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Manchmal ist es federleicht

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Manchmal ist es federleicht

Christine Westermann erzählt von kleinen und großen Abschieden

(ul) Dass ein Abschied nicht immer nur mit Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und der Angst vor Veränderungen einhergehen muss, war und ist etwas, dass die bekannte Journalistin und Moderatorin Christine Westermann lange derartig beschäftige, dass sie dem Thema "Abschiede" ihr neuestes Buch widmete. Selber sagte sie bereits lange bevor ihre preisgekrönte, gemeinsam mit Götz Alsmann moderierte Fernsehsendung "Zimmer frei" das letzte Mal ausgestrahlt werden sollte, dass sie auf keinen Fall zur letzten Sendung kommen werde. Die Angst in Tränen auszubrechen und mit dem Abschied nur schwer umgehen zu können, saß einfach zu tief. Dass dann alles doch ganz anders kam und überhaupt nicht traurig wurde, und weil sie ein Buch über das Abschiednehmen selber zunächst ganz gruselig fand, wie sie betonte, ließ den Titel "Manchmal ist es federleicht" entstehen.

Am vergangenen Dienstagabend stellte Christine Westermann nun ihr neues Buch in der ausverkauften Meys Fabrik vor. Gemeinsam veranstaltet vom Hennefer Hospizverein Lebenskreis und der Buchhandlung am Markt (bam) begrüßten Hans-Jürgen Krebs als Vorsitzender des Hospizvereines sowie Uwe Madel von der bam die zahlreichen Gäste zu einer Lesung, deren Thematik sich gerade in der täglichen Arbeit des Lebenskreises widerspiegelt.

Als waschechter FC Köln Fan mit Dauerkarte und das eigene Zuhause noch in Reichweite, sei dieser Abend nicht nur wie ein Heimspiel, vielmehr beginne erst nach dem Erscheinen eines Buches die wirklich schöne Zeit für sie, wenn es in Talkshows und zu Lesungen ginge, erzählte Westermann zu Beginn.

"Abschiednehmen ist eine Kunst" - so steht es im Vorwort des Buches und je nach Alter und eigener Lebensgeschichte für den einen leichter, für den anderen schwerer zu bewerkstelligen - eine solche, oft einschneidende, Veränderung. Mit "Manchmal ist es federleicht" ist Christine Westermann eine mitunter selbstkritische, herrlich witzige, aber in manchen Kapiteln auch von Trauer und Nachdenklichkeit geprägte Erzählung lebensnaher Geschichten gelungen. Fußball, Digitalisierung und Verpackungsindustrie, das Älterwerden mit all seinen Zimperlein kommen darin genauso charmant vor wie vergangene Erlebnisse bei Lesungen und Fernsehauftritten und auch den Tod klammert die Autorin darin nicht aus.

Ort
Veröffentlicht
29. März 2019, 04:51
Autor
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