Sag uns, was los ist:

Hennef statt Hawaii Ü50-Meister absolvieren das Deutsche Sportabzeichen (ul) Warum dieser Tage nach Hawaii schweifen, wenn sportliche Herausforderungen auch in Hennef vor der Tür liegen? Clemens Wirtz sah das Ganze gelassen: Der "Ironman" auf Hawaii - das Mekka der Triathleten und die Teilnahme sicherlich der Traum eines jeden, einmal im Leben dort an den Start zu gehen - und das bei Temperaturen von 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchte von 90 Prozent, sei doch quasi eine Kleinigkeit, meinte Wirtz schmunzelnd. Denn schließlich hätten wir hier in Hennef kühlen Herbst, im Moment gerade einmal keinen Dauerregen und die überragenden Deutschen Meister Ü50 des Jahres 2018 vom FC Hennef 05 würden sich bei diesen unwirtlichen Bedingungen beim Deutschen Sportabzeichen (DSA) stellen. "Was ist schon ein Triathlon auf Hawaii, wenn die Jungs hier und heute vier Disziplinen beim Sportabzeichen bewältigen müssen", unkte der Präsident des FC Hennef 05 zum Beginn der Herbstferien im Anton-Klein-Sportpark, wo die Abnahmen des DSA für diese Saison gerade auf die Ziellinie gehen. Aber keine Frage, wann hat man schon geballte fußballerische Kompetenz in den Startblöcken und in der Weitsprunggrube? Und so stellte sich ein Teil der Mannschaft zum Ende der Sportabzeichensaison den so ganz anders gelagerten Herausforderungen auf ihrem sonst so heiligen Fußballrasen und auf der Tartanbahn. Für Wirtz und die Jungs sei das Ehrensache, denn als Hajo Noppeney im Frühjahr neuer Präsident des StadtSportVerbandes (SSV) wurde, war klar, dass es seitens des Vereines sportliche Unterstützung geben würde. Godehard Bowien freute es, denn nach wie vor ist die magische Zahl 1.000 die, die der Sportabzeichenbeauftrage des SSVs gerne knacken möchte. Und da sind alle im Stadion willkommen: ob Schulkinder, Feuerwehr oder Polizei, Sport- oder Karnevalsvereine - am liebsten alle Hennefer Bürgerinnen und Bürger ab sechs Jahre, so Bowien. Die Fußballer schlugen sich tapfer und bei Weiten bis zu 4,60m, Sprintzeiten auf 50m von 7,4 sek. und unter 12 min. auf 3.000m, die Helmut Trué vorlegte, scheint der Begriff "Alte Herren" weit gefehlt. Auch der Schleuderball von Dieter Faßbender ging über 30m und der 2kg schwere Medizinball kratzte bei Frank Ullrich immerhin an der 20m-Marke. Und wenn es in den klassischen Disziplinen nicht ganz so rund lief, dann blieb ja noch das Seilspringen. Ob es letztendlich für Gold, Silber oder Bronze reicht, wird sich zeigen... Alles in allem ist die Teilnahme der Ü50 eine echte Bereicherung für das DSA in Hennef und wer seine eigenen Leistungen in diesem Jahr in punkto Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination noch auf den Prüfstand stellen möchte, kann am Freitag, den 18. Oktober ab 17 Uhr im Hennefer Stadion vorbeischauen - das Team des SSVs wird"s freuen.
mehr