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Demonstranten sorgten für mehrstündigen Polizei- und Feuerwehreinsatz

(ots) - Rheda-Wiedenbrück. (KS) Am Samstagmittag (14.12.) gegen kurz nach 12.00 Uhr hatte sich eine Gruppe von rund 30 Personen zu einer nicht angemeldeten Demonstration auf dem Werksgelände der Firma Tönnies in Rheda an der Straße "In der Mark" versammelt.

Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens und hatten Transparente und Flugblätter mitgebracht, auf denen unter anderem stand: "Tiere sind keine Ware".

Vier Personen gelang es, sich mit Schlössern und Ketten an drei Sattelzüge unterschiedlicher Speditionen zu ketten, die nach dem Entladen dass Gelände der Firma Tönnies über die Ausfahrt verlassen wollten. Die Lkw-Fahrer wurden genötigt, ihre Fahrzeuge auf dem Gelände zurückzulassen. Sie mussten auf anderen Wegen ihre Heimkehr nach Hause antreten.

Die vier angeketteten Personen wurden durch andere Teilnehmer der Aktion geschützt, die sich in einer Art Sitzblockade um sie herumgruppierten. Zwei Frauen ketteten sich ebenfalls rücklings aneinander und setzten sich auf die Fahrbahn der Zufahrt zum Firmengelände.

Trotz der nicht angemeldeten Versammlung waren die Beamten der Kreispolizeibehörde Gütersloh den Versammlungsteilnehmern gegenüber sehr tolerant. Sie gaben ihnen über einen mehrstündigen Zeitraum die Möglichkeit, ihr Anliegen vorzubringen und ihre Grundrechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahr zu nehmen.

Nach Auflösung der Versammlung gegen 19.30 Uhr mussten fünf Demonstranten aus der Sitzblockade weggetragen werden, die vier angeketteten Personen wurden durch sachkundige Feuerwehrkräfte befreit. Es gab keine Verletzungen, lediglich an einem Lkw entstand ein leichter Sachschaden.

Über 50 Polizeibeamte aus dem Kreis Gütersloh und anderen Städten Nordrhein-Westfalens sowie zahlreiche Feuerwehr- und Rettungskräfte waren erforderlich, um diesen Einsatz so abzuarbeiten, wie er letztlich dann verlaufen ist.

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Veröffentlicht
14. Dezember 2013, 20:30
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