Sag uns, was los ist:

Bundespolizei verhindert Schleusung einer russischen Familie

(ots) - Bundespolizisten konnten gestern Nachmittag auf der Bundesautobahn 12 die Einschleusung einer russischen Familie mit ihren drei Kindern im Alter von 4, 6 und 8 Jahren verhindern.

Gegen 15:30 Uhr kontrollierte die Streife einen polnisches Fahrzeug auf dem Rastplatz Biegener Hellen Nord. Der 24 jährige Fahrer des Fahrzeuges händigte auf Verlangen seine polnische Identitätskarte, seinen polnischen Führerschein und den Fahrzeugschein aus. Fünf weitere Insassen, ein 45-jähriger Russe und seine 42-jährige Frau sowie ihre drei Kinder, konnten lediglich polnische Aufenthaltsgestattungen vorlegen, welche auf ein in Polen laufendes Asylverfahren hinwiesen. Weitere Dokumente, die die Einreise und den Aufenthalt ins/im Bundesgebiet legalisieren würden, konnten nicht vorgelegt werden. Auf Befragen gaben sie gegenüber den Beamten zu verstehen, nach Berlin zu wollen, um dort Asyl zu beantragen. Dem Fahrer hätten sie für die Fahrt 100 Euro bezahlt. Die Familie wurde in vorläufig in Gewahrsam genommen und muss sich nun aufgrund der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes ins/im Bundesgebiet in einem Strafverfahren verantworten. Bis zu ihrer Zurückschiebung nach Polen wird die Familie in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Ausländer in Eisenhüttenstadt untergebracht.

Der polnische Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Einschleusens von Ausländern eingeleitet.

Ort
Veröffentlicht
03. September 2012, 12:33
Autor