Sag uns, was los ist:

(ots) /- Die PHuStN bekommt Verstärkung im Hubschraubercockpit: "Es freut mich sehr, dass wir neben Polizeikommissar Immo Graß mit Polizeikommissarin Kirsten Böning die erste Helikopterpilotin in der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsens begrüßen dürfen", sagte Polizeipräsidentin Christiana Berg aus Anlass der Begrüßung zweier neuer Piloten heute in Rastede. Beide absolvierten vor kurzem erfolgreich die knapp zweijährige Ausbildung an der Luftfahrerschule für den Polizeiflugdienst (LFSfPD) der Bundespolizei Sankt Augustin am Standort Hangelar. Die frischgebackenen Hubschrauberpiloten starten und landen seit Anfang November vom Standort der PHuStN in Rastede. "Als Servicedienstleister für die Polizei Niedersachsen repräsentiert die ZPD unter anderem eine Vielfalt von technisch geprägten Themenfelder und damit Karrierechancen, die fälschlicherweise oft noch als reine Männerdomänen beschrieben werden - so auch die Polizeifliegerei. In meiner Behörde ist das zunehmend nicht der Fall! Bei uns arbeiten in allen Bereichen inzwischen mehr und mehr Frauen, die überall mit großem Engagement ihre Frau stehen. Deswegen bin ich auch besonders stolz, dass nun die erste Kollegin in Niedersachsen ihre Pilotenlizenz erworben hat", so Christiana Berg weiter. "Unsere alltägliche Herausforderung ist es hauptsächlich, bei Tag und in der Nacht nach vermissten Personen oder Straftätern zu suchen. Mit aktuell insgesamt vier Polizeihubschraubern gewährleisten wir dabei einen hohen Qualitätsstandard. Einsatzkräfte vor Ort sind regelmäßig auf hochwertige und modernste Technik angewiesen, um Straftaten verfolgen und Menschenleben retten zu können", beschrieb Raphael Müller, Leiter der PHuStN, die Tätigkeitsschwerpunkte seiner Dienststelle. Die PHuStN böte dabei nicht nur eine Vielzahl technischer Einsatzmöglichkeiten, sondern darüber ein hochqualifiziertes Team von Piloten und Flugtechnikern über Operatorinnen und Operatoren für die moderne Ausstattung bis hin zu Fachkräften für Reparatur und Wartung, so Raphael Müller weiter. Spätestens mit einem "Schnupperflug" an der Seite eines Fluglehrers vor etwa zehn Jahren war die Leidenschaft für das Fliegen für Kirsten Böning (31) geweckt. So führte ihr beruflicher Weg ab Oktober 2011 auch nach kurzer Zeit in der Bereitschaftspolizei direkt in die PHuStN. Dort war sie vier Jahre später an Bord eines Hubschraubers bereits als Operatorin unter anderem für die Wärmebildkamera verantwortlich. "Spätestens seit dieser Zeit habe ich davon geträumt, selbst einen Polizeihubschrauber zu fliegen", berichtete die junge Pilotin. Ähnlich verlief auch der berufliche Werdegang von Immo Graß (29), der ebenfalls seit Oktober 2015 Angehöriger der PHuStN ist und dort auch als Operator eingesetzt war. "Die Freude am fliegerischen Beruf habe ich während meiner Tätigkeit im tollen Team der PHuStN entdeckt. Aus diesem Gefühl folgte schon bald die Bewerbung zur Pilotenausbildung", beschrieb der Jungpilot seine Motivation. Mit Abgabe ihrer Bewerbung 2015 hatten sich die beiden gemeinsam mit 21 anderen Bewerberinnen und Bewerbern aus Niedersachsen zunächst einer umfangreichen und komplexen Eignungsprüfung, dem sogenannten DLR-Test für Piloten, beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Hamburg zu stellen. Nach der ersten "schweren Hürde" wurde es für Kirsten Böning und Immo Graß im Jahr darauf ernst: Die 22-monatige Ausbildung begann mit einer zweimonatigen Englischausbildung am Bundessprachenamt in Köln und endete mit der praktischen Ausbildung an der LFSfPD. Während dieser Zeit wechselten sich theoretische und praktische Ausbildung ab. Inzwischen verfügen die beiden frischgebackenen Jungpiloten darüber hinaus über die erforderliche Musterberechtigung für die EC 135 P2. Der schwierigste Teil der Ausbildung ist nun erfolgreich absolviert. Doch bevor die beiden Helikopterpiloten bald eigenverantwortlich starten und landen dürfen, folgen in den kommenden Wochen noch einige polizeispezifische Fortbildungen unter Anleitung erfahrener Kollegen im Cockpit. "Mit der Nordseeküste und dem Harz verfügt Niedersachsen über einige geografische Besonderheiten. Zudem will das sichere Fliegen bei Nacht beherrscht werden. Deswegen geht es jetzt noch darum, unsere Kollegen auch noch in diesen Aspekten fit zu machen", rundete Raphael Müller die Vorstellung ab und wünschte den beiden Jungpiloten gemeinsam mit Polizeipräsidentin Christiana Berg "many happy landings!"./wo Die Fahndung und Suche aus der Luft in Zahlen: Die Polizeihubschrauberstaffel der Polizei Niedersachsen hat am 2. Juli 1971 ihren Betrieb am Flughafen in Langenhagen aufgenommen. Die Teilstaffel in Rastede wurde knapp vier Jahre später gegründet. Seit dem 1. November 2004 gehört die Staffel organisatorisch zur Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen. Aktuell betreibt die Polizei Niedersachsen zwei Hubschrauber des Typs EC 135 P2 und zwei des Musters MD 902 Explorer. Die Polizeihubschrauber in Hannover-Langenhagen sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Die Einsatzmaschine in Rastede startet und landet in der Regel täglich von 6 bis 22 Uhr. 2017 waren die Hubschrauber der Polizei Niedersachsen bei mehr als 1.600 Einsatzanforderungen über 1.150 Flugstunden im Einsatz. Bis Ende Oktober dieses Jahres lag die Flugdauer bereits deutlich über 1.000 Flugstunden, bei insgesamt rund 1.300 Einsätzen. Die Regelbesatzung besteht für jede Maschine aus einem Piloten, einem Flugtechniker oder Co-Piloten sowie einem Operator (Bedienung der polizeilichen Sonderausstattung). Technische Details: Polizeihubschrauber EC 135 P2 Höchstgeschwindigkeit: 256 km/h Reichweite: etwa 450 Kilometer Abfluggewicht max.: 2.950 Kilogramm Sitzplätze: 2 + 5 Anschaffung: 2015 Polizeihubschrauber McDonnell Douglas (MD) 902 Explorer Höchstgeschwindigkeit: 248 km/h Reichweite: etwa 550 Kilometer Abfluggewicht max.: 2.950 Kilogramm Sitzplätze: 2 + 6 Anschaffung: 1999
mehr 
(ots) /- Die ZPD unterstützt mit ihrem breitgefächerten Serviceangebot nicht nur die wichtige Arbeit der Polizei Niedersachsen, sondern darüber hinaus auch andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) - beispielsweise im Bereich Digitalfunk. Als zentraler Dienstleister ist es unser Anspruch, rund um die Uhr maßgeschneiderte und optimale Lösungen für personelle und technische Anforderungen im Bereich der inneren Sicherheit zu entwickeln und bereit zu stellen. Neben der eigenen Entwicklung von maßgeschneiderten IT-Projekten, wie der Softwareanwendung "PreMAP" zur vorrausschauenden Kriminalitätsbekämpfung, beteiligen sich Fachleute der ZPD regelmäßig an richtungsweisenden Beschaffungsvorhaben zur Verbesserung sowie Ergänzung polizeilicher Einsatzmittel - sei es zur Optimierung der eigenen Sicherheit oder der Einsatzfähigkeit der Polizei insgesamt. Auch die nachhaltige Verringerung des Schadstoffausstoßes des polizeilichen Fuhrparks ist schon seit Jahren ein zentrales Thema. Die Polizei Niedersachsen präsentiert sich inzwischen bundesweit führend bei der Einführung und Umsetzung alternativer Antriebe im Bereich E-Mobilität - ebenso, wie beim Angebot einer sicheren Kommunikationslösung, dem sogenannten Niedersachsen-Messenger (NiMes). "Um neue Innovationspotentiale zu erschließen und die wichtige eigene Innovationskraft weiter zu stärken, setzen wir künftig noch intensiver auf eine wissenschaftliche Begleitung. Im Rahmen unserer Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg schaffen wir nun eine klassische Win-Win-Situation: Beide Partner profitieren dabei nicht nur von einem praxisnahen Wissens- und Technologietransfer", sagte Polizeipräsidentin Christiana Berg am Rande der Vertragsunterzeichnung heute in Hannover. Die Hochschule mit seinem berufsbegleitenden Masterprogramm "Innovationsmanagement und Entrepreneurship" gehöre bekanntermaßen zu den anerkanntesten Einrichtungen bundesweit in der berufsbegleitend akademischen Qualifizierung, so die Behördenleiterin weiter. "Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass die Fähigkeit zur Innovation wesentlich von hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abhängt. Mit unserem stark nachgefragten Masterstudiengang "Innovationsmanagement und Entrepreneurship (MBA)" im Center für lebenslanges Lernen befähigen wir nicht nur junge Menschen, wesentliche Organisations- und Managementaufgaben erfolgreich meistern zu können", beschrieb Prof. Dr. Klaus Fichter den Ansatz seines Studienangebots, von dem nun auch die Polizei Niedersachsen profitieren könne. Die für das Studiengangsmanagement verantwortliche Christina Meyer-Truelsen ergänzte: "Im Rahmen von Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft, beispielsweise mit der EWE AG oder der Meyer Werft, stellen wir mit unseren akademischen Weiterbildungsangeboten schon jetzt unter Beweis, dass die gezielte Verknüpfung von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Themen für alle Beteiligten ein Gewinn ist. Deshalb freuen wir uns sehr, nun erstmalig mit einer Polizeibehörde, die sich täglich unterschiedlichen technischen Neuerungen zu stellen hat, zu kooperieren." Im Detail haben sich die Vertragspartner darauf verständigt, kontinuierlich Informationen und Erfahrungen auszutauschen, um die Weiterentwicklung berufsbegleitender Studienprogramme sowie die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Weiterbildung zu fördern. In diesem Zusammenhang bringt sich die ZPD unter anderem mit Gastvorlesungen, Referentinnen und Referenten zu speziellen Fragestellungen sowie der Möglichkeit zu einer Masterthesis ein. Von Seiten der Universität Oldenburg besteht das Angebot, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZPD gezielt weiterbilden zu lassen. "Unternehmerisches Denken und Handeln wird in Teilen auch von Fach- und Führungskräften im behördlichen Umfeld erwartet. Deswegen sind wir uns schon jetzt sicher, dass unsere Kooperation schon bald erste Früchte tragen wird", sind sich sowohl Christiana Berg als auch Prof. Dr. Klaus Fichter nach ihrer Unterschrift unter den Vertrag sicher. Die Vereinbarung wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen./wo
mehr