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Getunter Roller und gedopter Fahrer

(ots) - Ein Streifenwagen hielt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf dem Innenstadtring an einer roten Ampel und die Polizisten darin waren recht erstaunt, als plötzlich ein Roller mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit die Kreuzung querte.

Prompt wurde der Rollerfahrer angehalten und überprüft. Der 20-Jährige legte für sein Zweirad die Betriebserlaubnis eines Mofas vor und räumte auf Nachfrage eine Höchstgeschwindigkeit von 33 km/h ein. Obendrein machte er Eindruck, Betäubungsmittel zu sich genommen zu haben, die seine Fahrtauglichkeit einschränkten.

Ein Drogenvortest verlief positiv und im nächsten Schritt kam sein Roller auf einen Rollenprüfstand. Der zeigte eine Geschwindigkeit von 80 km/h an, ein Tempobereich, der eine Fahrerlaubnis zwingend voraussetzt. Diese konnte der 20-Jährige nicht vorweisen und er erklärte, letztmalig vor einem Jahr Marihuana geraucht zu haben. Daher sollte ein Urintest in der Polizeiwache ein genaueres Bild möglicher Drogenverstöße aufzeigen. Nachdem dieser Test dann ebenfalls positiv ausfiel, verkürzte der junge Mann den Zeitraum zwischen der Kontrolle und dem letztem BTM-Genuss auf eine Woche. Ein gerichtsverwertbarer Nachweis erfordert eine Blutprobe und diese entnahm ihm dann ein hinzu gezogener Arzt.

Zwischenzeitlich zeigte der Proband weder Verständnis noch Unrechtbewusstsein für die Maßnahmen und kündigte an, anschließend weiterzufahren. Um dies zu verhindern blieben Roller und Schlüssel bei der Polizei, weitere Maßnahmen dauern an.

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Veröffentlicht
06. Januar 2012, 12:02
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