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(ots) /- Die Verkehrspolizeidirektion Weinsberg führte mit Unterstützung der Polizeireviere Heilbronn, Heilbronn-Böckingen, sowie des Referates Prävention mit insgesamt 20 Einsatzkräften am Freitag von 18 Uhr bis 1 Uhr eine Großkontrolle in Heilbronn am Bollwerksturm durch. Zielrichtung der großangelegten Kontrollaktion war die Posing- und Tuningszene in Heilbronn, die immer wieder durch Verstöße gegen das Verhaltens- und Zulassungsrecht auffällt. Insbesondere im Stadtkreis Heilbronn hatten sich Bürgerinnen und Bürger unter anderem über übermäßig lauten Fahrzeuglärm beklagt. Bereits im Jahr 2017 wurden von Angehörigen der Verkehrspolizeidirektion Weinsberg im Rahmen von regelmäßigen Kontrollen 334 Anzeigen wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis, davon 119 wegen wesentlicher Beeinträchtigung der Umwelt und/oder Verkehrssicherheit gefertigt. Im Jahr 2018 stieg diese Zahl um 26 % auf 362 Anzeigen. Zur Bekämpfung des Fehlverhaltens durch Angehörige der genannten Zielgruppe erfolgen im Rahmen einer Konzeption seitens des Polizeipräsidiums Heilbronn regelmäßig Kontrollen, die neben der Repression in Form einer konsequenten Ahndung der Verstöße, sowie die Außerverkehrsziehung unvorschriftsmäßiger Fahrzeuge, auch die Prävention in Form der Aufklärung der betreffenden Zielgruppen als Ziel verfolgt. Um eine spürbare Verbesserung der Situation zu erreichen, wird das Polizeipräsidium Heilbronn in enger Zusammenarbeit mit den Behörden des Stadt- und Landkreises Heilbronn auch weiterhin regelmäßig konsequente Kontrollmaßnahmen vornehmen. Es wurden 56 Pkw und vier Motorräder, die der Szene eindeutig zuzuordnen sind kontrolliert. Dabei wurden 14 Fahrzeugführer und Halter wegen Erloschener Betriebserlaubnis zur Anzeige gebracht. Teils waren die Fahrzeuge so verändert, dass die Verkehrssicherheit oder Umwelt dadurch wesentlich beeinträchtigt war. Die Betroffenen müssen mit einem Bußgeld zwischen 100,- EUR und 180,-- EUR sowie mit Punkten im Fahreignungsregister rechnen. Insgesamt sieben Fahrzeuge wurden sofort aus dem Verkehr gezogen, fünf davon wurden sichergestellt und werden einem Sachverständigen vorgeführt. Des Weiteren war ein Fahrzeugführer ohne ausreichende Fahrerlaubnis unterwegs und ein weiterer ohne ausreichenden Aufenthaltstitel. Das aktuelle Ergebnis der Kontrolle hat gezeigt, dass auch zukünftig solche Kontrollen notwendig sind.
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