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(ots) /- Am Mittwoch (06.02.2019) wurde ein dreister Tankbetrüger durch einen Tankstellenmitarbeiter erwischt, als dieser versuchte, wiederholt einen Tankbetrug zu begehen. Gegen 12.30 Uhr befuhr ein 19 Jahre alter Mann mit einem Fiat, an dem keine Kennzeichen montiert waren, die ARAL Tankstelle an der Deisterallee. Der Mann hielt an einer Zapfsäule und begann, seinen Pkw zu betanken. Während des Tankvorganges wurde ein 40 Jahre alter Mitarbeiter der ARAL auf den Pkw und dessen Fahrzeugführer aufmerksam, denn der Mann hatte bereits am 31.01.2019 einen vollendeten Tankbetrug an der ARAL Tankstelle begangen. Die Tat wurde erst festgestellt, nachdem der Täter das Gelände bereits verlassen hatte. Anhand von Videoaufzeichnungen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass es sich bei dem Flüchtigen um einen jungen Mann handelte, der einen Fiat ohne Kennzeichen fuhr. Durch den Tankstellenmitarbeiter wurde der Tankvorgang unterbrochen und die Polizei informiert. Gegenüber den eingesetzten Beamten machte der 19-Jährige zunächst keinerlei Angaben. Bei einer Durchsuchung seines Fahrzeuges wurden die Kennzeichen gefunden. Diese hatte der Hamelner augenscheinlich vorher abgeschraubt. Die Durchsuchung führte außerdem zum Auffinden eines sog. Grinder (eine Kräutermühle, die u.a. zum Zerkleinern von Betäubungsmitteln verwendet wird), mehrerer Pollenböller, eines Springmessers, sowie einer Luft- und einer Gaspistole. Aufgrund des Grinder, in dem sich Marihuanaanhaftungen befanden, bestand der Verdacht, dass der junge Mann auch Betäubungsmittel konsumiert haben könnte. Ein freiwillig durchgeführter Urintest erhärtete den Verdacht. Dem 19-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Er gab nachträglich an, am Vorabend einen Joint geraucht zu haben. Bis gestern war der Hamelner für die Polizei ein unbeschriebenes Blatt. Nun wurden gegen ihn diverse Verfahren eingeleitet u.a. eine Strafanzeige wegen des versuchten Tankbetruges und eine weitere wegen Verstoße gegen das Waffengesetz. Wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln wurde gegen den jungen Hamelner ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Dem Mann wurde die Weiterfahrt für mindestens 24 Stunden untersagt. Seinen Führerschein wird er in naher Zukunft auch noch für eine gewisse Zeit abgeben müssen. Der Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln ist ebenfalls strafbar. Daher muss sich der Mann noch zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Auch vollendete Tankbetrug vom 31.01.2019 bei der ARAL Tankstelle geht auf das Konto des Heranwachsenden. In einer anschließenden Vernehmung gab der 19-Jährige an, außer für diese Taten, für mindestens neun weitere Tankbetrügereien verantwortlich zu sein.
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(ots) /- Für 35 Polizisten der Polizeidienststellen der Landkreise Holzminden und Hameln-Pyrmont stand am Montag "Fortbildung" auf dem Dienstplan. In den Räumlichkeiten der Bundeswehr in Holzminden ging es um das Thema "Drogenbeeinflussung im Straßenverkehr". Verantwortlich für diese Fortbildung waren Polizeihauptkommissar Bernd Kühn (Polizeistation Stadtoldendorf) gemeinsam mit Polizeihauptkommissar Holger Nitsch (Polizei Holzminden), die in diesem Thema besonders qualifiziert sind und ihr Wissen an die Polizeibeamten der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden weitergeben konnten. Im Fokus dieser Fortbildung standen hauptsächlich die im Oktober 2018 neu zur Polizeiinspektion hinzuversetzten Polizeibeamten. Die Alkohol- und Drogenbeeinflussung im Straßenverkehr zählt nach wie vor zu den Hauptunfallursachen, sodass die frühzeitige Erkennung erheblich zur erhöhten Verkehrssicherheit beiträgt. Bei den Betroffenen sind oftmals aggressive und riskante Fahrweisen zu erkennen, die insbesondere Verkehrsunfälle mit erheblichen Personen- und Sachschaden nach sich ziehen können. Bei Verstößen handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten, die ab 500 Euro Bußgeld geahndet werden und mind. 1 Monat Führerscheinentzug, sowie Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg zur Folge haben. Als neues Phänomen wird die Einnahme künstlich hergestellter Betäubungsmittel, den sogenannten neuen psychoaktiven Wirkungsstoffen, festgestellt. Der Konsum führt ebenfalls zur absoluten Fahruntüchtigkeit und zieht ein Strafverfahren nach sich. Zum Konzept dieser Fortbildungsveranstaltung gehörte auch eine gezielte Betäubungsmittelkontrolle an der B 240 (Ortsdurchfahrt Scharfoldendorf), welche am Folgetag mit denselben Polizeibeamten durchgeführt wurde. Dabei sollte das theoretisch erlangte Wissen unter Hinzuziehung weiterer erfahrener, in diesem Thema speziell geschulter, Polizeibeamten der gesamten Polizeiinspektion in der Praxis angewandt und umgesetzt werden. In dem Zeitraum zwischen 13:00 -17:00 Uhr sind zahlreiche Fahrzeuge angehalten und deren Insassen kontrolliert worden. Allein in diesem Zeitraum konnten sieben berauschte Verkehrsteilnehmer sowie zwei ohne Fahrerlaubnis festgestellt werden. Weiterhin konnten bei dieser ganzheitlichen Kontrolle wichtige Erkenntnisse zu durchreisenden Tätern im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl erlangt werden. Bei den sieben männlichen Fahrzeugführern zeigte jeweils ein Drogenurintest positiv auf unterschiedliche Drogenarten an. Bei allen sieben wurden Blutentnahmen durchgeführt und jeweils ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Einem 45-jähriger Fahrzeugführer wurde eine Sicherheitsleistung von 750EUR erhoben, da es sich um einen nichtdeutschen Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland handelte. In allen Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Bei der Kontrolle war auch der Drogenspürhund "Cash" mit seinem Diensthundführer von der Polizeidirektion Göttingen eingesetzt. Dieser durchsuchte insgesamt vier Pkw nach Betäubungsmitteln, konnte dabei aber nichts auffinden.
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