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(ots) - Bei einem großangelegten Einsatz der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock gegen mehrere Beschuldigte, denen u. a. Handel im großen Stil mit gefälschten Dokumenten vorgeworfen wird, durchsuchten heute Beamte von Bundes- und Landespolizei sowie des Zolls insgesamt 14 Wohnungen. Allein elf Wohnungen durchsuchten die Beamten in Flensburg, des Weiteren jeweils eine in Hamburg, Passau und Pfarrkirchen (Bayern). Einen 33-jährigen Georgier nahmen die Beamten aufgrund eines U-Haftbefehls wegen Urkundenfälschung und anderer Delikte fest und führten ihn dem Haftrichter beim AG Flensburg vor. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg konzentrierten sich seit mehreren Monaten auf insgesamt 13 Beschuldigte, die gefälschte Pässe in Bulgarien herstellen ließen und diese zum Kauf anboten. Insgesamt konnten den Fälschern fünf Fälle nachgewiesen werden. Für einen Pass verlangten sie bis zu 2000 Euro. Neben Urkundenfälschung stehen die Beschuldigten außerdem im Verdacht, Flüchtlinge über die Türkei nach Skandinavien geschleust zu haben. Darüber hinaus wird ihnen der unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen. Bei dem Einsatz konnten erhebliche Beweismittel sichergestellt werden, darunter u. a. Mobiltelefone, Computer, Fälscherutensilien, geringe Mengen Rauschgift sowie mehrere tausend Euro. Insgesamt kamen knapp 200 Beamte sowie fünf Rauschgiftspürhunde zum Einsatz. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Flensburg und der Bundespolizei dauern an.
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