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Achtsam morden Eine mörderisch humorvolle Lesung mit Karsten Dusse (ul) Was Achtsamkeit und Mord miteinander zu tun haben? Nun, auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt viel, bei genauerer Betrachtungsweise lässt sich das eine aber durchaus mit dem anderen kombinieren - findet zumindest Björn Diemel, erfolgreich überarbeiteter Strafverteidiger und eigentlich sympathischer Protagonist in Karsten Dusses Roman "Achtsam morden". Effizient für seine Mandanten, lohnenswert für sein Bankkonto arbeitet der Jurist für eine der renommiertesten Kanzleien der Stadt und versucht wie so viele Eltern, den fortwährenden Spagat zwischen Familie und Beruf in für alle Beteiligten zufriedenstellenden Einklang zu bringen. Nicht unbedingt einfach, wenn die Klienten Mafiabosse und andere obskure Gestalten sind, die nicht nur keine Freunde von Gesetzestreue sind, sondern bei denen zu Björns Leidwesen auch Konflikte auf der Tagesordnung stehen wie bei anderen Menschen das tägliche Zähneputzen. Ein von seiner Frau verordnetes Achtsamkeits-Seminar soll es richten und den Familienfrieden wiederherstellen und was sich zunächst als lästige Pflicht für den Anwalt darstellt, entpuppt sich im Laufe des Romans als nützliches Werkzeug, sein Leben neu zu ordnen - nicht ganz im Sinne des Gesetzes, aber zum Wohle des eigenen Ichs und des Familienfriedens. Achtsamkeit spielt für den in Bonn lebenden Karsten Dusse eine wichtige Rolle im Umgang mit dem Alltäglichen, Jurist ist der 46-jährige ebenfalls und ein bisschen solle die Grundidee seines Debütromanes schließlich mit seiner Lebenswirklichkeit harmonieren, erklärt der Autor bei seiner Lesung in der Buchhandlung am Markt. Schon seit der Jugend ein Faible für alles rund um Funk und Fernsehen begann seine "Karriere" dort als Kabelträger an der Seite von Hans Meiser. Heute schreibt Dusse für bekannte Fernseh- und Hörfunkformate, moderiert und ist für seine Arbeit bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden. Neben zwei veröffentlichten Sachbüchern zu juristischen Themen ist "Achtsam morden" sein erster Roman - alle drei informativ humorvoll und letzterer dennoch nicht ohne feinsinnigen Tiefgang. Gesellschaftspolitisch aktuell, herrlich selbstironisch und eloquent lässt Karsten Dusse seinen liebenswerten Protagonisten auf rund 400 Seiten achtsam sein eigenes Leben umkrempeln und das einiger seiner Mandanten gleich mit - unbedingt lesenswert!
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Der Wert des Sportes ist unschätzbar Verleihung des Deutschen Sportabzeichens 2019 in Hennef (ul) "Der Wert des Sportes ist unschätzbar", betonte Bürgermeister Klaus Pipke zur Begrüßung der zahlreichen Aktiven, die an diesem Abend ihr wohlverdientes Deutsches Sportabzeichen (DSA) in der Meys Fabrik verliehen bekamen. Und damit meine er nicht den Profisport, sondern den Breitensport, dessen Bedeutung besonders für das gesellschaftliche Leben, das soziale Miteinander und nicht zuletzt für die Gesundheit herausragend sei, so Pipke. Letztendlich muss so ein Angebot, das der StadtSportVerband (SSV) Hennef seit vielen Jahren Klein und Groß in der Stadt in mehr als 50 Terminen zwischen März und Oktober anbietet, aber auch von der Bevölkerung angenommen werden und so ist Godehard Bowien unermüdlich dabei, die Werbetrommel für die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsportes zu rühren. Wenn auch die 1.000-Marke 2019 wieder nicht geknackt wurde, so ist dennoch ein stetiger Anstieg bei den AbsolventenInnen zu messen und mit 966 abgelegten Sportabzeichen ist die Anzahl dieses Mal so hoch wie noch nie, vor allem bei den Erwachsenen wuchs die Zahl von 205 auf 269. "Wir haben die Schallgrenze zwar knapp verfehlt, aber wir haben erstmals die Zwei-Prozent-Hürde gemessen an Hennefs Einwohnerzahl überschritten", freute sich der Sportabzeichenbeauftragte, der ebenso wie der Präsident des SSVs, Hajo Noppeney, allen Aktiven herzlich gratulierte. 697 Kinder- und Jugendliche sowie 269 Erwachsene absolvierten 2019 in Hennef ihr DSA, mit dabei auch 13 TeilnehmerInnen mit Behinderung. Bei der Verleihung gab es neben den einzelnen Sportabzeichen, die ein jeder AbsolventIn verliehen bekam, den traditionellen Familienwettbewerb sowie die Vereinswertung, die die Skifreunde Hennef einmal mehr klar für sich entscheiden konnten. Die drei jüngsten TeilnehmerInnen, die sich der sportlichen Herausforderung in Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit stellten, waren sieben Jahre alt, der älteste mit 85 Jahren Rudolph Alda. Mit 55 verliehenen Abzeichen führte Udo Nehmert die Kategorie der meisten Wiederholungen beeindruckend an, aber auch Herta Krautscheid, Horst Anders, Günter Weiß und Bertram Reichl belegen mit Wiederholungen von 35, 45 und 48 Malen wie viel Spaß das DSA machen und wie fit sportliche Betätigung halten kann. Nach der Saison ist vor der Saison und so steht der erste Termin 2020 zur Abnahme der Leichtathletik-Disziplinen im Stadion Hennef bereits am Freitag, den 20. März ab 17 Uhr vor der Tür.
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