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Verdacht manipulierter Kilometerstände - Autohändler leistet bei Fahrzeugsicherstellungen Widerstand

(ots) - (mal) Am frühen Mittwochnachmittag wollte ein 73-Jähriger aus Berlin bei einem Gebrauchtwagenhändler im Großraum Bünde ein Fahrzeug kaufen. Dieses war zusammen mit einer größeren Anzahl anderer Gebrauchtwagen bei einem Internetportal zum Verkauf angeboten worden. Dem Kaufinteressenten fiel der für das Alter des Fahrzeugs geringe Kilometerstand auf. Er entdeckte bei der Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs einen Hinweis auf einen tatsächlich mehr als doppelt so großen Kilometerstand. Er nahm Abstand von dem Kauf und rief die Polizei an.

Etwa zeitgleich erstattete ein Geschädigter aus Melle dort eine Strafanzeige gegen den Autohändler. Der Meller hatte einen PKW gekauft, der nur 80 000 Kilometer Fahrleistung gehabt haben sollte. Tatsächlich lag die Fahrleistung schon bei mehr als 200 000 km.

Aufgrund der Erkenntnisse nahm die Polizei Bünde unmittelbar Kontakt zur Staatsanwaltschaft Bielefeld auf. Diese stellte einen Antrag auf Ausstellung eines Durchsuchungsbeschluss, dem das Amtsgericht Bielefeld anschließend ausfertigte.

Noch am späten Nachmittag wurde der Durchsuchungsbeschluss vollstreckt. Dabei leistete ein 25-jähriger Familienangehöriger des 46-jährigen Gewerbeinhabers Widerstand, indem er Polizeibeamte an dem Betreten der Büros hindern wollte und wegstieß. Ein 41-jähriger Verwandter drohte den Beamten.

Im Rahmen der Durchsuchung wurden Unterlagen zu den zum Verkauf angebotenen Fahrzeugen sichergestellt. Drei auf dem Gelände zum Verkauf angebotene PKW wurden sichergestellt. Die Ermittlungen gegen die wegen Betrugsverdachts polizeibekannten Personen dauern an.

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Veröffentlicht
28. Januar 2016, 10:10
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