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Hohenlockstedt: "Verdacht der Gewässerverunreinigung"

(ots) - Gestern Nachmittag (1.8., 15.35 Uhr) befuhr ein 20 Jahre alter Pkw-Fahrer aus Pinneberg - mit südosteuropäischer Abstammung - die Kieler Straße. Dort fiel ihm ein Lkw mit Segeberger Kennung auf, der Flüssigkeit verlor. Nachdem der Lkw gehalten hatte, fragte der 20-Jährige, ob er helfen könne und ob es sich bei der Flüssigkeit um ein Kühlmittel handele. Der Fahrer (31/Hamburg) verneinte das und sprach von "Diesel".

Kurz darauf stieg der Lkw-Fahrer - mit osteuropäischer Abstammung - in sein Fahrzeug und setzte die Fahrt fort. Um den entstandenen Schaden oder die Absicherung der Gefahrenstelle - es war rutschig - kümmerte er sich nicht. "Da sich auf der Fahrbahn eine zirka 100 Meter lange Dieselspur befand und dies eine Gefahrenstelle für Zweiradfahrer darstellte, informierte der Zeuge die Polizei über Notruf", heißt es in dem Polizeibericht. Im Gegensatz zu dem 31-Jährigen waren dem 20-Jährigen der Straßenzustand und die Umweltverschmutzung erfreulicherweise nicht egal.

Nachdem die Polizei Kenntnis über den Fall bekommen hatte, wurden umgehend Freiwillige Feuerwehr Hohenlockstedt (FFW) und das Amt für Umweltschutz des Kreises Steinburg informiert - erforderliche Maßnahmen konnten somit ohne Verzögerung getroffen werden: Das Regenrückhaltebecken nahe der Lohmühle wurde aufgesucht und überprüft. Nachdem zunächst kein Ölfilm auf der Wasseroberfläche zu sehen war, musste die FFW erneut ausrücken, um eine Ölsperre am Zulauf des Rückhaltebeckens zu errichten.

Mit eingesetzt in die polizeilichen Maßnahmen wurden auch Beamte des Polizeireviers Norderstedt. Nachdem der 20-jährige Zeuge aus Pinneberg der Polizei das Kennzeichen des Lkw übermittelt hatte, begaben sich die Norderstedter Polizisten an die Halteradresse in Norderstedt und trafen den Fahrer dort auch an. Gegen ihn sind Ermittlungen nach dem Strafgesetzbuch eingeleitet worden: Es besteht der Verdacht der "Gewässerverunreinigung" (§ 324 StGB).

Der in der Sache ermittelnde Beamte bei der Polizeistation Hohenlockstedt, Polizeihauptmeister Andreas Matzen, betont mit Blick auf die gestrige Aufgabenteilung: "Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei, der Feuerwehr und dem Amt für Umweltschutz hat hervorragend geklappt."

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Veröffentlicht
02. August 2013, 09:59
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