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(ots) /- GÖTTINGEN (ja) - Mit der Einschulung beginnt ein neuer Lebensabschnitt - nicht nur für die Erstklässler! Für die Eltern verändern sich gewohnte familiäre Alltagsabläufe und Autofahrer haben mit der Spontanität und Unerfahrenheit von "ABC-Schützen" zu rechnen! Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Göttingen wurden die Vorschulkinder in den Kindergärten bzw. Kindertagesstätten - bei entsprechendem Bedarf - u.a. durch speziell geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter der örtlichen Verkehrswachten sowie Polizeibeamte (Kontaktbereichsbeamte) im Kontext "Sicherer Schulweg" sensibilisiert. Hervorzuheben ist, dass Eltern in der Mitverantwortung für einen sicheren Schulweg stehen! Bereits vor der Einschulung sollten verantwortungsbewusste Eltern mit ihren Kindern - zu den Zeiten, wo ihr Kind tatsächlich zur Schule geht - das richtige Verhalten auf dem Schulweg üben! Kinder nehmen Verkehrsabläufe, insbesondere gefahrene Geschwindigkeiten und den Abstand zu Fahrzeugen, anders als Jugendliche oder Erwachsene wahr. Hieraus können sich unkalkulierbare Gefahrensituationen für die Schulanfänger ergeben. Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, rät: Tipps für Eltern - "Selbstvertrauen schaffen - keine Ängste schüren!" Üben Sie mit Ihren Kindern das Queren der Fahrbahn an übersichtlichen Stellen! Nutzen Sie zum Queren möglichst eine Fußgängerampel oder einen "Zebrastreifen! - "Drei-Schulter-Blick" Die Notwendigkeit vom sogenannten "Drei-Schulter-Blick" ist zum sicheren Queren der Straße unerlässlich. Verdeutlichen Sie dies Ihren Kindern! - Begleitung gefällig? Begleiten Sie ihr Kind sporadisch auf dem Schulweg und kontrollieren Sie, ob sich ihr Kind noch so verhält, wie sie es mit ihm geübt haben! - "Rollentausch" Ihr Kind bringt Sie zur Schule und erklärt Ihnen den eingeübten Schulweg. Hierdurch erkennen Sie, was Ihr Kind schon verinnerlicht hat und wo noch Probleme auftreten. Klären Sie offene Fragen! - Gemeinsamer Schulweg! Organisieren Sie mit anderen Eltern und Kindern Abholketten und begleiten Sie Ihr Kind zu Beginn der Schulzeit bis zum ersten Treffpunkt und holen Sie es von dort wieder ab. - Elterntaxi - Nein Danke! Geben Sie ihrem Kind die Chance selbstständig zu werden, indem es zu Fuß zur Schule geht oder mit dem Bus fährt. Fahren Sie Ihr Kind nur in Ausnahmefällen. Parken Sie weit abgesetzt von der Schule und verursachen Sie keine unnötigen Gefahrenstellen! - Elterntaxi - nur mit geeignetem Kindersitz! Beachten Sie zwingend die einschlägigen Bestimmungen zur Nutzung von Rückhalte- systemen und Kindersitzen. Sichern Sie ihr Kind! Haben Sie Fragen, informieren Sie sich bitte in Ihrer Polizeidienststelle! - Sichtbarkeit bringt Sicherheit! Helle Kleidung und Reflektoren können in der Dunkelheit das Leben ihrer Kinder retten! Ihre "leuchtenden" Kinder sind so auf einer Entfernung von bis zu 140 Meter für Autofahrer erkennbar. Sensibilisieren Sie Ihr Kind hinsichtlich möglicher Gefahren, die sich auf dem dunklen Schulweg ergeben können. - Seien Sie Ihrem Kind stets ein "leuchtendes" Vorbild! Autofahrer Pünktlich zum Schuljahresbeginn werden Verkehrsteilnehmer zusätzlich durch auffällige Banner, wie z.B. "Achtung Schulkinder!", sensibilisiert. Diese Banner werden durch die örtlichen Verkehrswachten zur Verfügung gestellt. Tipps für Autofahrer - Fahren Sie stets vorausschauend und defensiv! Beachten Sie, dass Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten im Straßenverkehr anders wahrnehmen! - Rechnen Sie stets mit der Spontanität von Kindern! Nach den ersten Schulwochen setzt auch bei den Erstklässlern eine gewisse Routine ein. Toben und spielende Schulkinder reagieren spontan und unkonzentriert! - Seien Sie Vorbild! Denken Sie dran, auch Sie waren mal "ABC-Schütze"!
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(ots) /- GÖTTINGEN (mo/jk) - Unter dem Motto "Trickbetrug am Telefon: Hier spricht die Polizei!" bietet Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention des Präventionsteams der Polizeiinspektion (PI) Göttingen (Foto), am DIENSTAG, dem 30.07.2019, 18.00 Uhr, den zweiten öffentlichen Vortrag zum Thema "falsche Polizeibeamte" an. Der Besuch ist kostenlos. Aus aktuellem Anlass wird darüber hinaus zusätzlich auf das Thema "falsche Wasserwerker" eingegangen, um auch in diesem Bereich Menschen zu sensibilisieren. Zielgruppe der Veranstaltung sind ausdrücklich nicht nur ältere Menschen, sondern auch deren Angehörige. Denn gerade ein Gespräch zwischen Senioren und Ihren Kindern kann zielführend sein und fördert das Vertrauen untereinander für diese sensiblen und hochbrisanten Themen. Im vergangenen Jahr informierte das Präventionsteam der PI Göttingen ca. 1.000 Senioren, Bankangestellte und Pflegekräfte. Die Nachfrage nach diesem Thema ist auch in diesem Jahr sehr groß. So belaufen sich die Teilnehmerzahlen aus Seniorenkreisen schon jetzt auf über 600 Personen. Marko Otte: "Leider sind noch immer sehr viele Menschen der Meinung, dass sie niemals Opfer einer solchen Straftat werden könnten. So wird die drohende Gefahr unterschätzt. Sensibilisierung ist wichtig und ein probates Mittel, um Menschen wirksam zu schützen!" Bei den Tätern handelt es sich nach polizeilichen Erkenntnissen im Bereich der falschen Polizeibeamten um äußerst professionelle Banden, die aus dem Ausland agieren und immer wieder Geldsummen erbeuten, die sich zum Teil im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro bewegen. Hinzu kommt, dass das Dunkelfeld dieser Taten entsprechend hoch eingeschätzt wird, da sich Opfer häufig aus Scham nicht ihren Angehörigen offenbaren. Während sich 2013 die Schadenssumme in Niedersachsen auf ca. 35.000 Euro belief, betrug Sie nach Angaben des Landeskriminalamtes Niedersachsen im Jahr 2018 bereits ca. 4.700.000 Euro. Die Präventionsveranstaltung von Marko Otte findet in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Göttingen, Otto-Hahn-Straße 2, 37077 Göttingen, statt. Anmeldung erbeten! Interessierte Menschen können sich ab sofort unter der Telefonnummer (0551) 491-2306 beim Präventionsteam der Polizei anmelden.
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