit einem Fluchtauto in der Nähe. Alle fünf Täter waren geständig. Der Haupttäter und Waffenträger war 17 Jahre alt, die beiden Anderen im Gebäude waren 15 Jahre. Der Fluchtwagenfahrer war 19 Jahre, er nutzte sein eigenes Fahrzeug und der "Schmiere" Stehende war 16 Jahre alt. Die Waffe wurde nicht aufgefunden. Der 17-Jährige hatte angegeben, diese vergraben zu haben. Mit einem Sprengstoffspürhund und einigen Polizeibeamten wurde das von ihm beschriebene Gelände in Hürth erfolglos abgesucht. Es soll sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole handeln. In der Vernehmungen wurde eine weitere Raubstraftat aufgeklärt. Diese fand am 16. Mai des Jahres in Hürth auf einen Kiosk an der Bonnstraße statt. Wir berichteten am 18. Mai über diese Straftat. Ihr voran ging noch eine Versuchstat. Der 15-jährige Täter wollte ein Schreibwarengeschäft auf der Berrenrather Straße in Hürth überfallen. Er scheiterte nach eigenen Angaben an der verschlossen Eingangstür und entschied sich dann, den Kiosk zu überfallen. Alle anderen Personen sind bislang noch nicht wegen derartiger Straftaten aufgefallen. Der 19-Jährige ist Auszubildender und die anderen sind Schüler. Wegen des schweren Raubes (mit Schusswaffe) fordert das Gesetz fünf Jahre Freiheitsstrafe. Das Ermittlungsverfahren gegen die Hürther Männer dazu ist eingeleitet. Zunächst bleiben sie auf freiem Fuß, weil wegen fehlender Haftgründe die Staatsanwaltschaft davon absah, einen Antrag auf Untersuchungshaft zu stellen. Auf die Spur der Täter kam die Polizei durch eine Zeugenaussage! Der Tankstellenpächter und sein 55-jähriger Angestellter, dem als Raubopfer der polizeiliche Opferschutz angeboten wurde, sind über das Ermittlungsergebnis informiert.
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