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Irgendwas geht immer...

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Der "Lotsenpunkt" in Hennef - eine Anlaufstelle in sozialen Notlagen

(ul) Einfach da zu sein, zuzuhören und Hilfestellungen zu geben, wenn sie gewünscht sind - als solches sieht Claudia Gabriel, Sozialpädagogin beim Caritasverband Rhein-Sieg, die "Lotsenpunkte", von denen es als gemeinsames Projekt der Pfarrgemeinden und der Caritas bereits einige im hier zuständigen Caritasverband gibt. Ein Lotse, bekannt aus der Seefahrt, der dort Schiffe durch meist unbekannte Gewässer geleitet und um vorhandene Untiefen herum manövriert - so etwas stellen die "Lotsenpunkte" für das alltägliche Leben dar. In Hennef gibt es diese Anlaufstelle für Menschen, die sich in sozialen Notlagen befinden, sich in scheinbar ausweglosen Lebenssituationen nicht alleine zu helfen wissen oder die Unterstützung bei Formularen, Anträgen oder Bescheiden benötigen, bereits seit Herbst 2016 und sie hat sich im Laufe der Zeit schon ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut. In Kooperation mit dem Caritasverband Rhein-Sieg ist der Pfarrverband Geistingen-Hennef-Rott Träger des "Lotsenpunktes" und so befinden sich die Räumlichkeiten direkt gegenüber der Pfarrkirche St. Michael in der Kurhausstraße 3 in Geistingen. Doch die Pfarrgrenzen seien offen, betont Pfarrer Wolfgang Rick, Pfarrvikar in diesem Pfarrverband, und es sei auch völlig unerheblich welcher Konfession die Menschen angehörten, die bei dem Team des "Lotsenpunktes" um Rat oder Hilfe bitten. "Wir sind von heute, von morgen! Nicht von gestern!", so Pfarrer Rick, "Wir wollen da helfen, wo die Not brennt." Und so gehören die "Lotsenpunkte" zu den niederschwelligen Angeboten hier in Hennef, die keine Fachstellen ersetzen, sondern deren Angebote ergänzen und ganz unkompliziert für die Menschen da sein wollen. Früher, als die Gemeinden noch überschaubar waren und man seine "Schäfchen" kannte, da ging "Seelsorge" oftmals vom Pfarrgemeindebüro aus, aber heute sei das bedingt durch Zuzug, Umzug und stetig wachsende Städte und Gemeinden gar nicht mehr möglich, sagt Wolfgang Rick. Dennoch stünde die gelebte, christliche Kirche für Nächstenliebe und das caritative Handeln sei nach wie vor eine ihrer Säulen, so der Seelsorger. Und so sind es hier in Hennef geschulte, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern und sie als Lotsen durch die ein oder andere Untiefe des Lebens manövrieren. Koordiniert werden Anfragen und Besuche von Doris Hofmann, die im Büro in der Kurhausstraße die Stellung hält und als angestellte Koordinatorin beim Gemeindeverband erste Ansprechpartnerin des "Lotsenpunktes" ist. Im Team mit dabei auch Christian Hofmann, der sich mit seinen 16 Jahren neben der Schule hier bereits ehrenamtlich engagiert und nicht nur die Betreuung der Webseite, sondern auch die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. Die Arbeit mache ihm viel Spaß und er freue sich, auf diesem Wege seine Mutter unterstützen zu können, sagt er.

Über weitere ehrenamtliche Unterstützung würde sich das Team freuen und so findet am Freitag, den 09. März 2018 um 18:30 Uhr im Pfarrsaal der Liebfrauen-Gemeinde in Hennef-Warth ein Infoabend unter dem Motto "Werde Lotse - komm" an Bord!" statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen, die Interesse und Lust haben, sich als Sozial-Lotse zu engagieren.

Neben den Sprechzeiten dienstags von 11 bis 12 Uhr sowie donnerstags in der Zeit von 18 bis 19 Uhr macht das Team des "Lotsenpunktes" hier in Hennef auch Hausbesuche nach Vereinbarung. Telefonisch erreichen Sie den "Lotsenpunkt" unter 0175 / 24 73 708, nähere Informationen gibt es auch unter **http://www.lotsenpunkte.de

sowie unter http://www.katholische-kirche-hennef.de

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SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
02. März 2018, 06:00