Sag uns, was los ist:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger wenn ein Jahr zu Ende geht, schauen wir häufig zurück auf all das, was gewesen ist. Wir erinnern uns, was uns im zu Ende gehenden Jahr glücklich oder traurig gemacht, was uns aufgewühlt, begeistert oder bewegt hat. Wir denken an Menschen, die in unser Leben getreten sind oder von denen wir uns verabschieden mussten. An Augenblicke, die wir für immer bewahren oder ganz schnell vergessen wollen. In unser Erinnern kehren Stolz auf Erreichtes oder Dankbarkeit für Erlebtes zurück. Und wir schauen nach vorn. Was wird werden? Wohin werden wir gehen? Wer wird uns begleiten? Den Jahresrückblick 2019 erlebe ich in diesen Dezembertagen anders, als die Rückschau in den Jahren zuvor. Vielleicht, weil dieses Jahr geprägt war von sehr positiven, aber auch weniger schönen Erfahrungen, möglicherweise auch, weil dies mein letztes Weihnachtsgrußwort als Altenbekener Bürgermeister ist. Etwas, womit ich 2019 immer in Verbindung bringen werde, ist die Gründung der Privaten Realschule in Altenbeken. Nach großen gemeinsamen Anstrengungen waren es Altenbekener Eltern, die der neuen Schule auf die Beine geholfen haben. Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass sie ihr Ziel nie aus den Augen verloren und beharrlich daran gearbeitet haben, ihren und nachfolgenden Kindern ein Lernen in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Ich bedanke mich bei Eltern, Lehrern, der Schulleitung und der Seele-Stiftung, aber auch bei allen politisch Verantwortlichen dafür, dass wir gemeinsam daran geglaubt und die Weichen für die Zukunft gestellt haben. Altenbeken hat wieder eine weiterführende Schule! Auch für unsere Jüngsten haben wir an der Zukunft gebaut: So wird der neue Waldkindergarten am Eggering schon im nächsten Sommer von Kinderlachen erfüllt sein. Und noch viel mehr ist passiert: Unternehmer finden nach Abschluss der Erschließungsmaßnahme schon bald ein neues Zuhause im Buker Gewerbegebiet Krukenwiesen, in Altenbeken staunen Gäste über moderne Ortsteingangstafeln, der Schwaneyer Marktplatz hat ein neues Gesicht bekommen und Eisenbahnfreunde erlebten ein rundum gelungenes Viaduktfest. Ich könnte noch viele für unsere Gemeinde positive Dinge aufzählen - doch 2019 war auch geprägt von den unvorstellbaren Vorkommnissen in der Gemeindekasse, mit deren Aufarbeitung wir noch immer beschäftigt sind. Vor genau einem Jahr mussten wir feststellen, dass in unserer Kasse das Kerngeschäft, nämlich bei Zahlungsverzug zu mahnen und notfalls zu vollstrecken, seit Jahren nur vollkommen unzureichend erledigt wurde. Wir haben 2.000 unbearbeitete und größtenteils ungeöffnete Briefe mit Vollstreckungsersuchen anderer Organisationen gefunden und bei aller Unbegreiflichkeit und der bohrenden Frage nach dem Warum haben wir in einer großen Kraftanstrengung alles dafür getan, den finanziellen Schaden für die Gemeinde so gering wie möglich zu halten. Sie können sicher sein: Wir werden den Sachverhalt gründlich aufarbeiten, die Ursachen klären und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Das Jahr 2020 wird uns erneut vor große Herausforderungen stellen. Wird es uns gelingen, das seniorengerechte Wohnprojekt endlich an den Start zu bringen? Werden die Gespräche zur Ansiedlung eines Drogeriemarktes erfolgreich verlaufen und wie steht"s eigentlich um das Thema Digitalisierung? Die Grundschule in Schwaney soll einen neuen Anbau und Buke den lang diskutierten Busbahnhof bekommen. Schwaney wird sein 1050-jähriges Ortsjubiläum begehen und dann gibt"s ja auch noch eine Kommunalwahl im September. Es bleibt viel zu tun. Ich bitte Sie an dieser Stelle auch für das neue Jahr um Ihre engagierte Mitarbeit. Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich von ganzem Herzen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest sowie ein neues Jahr voller Gesundheit, Glück und Zuversicht. Ihr Hans Jürgen Wessels Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken
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