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180507-4. Ergebnisse zielgerichteter Maßnahmen der Kontrollgruppe "Autoposer"

(ots) /- Zeit: 06.05.2018, 15:00 Uhr - 22:00 Uhr Ort: Hamburger Stadtgebiet

Beamte der Kontrollgruppe "Autoposer" führten erneut zielgerichtete Maßnahmen durch und stellten insgesamt drei Fahrzeuge, die zum Teil technische Veränderungen aufwiesen, sicher.

Im Besonderen ereigneten sich nachstehende Sachverhalte:

1.)

16:25 Uhr, Neuer Wall 48

Ein 43-jähriger Mazedonier erlangte mit seinem Porsche Cayenne (239 PS) die Aufmerksamkeit einer zivilen Funkstreife der Kontrollgruppe Autoposer, indem er sich mit einem sehr lauten Fahrverhalten durch die Hamburger Innenstadt bewegte.

Vor Ort wurde festgestellt, dass die Rücklichter verbotswidrig lasiert und abgedunkelt wurden. Des Weiteren befanden sich an den hinteren Seitenscheiben unzulässige Folien. Darüber hinaus entstand der Verdacht, dass die Abgasanlage manipuliert worden ist. Bei genauerer Nachschau wurde eine komplett veränderte Abgasanlage mit sog. Soundgeneratoren festgestellt. Im Rahmen einer Vergleichswertmessung des Standgeräusches wurde statt der erlaubten 77dB ein Wert von 121dB ermittelt. Der Pkw wurde sichergestellt, zum Verwahrplatz der Polizei gebracht und wird durch einen unabhängigen Prüfer begutachtet.

2.)

17:20 Uhr, Ballindamm 38

Mit seinem grollenden lauten Chrysler Dodge Viper SRT 10 (612 PS) geriet ein 49-jähriger Deutscher in das Blickfeld eines Kontrollteams. Es entstand der Verdacht, dass das PS-starke Coupé zum Zwecke eines lauteren Abgasgeräusches verändert wurde, indem schalldämpfende Elemente entfernt und längere Fächerkrümmer verbaut wurden. Dies führte zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und der Sicherstellung des Fahrzeuges. Bei einer Messung des Standgeräusches wurde ein Wert von 120 dB ermittelt, obwohl nur 92 dB erlaubt waren. Ein Sachverständiger wird diese Manipulationen gerichtsverwertbar für das Ordnungswidrigkeitenverfahren dokumentieren.

3.)

17:34 Uhr, Ballindamm/Alstertor

Während der zuvor erwähnten Kontrollsituation, fuhr ein Ferrari 458 Spider (567 PS) mit lautem Motorengeräusch in Richtung des Kontrollteams heran. Beim Erblicken der Polizei stellte der Fahrzeugführer seine Abgasanlage leise, was den Verdacht einer Manipulation auslöste. Der 28-jährige deutsche Fahrer beteuerte den Originalzustand des roten Sportwagens, konnte jedoch die manuell steuerbare Klappenabgasanlage nicht verbergen. Dadurch erlosch die Betriebserlaubnis, da sich das Geräuschverhalten verschlechterte. Infolge mangelnder Freiwilligkeit konnte vor Ort keine Messung des Standgeräusches durchgeführt werden. Diese wird von einem Gutachter für die Beweisführung nachgeholt. Der Ferrari wurde abgeschleppt und zum Verwahrplatz für sichergestellte Fahrzeuge gebracht.

Die Kontrollgruppe "Autoposer" wird auch in Zukunft Schwerpunkteinsätze durchführen, um Geschwindigkeitsüberschreitungen, das Verursachen von unnötigem Lärm und unzulässige technische Veränderungen zu ahnden.

Schö.

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Veröffentlicht
07. Mai 2018, 11:48
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