Sag uns, was los ist:

(ots) /- Autobahn7 bei Göttingen Dienstag, 7. Mai 2019 GÖTTINGEN (kl/jk) - Während einer gemeinsamem Kontrollaktion haben Experten der Autobahnpolizei und des Landkreises Göttingen am Dienstagmorgen (07.05.19) bei der Überprüfung zweier LKW gravierende Verstöße festgestellt. Nach einem Verstoß gegen das Überholverbot vor der Ausfahrt Göttingen-Dransfeld wurde ein LKW mit Anhänger auf der BAB 7, in Fahrtrichtung Hannover, Ausfahrt Göttingen-Nord angehalten und auf dem Gelände der Polizei in der Robert-Bosch-Breite kontrolliert. Die 26-jährige Fahrzeugführerin aus Schleswig-Holstein war auf der Fahrt von Hessen nach Hamburg. Bei der Kontrolle der Daten des Fahrtenschreibers wurden mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt und diverse strafrechtlich relevante Sachverhalte registriert. So entnahm die Fahrzeugführerin die Fahrerkarte mehrfach aus dem Kontrollgerät, obwohl dieses gesetzlich nicht erlaubt ist. Im Anschluss wurden Rangier- und Beladetätigkeiten durchgeführt, die später auf der Fahrerkarte wahrheitswidrig als Pausen nachgetragen wurden. Hierdurch wurden die tatsächlichen Arbeitszeiten der Fahrzeugführerin verschleiert. Dies wurde an einer Vielzahl von Tagen so praktiziert. Gleichzeitig wurden Ordnungswidrigkeiten nach dem Fahrpersonalgesetz hinsichtlich der Lenk- und Ruhezeiten begangen. Für alle Fälle wurden jeweils Anzeigen gegen Fahrzeugführerin und den Beförderer erstattet. Der 58-jährige Fahrzeugführer eines Kühl-LKW, der für eine Firma aus Nordrhein-Westfalen Frischfleisch nach Niedersachsen beförderte, wurde durch die Polizei im Kreis Göttingen kontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer, der mindestens seit März durchgängig LKW gewerblich für die Firma fährt, nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis für Fahrzeuge dieser Klasse ist. Die erforderliche Fahrerlaubnis für diese Klassen war ausweislich der ausländischen Fahrerlaubnis seit März vergangenen Jahres abgelaufen. Weiterhin brachte die Überprüfung ans Licht, dass die gesetzlich vorgeschriebene Bestätigung über die Berufskraftfahrerqualifikation nicht vorlag. Der Fahrzeugführer hatte zwar entsprechende Module besucht, sich diese aber nicht behördlich anerkennen und im Führerschein bzw. Nachweiskarte eintragen lassen. Ein gewerbliches Führen von LKW war demzufolge ebenfalls unzulässig. Bei der Kontrolle seiner Ladung in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen, Fachdienst Lebensmittelkontrolle, wurde festgestellt, dass das Frischfleisch (Foto) nicht innerhalb der vorgeschriebenen Temperaturspanne befördert wurde. Nach Rücksprache mit dem Kunden im Kreis Göttingen wurde die Annahme der Ware durch diesen verweigert. Auf Anordnung des Landkreises Höxter wurde der Laderaum mit ca. 780 kg Fleisch vor Ort versiegelt und der LKW mit einem Ersatzfahrer zum Absendeort zurückgeführt. Gegen den Fahrzeugführer und den Halter wurden jeweils Anzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie wegen der Ordnungswidrigkeiten nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz, Fahrpersonalgesetz und Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch erstattet. In allen geschilderten Fällen sind Bußgelder im vierstelligen Bereich zu erwarten.
mehr 
(ots) /- Autobahn 7, Fahrtrichtung Kassel, kurz vor der Rastanlage Göttingen-West Dienstag, 02. April 2019, gegen 15.00 Uhr ROSDORF (sh/mb) - Am Dienstagnachmittag (02.04.19) meldete ein Verkehrsteilnehmer gegen 15.00 Uhr einen Lkw, welcher ihm durch eine ungewöhnliche Fahrweise aufgefallen war. Das Fahrzeug habe offenbar technische Probleme. Beamte der Autobahnpolizei Göttingen fahndeten nach dem Lkw und stellten ihn auf der Autobahn 7, kurz vor der Rastanlage Göttingen-West fest. Der in Deutschland zugelassene Lkw hatte einen sogenannten "Hundegang", das Heck fuhr stark nach links versetzt zur Fahrzeugfront. Bei der anschließenden Kontrolle auf der Rastanlage, stellten die Beamten einen ungleichmäßigen Abstand der Hinterräder zum jeweiligen Radkasten fest. Ein TÜV-Gutachten wurde daraufhin angeordnet. Hierbei stellte sich neben diversen anderen Mängeln heraus, dass die Hinterachse schief an dem Chassis des aus dem Landkreis Kassel stammenden Lkw saß. Selbst bei der Prüfung auf dem Gelände des TÜV hatte der Sachverständige Mühe das Gefährt zu manövrieren. Das Fahrzeug wurde vom TÜV als verkehrsunsicher eingestuft. Ein Blick auf die Ladefläche des Lkw brachte zudem Gefahrgut zum Vorschein, welches sich ohne die vorgeschriebene Ladungssicherung neben ebenfalls ungesichertem weiteren Ladegut auf dem Lkw befand. Die Ladung musste auf einen verkehrstüchtigen Lkw umgeladen und korrekt gesichert werden. Die Weiterfahrt des verkehrsunsicheren Lkw wurde bis zur erfolgten Reparatur in einer Fachwerkstatt untersagt. Auf Fahrzeugführer, Halter und den Verlader des Gefahrguts kommen Bußgelder über jeweils mehrere Hundert Euro zu. Immer wieder zieht die Göttinger Autobahnpolizei Lkw mit schweren technischen Mängeln, ungesichertem Gefahrgut, übermüdeten oder alkoholisierten Fahrern aus dem Verkehr, bevor es durch diese zu folgenschweren Unfällen kommt. Erst am frühen Morgen desselben Tages musste einem bulgarischen Sattelzug aufgrund von gravierenden Mängeln an der Bremsanlage die Weiterfahrt untersagt werden.
mehr