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Besuch der „Grünen Scheune" in Drabenderhöhe

Mitte Juli 2015 versammelten sich bei hochsommerlichem Wetter 25 Mitglieder und Gäste der Oberbergischen Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins in Wiehl- Drabenderhöhe, um das sehr bemerkenswerte Heimatmuseum „Grüne Scheune" kennen zu lernen. Hier hat Familie Venz auf drei Stockwerken einen Ort der Begegnung für Heimatfreunde, Kunsthandwerker, Sänger, Künstler und Pflanzenliebhaber eingerichtet. Hervorgegangen aus einem benachbarten elterlichen Hof hat sich ein Schmuckkästchen voll nostalgischer Erinnerungen entwickelt. Bei dem Besuch erinnerte die Hauswirtin zunächst an den Bauernhof mit Kornbrennerei und Patsche ihres Großvaters, dessen Scheune heute so liebevoll ausgebaut ist. Der Großvater belieferte mit seinen Bränden die Gasthöfe der ganzen Umgebung. Diese gab es früher recht zahlreich, da Drabenderhöhe damals ein viel frequentierter Ort mit der Straßenkreuzung zwischen Köln und Siegen war. Viele dieser Gasthöfe sind inzwischen eingegangen. Manches Erinnerungsstück aus diesen hat in der Grünen Scheune eine neue Heimat gefunden. Bei einer Führung durchs Haus konnten die Relikte dieser Aktivitäten in Landwirtschaft, Handel und Produktion besichtigt werden. Auch der kühle Keller der Destillerie mit den versiegelten Metallbehältern für den Kornbrand waren zu sehen, ebenso der Brunnen. Interessant war u. a. auch ein Kontobuch aus dem Jahr 1913, das den Vertrieb der Produktion auf Mark und Pfennig festhielt. 150 Jahre lang war im Haus auch eine Bierbrauerei. In den 1960er Jahren waren die Brennrechte dann verkauft worden. Der gemütliche Ausklang bei selbstgebackenen Kuchen, von Zwiebelmuster-Geschirr auf Wirtshausbänken genossen, versetzte die Besucher in eine nostalgische Stimmung, da viele Dinge in Erinnerung gerufen waren, die man zuletzt aus der Kindheit kannte.

Text: A.R. et al

Fotos: Dr. Anna Rothkopf-Eiter

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Veröffentlicht
13. August 2015, 00:00
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