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(ots) /- Ein Vater stand rauchend am Bahnsteig. Seine Kinder befanden sich bereits im Zug. Plötzlich schlossen sich die Türen, der ICE fuhr ab. Der Mann sprang auf den abfahrenden Zug auf. Am 13.08.2019 gegen 15:50 Uhr befand sich der ICE 883 zur Weiterfahrt nach München am Hamburger Hauptbahnhof. Im Zug saßen zwei Kinder, 7 und 9 Jahre alt. Deren Vater stand derweil auf dem Bahnsteig und rauchte. Plötzlich schlossen sich die Türen, der Zug fuhr ab. Der 42-jährige syrische Staatsangehörige sprang zwischen zwei ICE-Wagen und hielt sich am Faltenbalg fest. Ein Reisender sah einige Minuten später beim Blick durch das Fenster zufällig, wie der Vater versuchte, in Richtung der Tür zu klettern. Er teilte dies dem Zugbegleiter mit, welcher sofort den Triebfahrzeugführer informierte. Sofort wurde eine Schnellbremsung eingeleitet, der Zug kam im Bereich des Hamburger Oberhafens zum Stehen. Durch den Zugbegleiter wurde der Vater in das Innere des ICE geholt, der Zug setzte seine Fahrt fort. Im Bahnhof Harburg wartete bereits eine Streife der Bundespolizei auf den Familienvater, der von dem Mitarbeiter der Bahn mittlerweile von der weiteren Fahrt ausgeschlossen worden war. Die Bundespolizisten leiteten gegen den Vater ein Strafverfahren ein. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Hamburg. Verletzte Reisende aufgrund der Schnellbremsung wurden nicht bekannt. Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Bahnsurfen ist lebensgefährlich! Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kann es vorkommen, dass Bahnsurfer den Halt verlieren, gegen Hindernisse wie Oberleitungsmasten, Schilder oder Bäume prallen oder nach Kontakt mit der 15.000 Volt führenden Oberleitung einen Stromschlag erhalten.
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(ots) /- Die Bundespolizei konnte am Wochenende drei Haftbefehle am Flughafen Hamburg vollstrecken. Ein weiterer Fluggast hatte ein Butterflymesser im Gepäck und erhielt eine Strafanzeige. Ein 33-jähriger jordanischer Staatsangehöriger stellte sich gestern Abend der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle. Bundespolizisten stellten schnell fest, der Mann war zur Festnahme von der Staatsanwaltschaft München I ausgeschrieben, da er eine restliche Geldstrafe in Höhe von 7.600,00 Euro bisher nicht gezahlt hatte. Das Amtsgericht München hatte gegen den 33-Jährigen Anfang 2019 wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz einen Strafbefehl in Höhe von 9.000,00 Euro erlassen. Einen Teil davon hatte der Mann bereits beglichen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte er dann abschließend den restlichen Betrag aufbringen und entging somit seiner Haftstrafe. Den Flug nach Dubai erreichte er nicht mehr rechtzeitig. Er war am Samstagnachmittag auf dem Weg zu seinem Flug nach Skopje. Zuvor stellte er sich der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle bei der Bundespolizei am Flughafen Hamburg. Der 25-jährige kosovarische Staatsangehörige legte zur Kontrolle seinen Reisepass vor. Die Beamten glichen seine Daten mit dem polizeilichen Fahndungssystem ab und landeten einen Treffer. Der Mann wurde von der Staatsanwaltschaft Heidelberg gesucht. Da er eine offene Geldstrafe bisher nicht gezahlt hatte, war er zur Festnahme ausgeschrieben. Das Amtsgericht Heidelberg hatte den 25-Jährigen im Frühjahr 2015 wegen unerlaubter Einreise zu einer Geldstrafe in Höhe von 670,00 Euro verurteilt. Noch vor Ort beglich er am Samstag die offene Summe und konnte weiterreisen. Ebenfalls am Samstagnachmittag stellte sich ein 47-jähriger deutscher Staatsangehöriger der Grenzkontrolle durch die Bundespolizei. Der Mann war auf dem Weg nach Pristina. Dass auch nach ihm wurde gefahndet wurde, stellten die Bundespolizisten bei der Abfrage seine Daten fest. Das Amtsgericht Nürnberg hatte den 47-jährigen wegen Insolvenzverschleppung zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.500,00 Euro verurteilt. Den Betrag hatte er nicht bezahlt. Am Samstag holte er dies noch vor Ort nach. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen machte er sich auf den Weg zu seinem Flug. Bei der Reisegepäckkontrolle entdeckten Luftsicherheitsassistenten bereits am Samstagvormittag ein Butterflymesser im Koffer eines Fluggastes. Dabei handelt es sich um einen verbotenen Gegenstand nach dem Waffengesetz. Das Messer wurde durch die Bundespolizei beschlagnahmt. Die 18-jährige deutsche Staatsangehörige wusste nach eigenen Angaben nicht, dass das Messer verboten ist. Die junge Frau erhielt eine Strafanzeige und konnte im Anschluss ihre Reise fortsetzen.
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