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8.11.: Der Madrigalchor bittet zum Konzert

Missa solemnis und das Konzert in d-moll für Klavier und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart

Einmal mehr bittet der Madrigalchor der Musikschule Hennef bittet zum großen Konzert! Auf dem Programm steht die „Missa solemnis - Waisenhausmesse" für Soli, Chor und Orchester und das Konzert in d-moll für Klavier und Orchester, beides von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Konzert findet statt am Sonntag, dem 8. November, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael, Hennef-Geistingen. der Eintritt kostet 15 €, ermäßigt 7 €. Karten gibt es beim Kulturamt der Stadt im Rathaus (Frankfurter Str. 97) und bei adventure am Marktplatz 29. Die Interpreten sind neben dem Kammerorchester '95 und dem Madrigalchor der Musikschule Hennef Oliver Drechsel am Klavier, die Sopranistin Barbara Küster, der Tenor Rolf Schmitz, Alt Brigitte Krahe und Bass Manfred Althoff. Die Leitung hat wie immer Norbert Fischer.

Missa solemnis c-moll (Waisenhausmesse)

Am 7. Dezember 1768 wurde in Wien die neuerbaute Kirche des Waisenhauses am Rennweg eingeweiht. In einer Wiener Zeitung stand darüber zu lesen: „Die ganze Musik des Waisenhaus-Chores bey dem Hochamte wurde von dem bekannten 12-jährigen Söhnlein des Kapellmeisters Leopold Mozart zu dieser Feierlichkeit ganz neu verfasst und mit Beyfall und Bewunderung von den Zuhörern aufgenommen und von dem jungen Komponisten mit größter Richtigkeit dirigieret." Nach Umfang und Besetzung handelt es sich bei diesem Werk vermutlich um Mozarts erste vollendete „Missa solemnis", also eine feierliche Messe für ein kirchliches Hochfest. Die Sicherheit, mit der der junge Mozart die musikalischen Probleme in dieser Kantatenmesse meistert, ist erstaunlich und zeugt von dem großen handwerklichen Können des Zwölfjährigen. Mozart hat die Messtexte als Arien, Duette und Chöre vertont. Die Solostücke haben durchweg lyrisch - bildhaften Charakter; aber er greift in einigen Teilen der Messe (z.B. dem Credo) auch unmittelbar auf Ausdrucksmittel der Oper zurück. So verkünden Paukenwirbel und gestopfte Trompeten im „Crucifixus" eine Hinrichtungsszene („Der gekreuzigt wurde für uns unter Pontius Pilatus, der starb und begraben wurde") Ebenso theatralisch verkündet ein Sopransolo das erlösende „Et resurrexit tertia die" („Und auferstanden am dritten Tag".) So besticht die Waisenhausmesse in vielen Teilen gerade durch ihre Kühnheit und ihre lebhaften Kontraste und bildet für den heutigen Zuhörer ein lebhaftes Zeugnis der Messkompositionen des 18. Jahrhunderts.

Konzert für Klavier und Orchester, d-moll KV 466

So stürmisch und dramatisch, so intensiv in seiner Stimmung und so extrem in seinen Kontrasten wie Mozarts Konzert KV 466, das bereits weit in die Romantik vorausblickt, hatte noch nie zuvor ein Klavierkonzert begonnen. Synkopen und dunkle Klänge verleihen der Szene mit Beginn des ersten Satzes einen dramatischen Charakter. Nichts weist deutlicher auf Beethoven voraus, und es ist ja kein Zufall, dass gerade Beethoven zu den beiden Ecksätzen die Kadenzen geschrieben hat. Der zweite Satz ist eine in kleiner Rondoform komponierte Romanze. In das Idyll eines in sich versunkenen, liedhaften Gesanges bricht im zweiten Teil des Satzes eine heftige Getriebenheit ein. Aber der Abschluss findet zurück zu einer spürbaren Beruhigung. Und der Schlusssatz, der thematisch mit dem ersten Satz verknüpft ist, wirkt durch den ständigen Wechsel von Dur und Moll außerordentlich lebendig. Nie hat Mozart stärkere Kontraste in einem Klavierkonzert vereinigt, und dies sowohl im Gesamtrahmen der drei Sätze wie auch in jedem einzelnen Satz selbst.

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Veröffentlicht
23. Oktober 2015, 00:00