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Feuerwehr Hamburg im Gefahrgut Dauereinsatz

(ots) /- 31.05.2018, 17.30 Uhr, THMX, Hopfenmarkt

Der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde über Notruf 112 eine Rauch- und Wärmeentwicklung im Keller eines Bürogebäudes gemeldet. Die Einsatzkräfte vor Ort stellten fest, dass sich die GEL-Batterien einer USV-Anlage (Unterbrechungsfreie Spannungsversorgung) erhitzt hatten. Infolge dessen kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Das Gebäude wurde bereits durch den Sicherheitsdienst evakuiert. Messungen im Flur des Gebäudes ergaben eine erhöhte CO-Konzentration und weitere giftige Gase. Im Batterieraum wurden bis zu 2000 ppm CO-Konzentration sowie eine kritische Explosionsgrenze UEG gemessen. Es wurden umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durchgeführt. In dem Batterieraum befanden sich 245 Batterien 12 V, aufgeteilt in zwei Stränge. Ein Strang enthielt 3 x 35 GEL-Batterien á 12V, der zweite Strang 4 x 35 GEL-Batterien. Eine GEL-Batterie hatte ein Gewicht von ca. 40kg. Im ersten Strang wurden Temperaturen von 40 - 50°C gemessen, im zweiten Strang Temperaturen von 97 - 98°C. 70 Batterien waren stark überhitzt (bis 98°C) und aufgebläht. Von diesen wurden unter umlufunabhängigem Atemschutz 7 geborgen, in eine Mulde befördert und dort gekühlt. Die Bergung weiterer Batterien war nicht möglich, da diese sich durch die Erhitzung verkeilt hatten. Zudem wurde von der Installationsfirma eine Bergung weiterer Batterien für nicht notwendig erachtet. Die Belüftung des Raumes, um die Temperaturen, die CO-Konzentration und den Wert der Explosionsgrenze zu senken, gestaltete sich schwierig, da es sich um einen gefangenen Raum im Keller am Ende eines Flures handelte, etwa 50 m vom Eingang entfernt. Nach 5 Stunden Be- und Entlüftung konnte die CO-Konzentration auf 116ppm und die UEG auf 2% reduziert werden. Die Temperatur im zweiten Strang war nach dieser Zeit unverändert hoch. Durch weitere umfangreiche Belüftungsmaßnahmen konnte die Temperatur gesenkt werden. Ein Mitarbeiter des Security-Dienstes wurde rettungsdienstlich erstversorgt, lehnte aber eine Beförderung ins Krankenhaus ab. Die Belüftungsarbeiten dauern zur Stunde noch an. Eingesetzt waren 45 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr u.a. 2 Löschzüge, der Umweltzug, 3 Gerätewagen Rüst, Befehlswagen, A-Dienst, B-Dienst, Pressesprecher, 1 Rettungswagen und die Versorgung der Freiwilligen Feuerwehr.

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Veröffentlicht
01. Juni 2018, 07:00
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