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(ots) - Bei einem Großbrand auf einem Reiterhof in der Siedlung Hürtgen entstand am Dienstagabend beträchtlicher Gebäudeschaden, obwohl Feuerwehrmänner bis zur Erschöpfung den Brand bekämpften. Gegen 18.50 Uhr hatte der 50-jährige Reitstallbetreiber Brandgeruch im Obergeschoss des an den Stall angrenzenden Wohnhauses bemerkt. Nachdem er Anwesende im Stall gewarnt hatte, versuchte er noch mit Hilfe eines Feuerlöschers eine Brandausweitung im Haus zu verhindern, musste aber aufgrund der bereits um sich wütenden Flammen schließlich selbst aus dem Haus flüchten. Derweil gelang es weiteren Personen durch schnelles Eingreifen dafür zu sorgen, dass Pferde und Hofbesucher nicht gefährdet wurden. Die Tiere wurden schließlich auf einer Koppel sicher untergebracht. Nicht mehr gerettet werden konnte ein Hund der vom Brand betroffenen Familie, der im Bereich des Brandausgangsortes ums Leben kam. Während es den eingesetzten Löschgruppen aus dem ganzen Gemeindegebiet, unterstützt durch Drehleitern des FTZ und aus Simmerath, gelang eine Ausweitung und auch ein Übergreifen auf die Reitanlage zu verhindern, herrschte am Brandort große Betroffenheit. Auch mehrere Kinder waren mit ihren Eltern zur Brandstelle gekommen, um sich zu vergewissern, dass es ihren eingestallten Pferden gut ging. Zur Betreuung wurden der Rettungsdienst und seelsorgerische Ansprechpersonen hinzu gezogen wurden. Unter Mitwirkung der Ordnungsbehörde wurde vor Ort eine alternative Unterbringung der betroffenen Familie geregelt. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald war persönlich zum Brandort gekommen. Unmittelbar durch das Feuer verletzte Personen wurden nicht bekannt. Das Wohnhaus war wegen des entstandenen Gebäudeschadens anschließend nicht mehr bewohnbar. Eine Bezifferung des entstandenen großen Schadens ist derzeit noch nicht möglich. Die Ursache des Feuers ist derzeit weiter unklar. Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen des zuständigen Kommissariates, zu denen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Donnerstag auch ein Brandsachverständiger hinzu gezogen wird, dauern weiter an.
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