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110407 - 424 Dornbusch: Polizei ermittelt wegen Verdacht des Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz und Hehlerei - Kulullu (Fischmann) sichergestellt - siehe Bild

(ots) - In einem Verfahren wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz und wegen Verdacht der Hehlerei wurden am gestrigen Mittwoch in Frankfurt die Ateliers von zwei Kunst- und Antikenhändlern in den Stadtteilen Bockenheim und Dornbusch durchsucht.

In der Folge der Maßnahmen konnte eine aus dem achten bis siebten Jahrhundert vor Christus stammende Skulptur, die den neuassyrischen Fischgott darstellt, bei einem 44-jährigen Antikensammler in Düsseldorf sichergestellt werden.

Die genannte Skulptur, bei der es sich um einen Kulullu (Fischmann) handelt, stammte aus dem heutigen Nordirak. Nahe der heutigen Stadt Scherqat befand sich in der neuassyrischen Zeit die Stadt Assur, die als Ursprung der Skulptur anzunehmen ist. Die Terrakotte-Skulptur ist etwa 10,5 cm hoch und 12,8 cm lang. Der Handel mit solchen antiken Kulturgütern unterliegt strengen Auflagen und erfordert entsprechende Genehmigungen.

Die Republik Irak hatte Strafanzeige erstattet, nachdem die Abbildung der Skulptur in einem Verkaufskatalog der beiden Frankfurter Ateliers zum Verkauf angeboten wurde und entsprechende Handelsgenehmigungen offenbar nicht vorlagen. Die beiden 68 und 45 Jahre alten Betreiber der Ateliers hatten die Skulptur jedoch zwischenzeitlich an den 44 Jahre alten Antikensammler in Düsseldorf für 7500 Euro verkauft.

Der Käufer konnte noch am gleichen Tag in Düsseldorf erreicht werden. Nach Schilderung der Sachlage brachte er die Skulptur in Düsseldorf zur Polizei, wo sie sichergestellt wurde.

(Alexander Kießling, Tel. 069-755 82114)

Ort
Veröffentlicht
07. April 2011, 11:29
Autor
Rautenberg Media Redaktion