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Polizei in Osthessen warnt vor neuer Trojaner-Welle

(ots) - FULDA - Eine neue Trojaner-Welle überrollt derzeit die Computernutzer in Osthessen. Das Internetkommissariat des Polizeipräsidiums erhält derzeit massenhaft sogenannte "Spam-Mails" zugeschickt.

Ungewöhnlich häufig melden sich in den vergangenen Tagen User bei der Kripo in Fulda. Ihnen wurden Rechnungen im Bereich von mehreren hundert Euro zugestellt, teilweise von namhaften Unternehmen. "Details sind dem Anhang zu entnehmen", lautet es dann noch. Vom hohen Rechnungsbetrag geschockt, öffnen die Anwender den Anhang und installieren sich damit den Trojaner. Dieser wird entweder zum Ausspähen von Daten benutzt oder führt zu Sperrung des Computers. Die Anhänge haben überwiegend die Dateiendungen ".zip" oder ".exe". Wie das Fuldaer Internetkommissariat nachvollziehen konnte, waren bisher auch einige Antiviren-Programme noch nicht auf diese Ausspähsoftware eingestellt und erkannte die Trojaner nicht.

Die Kriminalpolizei empfiehlt deshalb:

  • Hinterfragen Sie ihre Emails; haben Sie wirklich mit diesem Unternehmen zu tun gehabt, dort etwas bestellt oder einen Service genutzt? - Öffnen sie nicht leichtfertig Dateianhänge. Wenn Sie sich nicht sicher sind, öffnen Sie Dateianhänge gar nicht. - Entspricht die Rechnung in dieser Mail äußerlich dem Auftritt des Unternehmens? - Seriöse Unternehmen bieten eine Rückrufnummer in der Mail an - Achten Sie auf den Absender der Mail. Oft enthält er nicht einmal den Bestandteil des Firmennamens und ist so als "Fälschung" erkennbar - Halten Sie Ihre Antiviren-Software immer auf dem neuesten Stand

Ausgespähte Daten von Computernutzern und die dazugehörigen Ermittlungen wegen Computerbetrug gehören mittlerweile zum polizeilichen Alltag. in den verschiedensten Formen versuchen Betrüger auch über Mail Programme auf Computer zu installieren, die ihnen das Ausspähen von persönlichen Daten und Zugangscodes ermöglichen. Bei einer erfolgreichen Installation bemerkt der Benutzer nichts von der Weiterleitung seiner Daten und kann unter Umständen, beispielsweise im Homebanking-Bereich, hohen Schaden erleiden.

Carsten Sippel, PHK

Pressestelle PP Osthessen (Tel.: 0661 - 105-1012)

Ort
Veröffentlicht
04. Mai 2012, 12:08
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