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(131/2013) Erst genau überlegen, dann öffnen - "Cybercrime-Ermittler" warnen vor unbedachter Computernutzung

(ots) - GÖTTINGEN (jk) - Bei den "Cybercrime"-Ermittlern des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Göttingen wurden seit Jahresbeginn vermehrt Computerdelikte angezeigt, die nach Ansicht der Beamten durch umsichtiges Handeln der jeweiligen Nutzer hätten verhindert werden können. Vor diesem Hintergrund raten die Experten Computernutzer zu besonderer Vorsicht. Was im Netz alles möglich ist, zeigen die nachfolgenden Fallbeispiele. So gehen die Täter vor: Unbekannte versenden unberechtigt Rechnungen per Mail mit den Kontaktdaten der Nutzer. Die Mails sind mit einem Anhang versehen, den die Empfänger vermutlich aus "Neugier" anklicken, anstatt ihn einfach zu löschen. Ein fataler Fehler, denn unmittelbar danach installiert sich ein Schadprogramm, das das Betriebssystem zerstört und den Rechner damit unbrauchbar macht. Sofort danach erscheint ein Fenster, das den Nutzer zur Zahlung von in der Regel 100,- Euro zur Entsperrung des Rechners auffordert. Die Ermittler raten: hierauf sollte man auf keinen Fall eingehen! Durch Mailanhänge bzw. "Surfen" mit standardmäßigen Einstellungen werden Schadprogramme installiert, die den Zugang der Täter auf die Mailaccounts der Nutzer zulassen. Die Betrüger "übernehmen" den Mailaccount und hierdurch ist ein Zugang für den rechtmäßigen Nutzer ist nicht mehr möglich. Anschließend versenden die Täter von dem unberechtigt "übernommenen" Mailaccount sog. "Bettelmails" (wie z. B.: Befinde mich in Schottland, Geldbörse mit allen Zahlungskarten entwendet, brauche dringend Geld, bitte überweis mir auf folgendes Konto....pp.) an alle im Mailprogramm vorgefundenen Kontakte. Die Folge: beim wiederhergestellten Zugang zum Mailaccount sind alle vorher vorhanden gewesenen Kontakte gelöscht, der Ordner "gesendet" ist leer, es gibt einige Rückläufer von Mails, die nicht zugestellt werden konnten, und auf dem Rechner befinden sich Trojaner. Nächste Variante: die Täter versenden sog. "Spam-Mail" mit Links auf andere Seiten, bei denen die Zugänge (z. B. von Amazon/Mastercard/PayPal) aufgrund "ungewöhnlicher" Aktivitäten bzw. "Fremdzugriffe" verifiziert (d.h. Eingabe der Zugangsdaten mit Passwort) werden sollen. Diese Accounts werden dann übernommen u. genutzt. Die Ermittler warnen: kein seriöser Internetdienstleister fragt sie nach Ihren Zugangsdaten! Ihre Polizei rät: Machen Sie Ihren Rechner sicher mit den Hinweisen des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik: www.bsi-fuer-buerger.de, hier können Sie sich wertvolle Hinweise holen! Diese Hinweise sind auch für "Laien" verständlich geschrieben! Bei einem mit Schadprogrammen befallenen Rechner muss das Betriebssystem vollständig neu installiert werden. Ihre Daten sind unter Umständen verloren. Auch Ihr Online-Banking ist davon betroffen. Schützen Sie sich besser im Vorfeld.

Ort
Veröffentlicht
04. März 2013, 13:42
Autor
Rautenberg Media Redaktion