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1000 Brillen für Afrika

Optik Kafarnik übergibt Brillenspende an Lions Club

Duisdorf. Wer schlecht sieht, geht zum Optiker und kauft sich eine Brille. So ist es im Normalfall. Doch leider gibt es immer noch genügend Länder, vor allem in Afrika, in denen dies keine Selbstverständlichkeit ist..In vielen Ländern Afrikas ist eine Brille - für uns in Deutschland ein alltäglicher Gegenstand - ein unerschwingliches Luxusgut. Der nächste Optiker ist oft hunderte von Kilometern entfernt, ganz zu schweigen von den verhältnismäßig sehr hohen Kosten. Denn die kann leicht das sieben- bis achtfache eines Monatsgehaltes betragen. Und das hat die Lions Clubs auf den Plan gerufen. Seit vielen Jahren sammeln sie gebrauchte Sehhilfen. Auch der Lions Club Bonn-Bethoven e.V sorgt für eine Wiederverwendung von Altbrillen. Dabei sammeln Optiker guterhaltene, noch brauchbare Brillen, die ihre Besitzer aber nicht mehr verwenden. In Zusammenarbeit mit vor Ort ansässigen Optikern sorgen die Mitglieder von Lions für das Einsammeln, Transportieren, Wiederaufbereiten und Katalogisieren sowie die Verteilung an Bedürftige, vorwiegend in Afrika. Die Brillen werden vorab auf Beschaffenheit und Qualität geprüft und werden anschließend in die bedürftigen Länder transportiert (darunter z.B. Tansania, Mali). Vor Ort werden die Brillen von Optikern ausgemessen und danach entweder direkt an den Brillenträger weitergegeben oder mit neuen Gläsern versehen. Die Brillen werden in den meisten Fällen nicht verschenkt, sondern für einen kleinen Preis abgegeben. Mit dem Gewinn werden Augentropfen und andere medizinische Produkte für die Augen finanziert, die dann wiederum an Hilfsbedürftige mit Augenkrankheiten verteilt werden.

Damit flankiert der Bonner Lions Club das in Kooperation mit der Blindenmission- Christoffel betriebene große SightFirst Programm. Diese internationale Langzeit-Aktivität widmet sich der Bekämpfung vermeidbarer Blindheit insbesondere durch Impfungen, Ausbildung und medizinische Behandlung. Eine sehr hilfreiche und wichtige Aktion: denn weltweit sind 37 Millionen Menschen weltweit sehr stark sehbehindert oder blind. Davon leben rund 90 Prozent in Entwicklungsländern. Dabei müssten 12 von 15 Menschen nicht blind sein, wenn sie geeignete Hilfe bekämen.

Seit vielen Jahren unterstützt Optik Kafarnik in Duisdorf diese Sammelaktion. Auch dieses mal stapelten sich große Kisten, prallgefüllt mit gebrauchten Brillen im Ladengeschäft in der Rochusstraße. „ Da werden etwa 1000 Brillen sein, die wir in den letzten Monaten gesammelt haben", schätzt der Inhaber von Optik Kafarnik Alexander Zablinski. Viele von ihnen haben offenbar lange versteckt in Schubladen geschlummert. Die Modellvielfalt zeigt einen anschaulichen Querschnitt durch den Wandel der Brillenmode der vergangenen Jahrzehnte. Und sie zeigt, dass alles irgendwann wiederkommt. Z.B. übergroße Sonnenbrillen der 70er Jahre, derzeit wieder im Design topaktuell.

In Empfang nahm dieses große Konvolut gebrauchter, funktionsfähiger Brillen Bettina Siemssen vom Lions Club Bonn-Beethoven „Wir freuen uns, dass Optik Kafarnik unsere Aktion so tatkräftig unterstützt und danken Alexander Zablinski für die Fortsetzung der langjährigen vertrauensvollen, guten Zusammenarbeit", sagte Bettina Siemssen.

CSH

Alexander Zablinski und Bettina Siemssen vom Lions Club

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Veröffentlicht
20. Juni 2015, 00:00
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