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Zweite Plätze für Eckhardt, Tilgen und Ivo Gute Beine beim Sauerland Bike Marathon hatte Jessika Eckhardt vom RV Blitz Spich. Rund drei Stunden benötigte sie für die 59 Km. Direkt vom Start auf Platz zwei eingeordnet, hielt sie diesen Platz bis zum Ende des Rennens und musste sich auf der anspruchsvollen Strecke nur Hannah Kölling vom RC Endspurt Herford geschlagen geben. Derweil musste das Spicher Team Kern-Haus beim BSR Radsporttag in Stolberg-Breinig im Regen Federn lassen. Das von vielen Stürzen geprägte Rennen erwies sich für die Fahrer Dominik Ivo, Frank Lütters, Felix Galle und Claudio Heinen als zu schwierig. Im Laufe des Rennens setzen sich insgesamt sechs Akteure vom Hauptfeld ab, ohne dass ein Fahrer des Team Kern-Haus dabei war. Das Rennen gewann schließlich Benjamin Sydlik vom TWC Tempo Veldhofen vor dem zu früh jubelnden Nico Brenner vom Team Sportforum Büttgen. Dominik Ivo musste sich im Sprint des Hauptfeldes um Platz sieben lediglich dem Ex-Spicher Justus Erler geschlagen geben und wurde als bester Fahrer des Team Kern-Haus Achter. Claudio Heinen wurde 16, Nils Büttner 17. Entschädigung gab es einen Tag später in Nettetal. Ein großes Starterfeld nahm das knapp 84 Km lange Rundstreckenrennen in Angriff. Die Amateure hatten gegenüber den Elite Fahrern eine Minute Vorsprung. Somit galt es zunächst, diesen Vorsprung zu egalisieren, was erst einzelnen Grüppchen und schließlich dem gesamten Elitefeld gelang. Das Feld blieb lange geschlossen bis sich wenige Runden vor Schluss der Beckumer Alexander Nordhoff vom Spicher Team Kern-Haus mit einem unwiderstehlichen Antritt von der Konkurrenz löste und einen ungefährdeten Solosieg einfuhr. Den Sprint des Hauptfeldes um Platz zwei gewann nach perfekter Vorbereitung seiner Teamkollegen Dominik Ivo vor Benjamin Sydlik vom TWC Tempo Veldhofen. Nils Büttner sprintete auf Rang vier, Karsten Klein wurde Elfter. Im Rennen der Jugend U17 zeigte erneut Tarin Tilgen seine Sprintqualitäten. Das Hauptfeld blieb bis zum Finale geschlossen sodass es nach 35 Km zum Massensprint kam. Hier musste sich Tilgen knapp geschlagen geben und wurde Zweiter. 20 Jahre nach seiner ersten Teilnahme nimmt RV Blitz Spich Urgestein Rainer Paffrath wieder am Ultramarathon Paris - Brest - Paris teil. Die 1.215 Km gespickt mit ca. 10.000 Höhenmetern möchte er in etwa 63 Stunden schaffen und damit seine Bestzeit von 2015 (63:14 Std.) unterbieten. "Ob das zu schaffen ist? Erstmal muss ich überhaupt ankommen und dann schauen wir mal", ist Paffrath am Abend vor dem Rennen vorsichtig optimistisch. "Man wird schließlich nicht jünger", ergänzt er augenzwinkernd.
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Revanche für das Pokal-Aus? Nein, die stand heute nicht an. Immerhin ging es heute „nur“ gegen den kleinen Bruder des Zweitligisten. Eine reine U23, die im Schnitt sogar noch unter 20 Jahre alt ist und in der Cemal Sezer, bis vor wenigen Wochen noch beim VfB unter Vertrag, der Älteste im gesamten Aufgebot war. Der 3:2-Erfolg, der am Ende stand, tat natürlich dennoch gut und war, auch wenn am Ende gezittert werden musste, vor allem aufgrund der Überlegenheit in den ersten 60 Minuten verdient. Mit dem fünften Sieg im fünften Regionalliga-Spiel verteidigte der VfB die Tabellenspitze. Ausgangslage Der FC St. Pauli hatte mit seiner U23 bislang deutlich weniger Strecke in der Regionalliga Nord zurücklegen müssen als der VfB. Das Spiel an der Lohmühle war das vierte Pflichtspiel für die jungen Kiezkicker, eine englische Woche war nicht darunter. Der VfB hatte davon hingegen schon die zweite zu bestreiten und nach zwei Pokalspielen und vier Regionalligaspielen war der heutige Auftritt somit bereits das siebte Pflichtspiel binnen eines Monats. Die Aufstellungen Beim VfB hütete wie schon im Pokal und in Heide Lukas Raeder das Lübecker Tor. Nach einer Auszeit in Heide waren Tim Weißmann und Daniel Halke (für Sören Lippert und Dongsu Kim) und Yannick Deichmann (für Ryan Malone) wieder von Beginn an dabei. Auf Hamburger Seite gab es ein Wiedersehen mit Sezer, der in der Vorwoche sein erstes Tor für die Kiezkicker erzielte. Auf der Bank saß zudem ein gewisser Golke. Niklas Golke, Sohn von Andre, der, neben seiner Zeit beim FC St. Pauli bekanntermaßen Mitte der 90er Jahre auch einige Jahre beim VfB prägte. Die Highlights Der VfB ging mit voller Energie in diese Partie und wurde bereits früh belohnt. Ahmet Arslan, vor einer Woche noch einer der Pechvögel im Pokal, zeigte nicht nur aufgrund seines Doppelpacks am Mittwoch in Heide, dass er längst wieder den Fokus auf die Regionalliga gelegt hat. In der dritten Minute zirkelte er den Ball aus 17 Metern ins Tor – 1:0 (3.). Weitere Angriffswellen rollten auf das Hamburger Tor zu, doch Deichmann schoss nach Hobschs Kopfballableger zunächst drüber (11.), und verpasste dann einen Kopfball, nachdem Arslan sich fein über die linke Seite durchgesetzt hatte, seine Flanke aber in höchster Not von einem St. Paulianer Scheitel über Deichmann hinweg geklärt wurde (19.). Schließlich war das Glück auch nicht auf Riedels Seite, dessen gefährlich anmutender Schuss – diesmal per Kopf von Schelle vorgelegt – zur Ecke abgefälscht wurde (22.). Ein weiterer abgefälschter Schuss sollte dann aber das 2:0 bringen. Nach einer Ecke zog Patrick Hobsch ab, der Ball flipperte unter Mithilfe eines St. Paulianers ins Tor (23.). Glück hatten die Kiezkicker, als Schiedsrichter Tim Skorczyk noch in der ersten Halbzeit Milde walten ließ, nachdem Hugo Miguel Santos Teixeira eine Minute nach einer gerechtfertigten Gelben Karte noch einmal rustikal zu Werke ging. Der Unparteiische beließ es bei einer allerletzten Ermahnung. Santos Teixeira rettete sich in die Halbzeitpause und wurde dann ausgewechselt. Sportlich brachte Deichmann den Gästetorhüter mit einer weiten Flanke ein wenig in Bedrängnis und Patrick Hobsch hätte kurz vor der Pause frei vor Schmidt stehend das Dritte nachlegen müssen – er scheiterte aber (44.). St. Pauli fand auch nach der Pause offensiv zunächst nicht statt und hatte ein weiteres Mal Glück, dass Marcel Schelle die Feinjustierung fehlte. In der 48. Minute wurde er erstklassig freigespielt, scheiterte mit seinem Abschluss allerdings an Schmidt. Wie aus dem Nichts gelang den Kiezkickern dann der Anschluss. Der eingewechselte Golke staubte mit der ersten Offensivaktion freistehend zum 1:2 ab (48.). Der VfB schüttelte sich kurz und setzte durch Matovina den nächsten Warnschuss ab (61.), doch erst Ahmet Arslan konnte nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder herstellen – 3:1 (61.). Der VfB war auf der Siegerstraße, hätte durch Deichmann (65./aus 18 Metern drüber), Hobsch (69./an den Pfosten) oder auch Schelle (78.) durchaus auf ein halbes Dutzend erhöhen können, ließ jedoch St. Pauli unnötig zurück ins Spiel kommen. Meissner traf zum 2:3 durch Raeders Hosenträger, der sieben Minuten zuvor bereits im eins gegen eins gegen Sülejmani Sieger blieb (64.), diesmal aber chancenlos war (71.). Raeder war es auch, der den verdienten Sieg endgültig festhielt, als er in der Nachspielzeit Meissners Rakete mit einem Klasse-Reflex aus dem Winkel fischte (90.+2). Fazit Der VfB hätte schon frühzeitiger den Sack zu machen müssen und wäre dann am Ende kaum mehr in Bedrängnis geraten. So aber spürte man am Ende, dass die berühmten Körner nach 120 Pokalminuten und anschließendem Elfmeterschießen sowie einem Spiel in Heide unter der Woche fehlten. Die Fans bewiesen dafür allerdings ein sehr feines Gespür und trugen die Grün-Weißen noch einmal über die letzten Minuten ins Ziel. Lukas Raeder sorgte mit einer erstklassigen Parade kurz vor Schluss für den fünften Sieg im fünften Regionalligaspiel, der vor allem aufgrund der ersten Stunde Spielzeit verdient war und sogar höher hätte ausfallen können. So gehts weiter… Zeit zur Regeneration bleibt nicht, am Mittwoch geht es im Landespokal schon wieder weiter. Im Viertelfinale sind wir beim PSV Neumünster zu Gast, Anstoß ist um 18 Uhr. Foto: Agentur 54 Grad Das Spiel im Stenogramm VfB Lübeck: Raeder – Weißmann, Arslan (61. Fernandes), Mende, Deichmann (70. Malone), Grupe, Halke, Schelle (79. Parduhn), Matovina, Hobsch, Riedel. FC St. Pauli II: Schmidt – Wieckhoff, Santos Teixeira (46. Suleymani), Münzner, Meißner, Lee, Stark, Sezer (46. Golke), Viet (71. Schütt), Frahm, Kuyucu. Schiedsrichter: Tim Skorczyk Zuschauer: 2.530 Tore: 1:0 Arslan (3.), 2:0 Hobsch (23.), 2:1 Golke (49.), 3:1 Arslan (61.),3:2 Meißner (71.) Gelbe Karten: Schelle, Weißmann – Santos Teixeira, Lee (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
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