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(ots) /- Nachdem in den letzten Wochen wieder vermehrt Beschwerden über Raserei und illegale Autorennen von Anwohnern im Bereich des Multi Marktes gemeldet wurde, hat die Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont / Holzminden am vergangenen Samstag (13.10.2018) Geschwindigkeitskontrollen an der Wangelister Straße durchgeführt. In der Zeit von 21.00 Uhr bis 23.30 Uhr wurden insgesamt 30 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt, davon drei Fahrverbote. Die Verstöße wurden u.a. mittels ESO Messung festgestellt, was bedeutet, dass die Fahrzeugführer "geblitzt" und nicht direkt angehalten wurden. In diesen Fällen wird den Fahrzeughalten das Foto dann später per Post zugestellt. Spitzenreiter des Abends war der Fahrzeugführer eines Pkw, dessen 59 Jahre alter Halter in Aerzen wohnt. Das Fahrzeug wurde mit 104 km/h (100 km/h vorwerfbar abzgl. Toleranz) gemessen wurde. Erlaubt sind 50 km/h. Dem Betroffenen winken nun ein Monat Fahrverbot, ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro und 2 Punkte in Flensburg. Nur kurze Zeit nach dem Spitzenreiter löste das ESO Messgerät erneut aus. Das Foto wird einem 20-Jährigen Mann, ebenfalls aus Aerzen (Halter des Fahrzeuges) zugestellt werden. Der Pkw war mit 91 km/h (88 km/h vorwerfbar) gemessen worden. "Die Geschwindigkeitskontrolle vom Wochenende hat gezeigt, dass auf der Wangelister Straße weiterhin Handlungsbedarf besteht. Wir werden auch zukünftig weitere Geschwindigkeitskontrollen in diesem Bereich durchführen", sagt Jörg Thäte, Leiter der Verfügungseinheit. Nach Auswertung der Messungen wurde im Nachhinein festgestellt, dass ein "geblitzter" Fahrzeugführer mit einem nicht versicherten Pkw unterwegs war. Gegen ihn wurde zusätzlich eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz gefertigt.
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(ots) /- Strahlend blauer Himmel, eine Vielzahl von Motorradfahrern und motivierte Einsatzkräfte waren die beste Voraussetzung für die Kontrolle am vergangenen Sonntag. Auf der Landesstraße 580 im Bereich der Ortschaft Rühle war unter anderem anlässlich des Kirschblütenfestes in der "Rühler Schweiz" ein besonders hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Mit Beginn der Motorradsaison waren schon die ersten Beschwerden über laute Krafträder und rasante Fahrer aus der von den Bikern sehr beliebten Gegend zu vernehmen. Zudem war im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg der Motorradunfälle zu verzeichnen. Während in 2016 eine Person getötet wurde, erhöhte sich die Zahl der tödlich verunglückten Biker im Jahr 2017 auf vier. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche des Polizeikommissariats Holzminden in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Höxter eine groß angelegte "Biker"-Kontrolle durchgeführt. Ziel war es, die Motorradfahrer zu erreichen, um genau den o. g. Lärmbelästigungen entgegenzuwirken und eben diese schweren und traurigen Unfälle zu verhindern. Um die Tragik eines schweren oder gar tödlichen Motorradunfalls zu veranschaulichen, hatte die Polizei aus Bodenwerder für die Kontrolle am vergangenen Sonntag eine kleine Ausstellung auf die Beine gestellt. Auf dem Parkplatz wurde das Motorrad-Wrack eines tödlich verunglückten Bikers gezeigt. Es ist ein Ausstellungsstück der zentralen Polizeidirektion in Hannover, welches zu präventiven Zwecken zur Verfügung gestellt wird. Eigentlich ein schockierendes Objekt, dieses verunfallte Motorrad; denn der Biker überlebte den Crash nicht. Aber genau das schien die kontrollierten Motorradfahrer an diesem Tag zu beeindrucken und emotional zu berühren. Die Reaktionen umfassten Kommentare wie "Ja, so kann es kommen..." oder ein reumütiges "Nee, lieber nicht; dann lieber langsam fahren..." So war es von den meisten, ganz unabhängig von Alter, Gesinnung und Geschlecht zu vernehmen. Insgesamt kontrollierten die auf Motorräder spezialisierten Beamten in Rühle 57 Kradfahrer; bei 16 Bikes gab es Beanstandungen. Neben einigen Fahrzeugen mit technischen Mängeln und Veränderungen wurden bei einem Motorrad Reifenmängel, und bei vier Krädern die im falschen Winkel angebrachten Kennzeichen bemängelt. Ein Motorradfahrer musste von ihm vorgenommene Veränderung "zurückschrauben", bevor er weiterfahren konnte. Zehn der kontrollierten Biker mussten Verwarngelder zwischen 15 Euro und 50 Euro zahlen; gegen sechs weitere wurden auf Grund gravierender technischer Mängel Bußgeldverfahren eingeleitet. Zeitgleich führten Beamte der Kreispolizeibehörde Höxter Geschwindigkeitskontrollen durch. Sie stellten neun Verstöße bei Motorradfahrern fest, von denen einer mit 49 km/h zu schnell fuhr und nun einen Monat zu Fuß gehen muss.
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