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(ots) - Beinahe täglich finden ein oder mehrere Verkehrsunfallfluchten auf den Straßen im Kreis Mettmann statt. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ("Flucht") liegt damit auf hohem Niveau und ist in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigend. Nach jedem vierten Verkehrsunfall entfernt sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt vom Unfallort. Aus diesem Grund veröffentlichen wir seit dem 02. Februar 2015 ausgewählte aktuelle Fälle von unerlaubtem Entfernen vom Unfallort in werktäglicher Sammelmeldung, mit der Bitte um Veröffentlichung der Taten im Rahmen redaktioneller Möglichkeiten (analog zu unseren Berichterstattungen i.S. Einbrüche). Komplettieren wollen wir diese Meldungen auch mit Erfolgen in der Aufklärung aktueller Fälle. In den vergangenen Tagen wurden nachfolgende Verkehrsunfallfluchten (geordnet nach Städten) entdeckt und angezeigt, welche zurzeit die Ermittler der zuständigen Verkehrskommissariate beschäftigen. Diese hoffen bei ihren Ermittlungen, in den eingeleiteten Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Verkehrsunfallflucht, dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung zur Klärung der Verkehrsstraftaten: --- Haan --- Am Dienstagmorgen des 04.08.2015, gegen 07.45 Uhr, stürzte ein 30-jähriger Mann aus Wuppertal zu Boden, der als Fahrgast in einem Linienbus stand, der gerade die Zwengenberger Straße in Haan in Richtung Betina-von-Arnim-Straße befuhr. Beim Sturz zog sich der Mann so schwere Verletzungen zu, dass er mit einem angeforderten Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste, welches der Patient jedoch nach ambulanter ärztlicher Behandlung am gleichen Tag wieder verlassen konnte. Grund für den Sturz des einzigen Fahrgastes im Bus war eine Notbremsung des 41-jährigen Busfahrers, dem in Höhe des Hauses Nr. 50 nach eigenen Angaben ein unbekannter Kleinwagen entgegenkam, der in der 30-km/h-Zone nicht nur deutlich zu schnell war, sondern dem Linienbus in einem Engpass auf dessen Fahrspur begegnete und dabei auch noch den Vorrang nahm. Der Fahrer dieses PKW, bei dem es sich um ein Fahrzeug in der Farbe Blaumetallic gehandelt haben soll, entfernte sich von der Unfallstelle ohne weitere Notiz von den Ereignissen zu nehmen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Haan, Telefon 02129 / 9328-6380, jederzeit entgegen. --- Hilden --- Bereits am Samstag, dem 01.08.2015, gegen 12.45 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall mit leichtem Personenschaden, der aktuell die Ermittler vom zuständigen Verkehrskommissariat beschäftigt, die dabei nicht nur allgemein nach Zeugen suchen, sondern speziell besonders gerne Kontakt zu einem ganz bestimmten Zeugen herstellen möchten. Zur Unfallzeit kam es auf dem Gehweg der Berliner, gegenüber der Einmündung Am Rathaus, zu einer Kollision zwischen einem 52-jährigen Fahrradfahrer aus Düsseldorf, der dort mit seinem Mountainbike an zwei Fußgängern vorbeifahren wollte, um weiter in Richtung Düsseldorfer Straße zu fahren. Auf Klingelsignal machten die Fußgänger, denen sich der Radler von hinten näherte, offenbar auch bereitwillig Platz. Als der Düsseldorfer jedoch gerade an dem Ehepaar aus Hilden vorbeifahren wollte, wurde er nach eigenen Angaben von einem festen Ellenbogenstoß des 51-jährigen Fußgängers zu Fall gebracht und dabei leicht verletzt. Diese Version des Mountainbikers wird von dem Beschuldigten vehement bestritten. Nach Angaben des Geschädigten soll es jedoch einen Zeugen geben, der die Unfallstelle zur gleichen Zeit ebenfalls mit einem Fahrrad befuhr und den Fußgänger unaufgefordert fragte: "Warum hast du ihn vom Rad gestoßen ?". Dieser Zeuge setzte dann aber seine Fahrt leider fort, ohne Angaben zu seiner Person zu hinterlassen. Am Montag, dem 03.08.2015, gegen 09.40 Uhr, beobachtete eine aufmerksame Zeugin eine Verkehrsunfallflucht an der Ellerstraße in Hilden. Der Fahrer eines LKWs mit Anhänger befuhr die Ellerstraße in Fahrtrichtung Düsseldorf. In Höhe der Haus Nummer 15 fuhr das Gespann an einem am rechten Fahrbahnrand abgestellten PKW vorbei und beschädigte mit seinem Anhänger den Außenspiegel des geparkten Fahrzeugs. Der 62-jährige LKW-Fahrer fuhr jedoch weiter in Richtung Westring, ohne an der Unfallstelle anzuhalten und eine Schadenregulierung einzuleiten. Die vorbildliche Zeugin machte sich allerdings bemerkbar und konnte den Unfallverursacher auf das aktuelle Unfallgeschehen aufmerksam machen. Gemeinsam kehrte man zur Unfallörtlichkeit zurück. Dort musste man jedoch feststellen, dass das beschädigte geparkte Fahrzeug inzwischen nicht mehr vor Ort war. Die Ermittler vom zuständigen Verkehrskommissariats sind nun auf der Suche nach dem beschädigten Fahrzeug und bitten dessen Halter oder weitere Zeugen, die Angaben zu Hersteller, Farbe oder Kennzeichen des gesuchten Fahrzeugs machen können, sich bei der Polizei zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Hilden, Telefon 02103 / 898-6410, jederzeit entgegen. --- Hinweise und Tipps der Polizei --- Aus gegebenem Anlass gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Ratschläge zum Thema Verkehrsunfallflucht: - Melden Sie Verkehrsunfallfluchten unverzüglich bei der nächsten Polizeidienststelle (auch über Notruf 110). - Belassen Sie das Fahrzeug wenn möglich unverändert am Unfallort. - Vermeiden Sie die Beseitigung oder Veränderung von Unfallspuren. Selbst kleinste Lacksplitter, Glasreste, etc. können für die polizeilichen Ermittlungen von Bedeutung sein. Fertigen Sie wenn möglich eigene Fotos von der Unfallsituation und vorgefundenen Spuren, wenn Veränderungen eintreten könnten oder unvermeidlich sind. - Merken Sie sich Angaben zu Hinweisgebern und Zeugen, schreiben Sie sich deren Personalien und Erreichbarkeiten auf. - Geben Sie konkrete Hinweise auf ein flüchtiges Fahrzeug oder zum flüchtigen Unfallverursacher gleich mit erster Meldung an die Polizei weiter - nur so sind schnelle Fahndungsmaßnahmen der Polizei Erfolg versprechend. - Werden Sie Zeuge einer Verkehrsunfallflucht, kontaktieren Sie bitte sofort die Polizei (auch über 110) und geben dabei möglichst viele präzise Angaben zum flüchtigen Fahrzeug (Kennzeichen, Hersteller, Fahrzeugtyp, Fahrzeugfarbe, besondere Merkmale), zur Fluchtrichtung und zum Fahrzeugführer weiter, verbunden mit ihren eigenen Personalien und Erreichbarkeiten.
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