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Machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch! Stimmen Sie für den Erhalt der beiden Grundschulstandorte in Hellenthal und Reifferscheid! In der 46. Kalenderwoche haben Sie die Unterlagen zum Bürgerentscheid "Grundschule" erhalten. Sie müssen nun entscheiden, ob die beiden Grundschulstandorte in Hellenthal und Reifferscheid erhalten bleiben. Wir haben uns in den bisherigen Diskussionen immer für den Erhalt der beiden Standorte und für eine bedarfsorientierte Sanierung ausgesprochen und eingesetzt. Leider entsprechen die bisherigen Ausführungen der Ratsmehrheit, bestehend aus SPD, FDP, UWV, Bündnis 90/Die Grünen und Bürgerverein, in vielen Punkten nicht der Wahrheit. So wurde zum einen behauptet, dass ein Gutachten vorliegen würde, welches, alternativ zu einem Neubau, eine Kernsanierung erforderlich macht. Diese Behauptungen sind falsch. Es existiert hierzu kein Gutachten. Zudem ergibt sich keine bauliche Notwendigkeit und es wurde kein entsprechender politischer Beschluss gefasst Ebenfalls ist die Aussage falsch, dass die CDU-Fraktion einer Steuererhebung für die Kosten eines Neubaus zugestimmt habe. Wir haben ausschließlich im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes eine Anpassung von Hebesätzen mitgetragen. Einer deutlichen Anhebung von Steuern zur Finanzierung eines Schulneubaus werden wir sicher nicht zustimmen, da dadurch die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger erheblich steigen werden. Polemische und unwahre Behauptungen dienen nicht der Sache und verunsichern nur die Menschen in unserer Gemeinde. Wie sehen viele betroffene Eltern die Thematik? Befragungen der Eltern und eine Begehung der politischen Gremien kommen zu dem Ergebnis, dass beide Gebäude insgesamt in einem guten Zustand sind und die Eltern mit den vorhandenen Gegebenheiten und dem pädagogischen Konzept zufrieden sind, auch hinsichtlich der Betreuung in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Neben den bereits umgesetzten Sanierungen der Sanitärbereiche und der Bodenbeläge stehen noch eine Neugestaltung des Schulhofs in Hellenthal, eine komplette Vernetzung der Klassenräume und eine Verbesserung der Ausstattung durch die Neuanschaffung von Personalcomputern bzw. Tablets für beide Standorte aus, wobei bereits für den Herbst 2017 die Umsetzung eines Medienkonzeptes vorgesehen war. Diese Maßnahmen lassen sich kurzfristig mit wenigen hunderttausend Euro an den bestehenden Gebäudekomplexen umsetzen und wären somit wesentlich wirtschaftlicher als ein Neubau oder eine Kernsanierung. Resümee Uns ist keine Kommune bekannt, die ohne rechtliche Notwendigkeit einen Schulstandort schließt. Es ist üblich und auch nachvollziehbar, dass vorhandene Standorte gestärkt werden, um den Kindern die Schulzeit und die damit verbundenen Rahmenbedingungen positiv zu gestalten. Zudem wird die Thematik Inklusion durch bauliche Anpassungen in den vorhandenen Gebäuden gefördert, z. B. durch Einbau von Hilfsmitteln für Kinder, die Einschränkungen im Bereich Bewegung, Sehen oder Hören haben. Solche Umsetzungen sind auch bereits am Standort Reifferscheid, der als Inklusionsstandort festgelegt worden ist, erfolgt. Des Weiteren wird die Einrichtung der Offenen Ganztagsschule, die vor zwei Jahren umgesetzt worden ist, immer häufiger angenommen. War eine OGS in der Vergangenheit für viele Eltern ein Argument, Kinder in Nachbarkommunen anzumelden, so ist dieser Trend deutlich zurückgegangen. Zudem haben die meisten Kommunen pädagogische Konzepte für eine gemeinsame Nutzung von Schul- und OGS-Räumen entwickelt, so dass hier keine baulichen Erweiterungen notwendig geworden sind. Die Schaffung einer digitalen Infrastruktur ist auch unproblematisch in den vorhandenen Gebäuden möglich. Fördermittel aus dem Programm "Gute Schule 2020" und ein Konzept sind auch für Hellenthal und Reifferscheid vorhanden, bisher steht noch die Umsetzung aus. Für die Beschulung der Kinder ist nicht eine neue Schule notwendig und wichtig, sondern ein hervorragendes Lehrerkollegium. Dieses haben wir am Grundschulverbund. Es wird hervorragende Arbeit geleistet, mit der die Kinder und Eltern äußerst zufrieden sind. Daher möchten wir Sie bitten, von Ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und für den Erhalt der beiden Standorte in Hellenthal und Reifferscheid zu stimmen. Finanzielle Auswirkungen eines Schulneubaus: • Grobkostenschätzung legt rund 1.800 Euro je Quadratmeter zu Grunde • Detailplanung der Gemeinde Kall berücksichtigt rund 3.800 Euro je Quadratmeter • Zu erwartender Anstieg der reinen Baukosten von rund 4,05 Mio. Euro auf mehr als 8,10 Mio. Euro • Zusätzliche Berücksichtigung der haushaltsrechtlichen Auswirkungen in Höhe von rund 1,35 Mio. Euro • Neue Einrichtung der Schule in Höhe von mehreren hunderttauschend Euro bisher nicht berücksichtigt • Zu erwartendes Gesamtvolumen von rund 10 Mio. Euro • Folge: Deutlicher Anstieg der Grundsteuer B, verbunden mit einer erheblichen finanziellen Belastung aller Bürgerinnen und Bürger **über mehrere Jahrzehnte Autor Giuseppe Uccello
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