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(ots) /- Vier Männer, deren Namen auf der Fahndungsliste standen, sind von der Bundespolizei festgenommen worden. Während zwei der Festgenommenen später wieder frei kamen, mussten die beiden anderen ins Gefängnis. Auf einen 24-jährigen polnischen Bürger trafen die Beamten, als dieser am Donnerstagmittag mit einem Bus über die Görlitzer Stadtbrücke nach Zgorzelec fahren wollte. Aus der Fahrt wurde aber nichts. Bei dem Mann handelte es sich um einen der Kandidaten, die an die Justizvollzugsanstalt übergeben wurden. Gegen ihn lagen sogar gleich zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Görlitz vor. Er hatte versäumt, eine wegen Bedrohung und eine wegen Körperverletzung angeordnete Geldstrafe zu bezahlen. Insgesamt waren so 1050,00 Euro aufgelaufen. Über so viel Geld verfügte der Verurteilte nicht. Ca. zwei Stunden später klickte auf dem Autobahnrastplatz Löbauer Wasser die Handfessel. Dort war ein 23-Jähriger aus dem polnischen Boleslawiec (Bunzlau) festgesetzt worden. Nach ihm fahndete die Staatsanwaltschaft Ravensburg, weil auch er der Justizkasse Geld schuldete. Wegen Straßenverkehrsgefährdung hatte ihn das Amtsgericht Tettnang zur Zahlung von 700,00 Euro verurteilt. Wenn auch deutlich zu spät kam er seiner Zahlungsverpflichtung nun nach und reiste am Abend weiter. Ein 40-Jähriger aus Rumänien reiste ebenfalls weiter. Vorher zahlte er die offen gebliebene Geldstrafe i. H. v. 588,00 Euro. Zu dieser Geldstrafe war er wegen Diebstahls verurteilt worden. Die Festnahme des Mannes erfolgte am Donnerstag gegen Mittag in der Nähe der Autobahn bei Kodersdorf. Bei dem zweiten Kandidaten, der in die Justizvollzugsanstalt gebracht wurde, handelt es sich um einen 28-Jährigen aus Polen. Er war bereits am Mittwoch auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße festgenommen worden. Gegen ihn lag ein Auslieferungshaftbefehl der polnischen Justizbehörden vor. Diese werfen ihm eine im Jahr 2011 und eine im Jahr 2013 auf polnischem Hoheitsgebiet begangene schwere Körperverletzung vor. Um das weitere Auslieferungsverfahren kümmert sich nun die Generalstaatsanwaltschaft Dresden.
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(ots) /- Die Polizeidirektion Görlitz kontrollierte in der Nacht zu Donnerstag gemeinsam mit der Bundespolizei verstärkt entlang der deutsch-polnischen Grenze. Uniformierte Einsatzkräfte besetzten alle befahrbaren Brücken über die Neiße zwischen Bad Muskau und Zittau. Zivile Streifen, zwei Polizeihubschrauber und die sächsische Bereitschaftspolizei unterstützten den Einsatz. Rund 680 Personen und 560 Fahrzeuge kontrollierten die sächsischen Beamten binnen sieben Stunden. Dabei stellten sie je zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittel- sowie Pflichtversicherungsgesetz, fünf "Schwarzfahrten" ohne Führerschein und drei Fälle von Kennzeichenmissbrauch fest. Beispielhaft ausgewählte Sachverhalte: Am Grenzübergang Friedensstraße in Zittau kontrollierten die Beamten gegen 22:00 Uhr einen 23-jährigen Pkw-Fahrer. Er stand augenscheinlich unter Drogeneinfluss. Der Mann war zudem im Besitz eines Cliptütchens mit etwa zwei Gramm Marihuana. Die Polizisten stellten das Betäubungsmittel sicher, untersagten dem Reisenden die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren ein. Um 23:10 Uhr stoppten Beamte der sächsischen Bereitschaftspolizei am Grenzübergang bei Krauschwitz einen 31-jährigen Fernfahrer. Nach diesem fahndete die Justiz mit einem europäischen Haftbefehl. Die Polizisten nahmen ihn vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft wird entscheiden, wie es in diesem Fall weitergehen wird. Am Grenzübergang Stadtbrücke in Görlitz stellten die Ordnungshüter kurz vor Mitternacht ein Auto mit zwei unterschiedlichen Kennzeichen fest. Keines der Schilder gehörte an das in Polen zugelassenen Opel. Die Polizisten untersagten dem 31-jährigen Fahrer die Weiterreise, stellten die Zulassungstafeln sicher und leiteten ein Strafverfahren zu der Urkundenfälschung ein. Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf kontrollierte gleichzeitig den ausreisenden Verkehr auf dem Autobahnparkplatz An der Neiße. Dabei überprüften die Beamten etwa 880 Fahrzeuge sowie rund 280 Personen. Die Polizisten leiteten fünf Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und vier Anzeigen wegen Kennzeichenmissbrauchs ein. Die Verkehrspolizeiinspektion Bautzen kontrollierte auf der BAB 4 vor dem Autobahnparkplatz bei Ludwigsdorf das Tempo. Zur Sicherheit der Polizisten, die die Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr auf den Parkplatz lotsten, war die Reisegeschwindigkeit in Etappen bis auf 40 km/h limitiert worden. Von rund 2.500 Pkw, Lkw und Kleintransportern, die in der Nacht über die Grenze nach Polen ausreisten, fuhren knapp 530 schneller als erlaubt durch die Lichtschranke. Die höchste Überschreitung betrug 62 km/h. Hierfür sieht der bundeseinheitliche Tatbestandskatalog einen Monat Fahrverbot, 240 Euro Bußgeld und zwei Punkte im Zentralregister vor. Die Bußgeldstelle der Landesdirektion wird sich mit den Ordnungswidrigkeiten befassen. Die Polizei wird die intensiven Kontrollen im grenznahen Raum auch in den kommenden Monaten fortsetzen.
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