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Trickbetrüger im Stadtgebiet unterwegs.

(ots) - Am gestrigen Tag traten Trickbetrüger in vier Fällen im Stadtgebiet auf. Gegen 11:00 Uhr stoppte ein silbergrauer Mercedes auf der Heinrich-Heine-Straße in Horst. Ein bislang unbekanntes Pärchen näherte sich einem 69-jährigen Gelsenkirchener und gaben an, dass sie ein Krankenhaus für ihre kranke Mutter suchen würden. Im Laufe des Gespräches merkte der Mann plötzlich das Fehlen seiner Halskette. Er hielt den Unbekannten noch kurz am Arm fest. Dieser riss sich aber los und flüchtete anschließend mit der Frau in dem Pkw in unbekannte Richtung. Nur zwanzig Minuten später hatten unbekannte Täter mit einer ähnlichen Vorgehensweise Erfolg. Opfer war eine 84-jährige Gelsenkirchenerin. Sie befand sich gegen 11:20 Uhr an der Erdbrüggenstraße in Bismarck an der dortigen Bushaltestelle. Auch hier stoppte ein graues Fahrzeug. Während zwei unbekannte Frauen ausstiegen, blieb der Mann am Steuer sitzen. Das Opfer wurde zunächst nach der Uhrzeit gefragt. Mit den Worten "Mein Mann wurde erfolgreich operiert, ich soll zum Dank an viele Menschen eine solche Kette verschenken!" näherte sich eine der Täterinnen und legte der 84-Jährigen sogleich eine wertlose Kette um. Erst als die Personen in dem Pkw davonfuhren, bemerkte das Opfer den Verlust ihrer eigener Kette.

Gescheitert sind glücklicherweise zwei weitere Fälle von Trickbetrügern, da die beiden Opfer, Gelsenkirchenerinnen im Alter von 64 und 73 Jahren, äußerst überlegt gehandelt haben. Sie erhielten jeweils einen anonymen Anruf ihres angeblichen Neffen. Der gab vor, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Aus diesem Grund benötige er dringend eine größere Summe Bargeld. In beiden Fällen verhielten sich die misstrauischen Opfer genau richtig. Sie informierten ihre "wahren" Neffen und hielten Rücksprache. Beide informierten im Anschluss die Polizei.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. - Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben. - Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache. - Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. - Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. - Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.
  • Erstatten Sie in jedem Fall eine Anzeige bei der Polizei.
Ort
Veröffentlicht
10. September 2013, 09:02
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