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Schüler des Emil-Fischer-Gymnasiums in Costa Rica

Euskirchen:

Kaffee, Bananen und Gallo Pinto

Dreizehn Emilianer zum Austausch in Costa Rica

Alles hatte mit einem lockeren E-Mail-Austausch begonnen: Vor einem Jahr schrieb Marion Kiefer, Lehrerin an der Golden Valley School in Heredia, Costa Rica, eine Mail, in der sie ihr Interesse an einem Austausch mit dem Emil-Fischer-Gymnasium bekundete. Andrea Mondorf, Lehrerin am „Emil", nahm sich der Sache umgehend an und initiierte den Austausch auf Euskirchener Seite. Über Weihnachten und Neujahr besuchten dreizehn „Ticos" - so nennen sich die Costaricaner selbst - die Kreisstadt und lebten fünf Wochen lang mit ihren Austauschfamilien zusammen. Anderthalb Wochen vor Beginn der Sommerferien war es nun endlich soweit für Teil zwei des Austausches: Dreizehn Schülerinnen und Schüler des Emil-Fischer-Gymnasiums machten sich auf den Weg ans andere Ende der Welt, um ihre Freunde in Costa Rica zu besuchen.

Begeistert gingen die Euskirchener Jugendlichen nun ihrerseits an Bord der in „Janosch"-Motiven lackierten Condor-Boeing, die sie in vierzehn Stunden an ihr Ziel brachte. Mit Jubel und überschäumender Herzlichkeit wurden die Deutschen von ihren Ticos in Empfang genommen: Vier Wochen in Costa Rica, vier Wochen „pura vida"! Am Tag nach der Ankunft standen erst einmal eine Besichtigung der Partnerschule und ein gemeinsames Frühstück an, danach verbrachte jeder Euskirchener gut zwei Wochen in der Austauschfamilie, um sich an Land und Leute heranzutasten. Viele fuhren für einige Tage an den Pazifik, um die maritime Vielfalt des exotischen Landes kennenzulernen. Die begleitenden Lehrkräfte Andrea Mondorf und Tobias Kemme waren für alle Fälle immer verfügbar, Heimwehattacken und Differenzen mit der Gastfamilie kamen jedoch erfreulicherweise kaum zum Tragen.

In der dritten Woche ging es dann mit der gesamten Gruppe auf eine Wanderung zum Fluss Rio Celeste und zum Wasserfall „Cataratas de la Paz". Wetterbedingt musste der Ausflug zum Vulkan Poás leider entfallen. Insgesamt stand viel Natur auf dem Programm, und davon hat Costa Rica in der Tat eine ganze Menge. Vor allem die Fauna hat es den Euskirchener Jugendlichen sehr angetan: Neben Leguanen und Krokodilen begeisterten sie Papageien, Tukane, Faultiere und natürlich Affen, die an den Stränden allzu gerne die Taschen der Touristen stibitzen.

Kulinarisch wurden die Emilianer darüber aufgeklärt, dass Bananen nicht nur süß sind, sondern dass man sie auch knusprig frittiert und gesalzen genießen kann. Tatsächlich gibt es in Costa Rica etliche Sorten der Frucht, die uns Europäern unbekannt sind. „Gallo Pinto" ist ein Reisgericht mit schwarzen Bohnen, das oft mit Koriander, Ei oder Hühnchnenfleisch gereicht wird, „mae, ¡qué rico!" - an das Spanisch der Ticos musste man sich freilich erst gewöhnen. Die Heimreise wurde dann noch spannend, da der Flug erst zwölf Stunden später durchgeführt werden konnte. Die Airline zeigte sich jedoch großzügig und lud ihre Passagiere zu Kost und Logis in ein schönes Hotel ein. Nun hoffen alle, dass aus dem Beginn einer Freundschaft eine lange Erfolgsstory wird!

Andrea Mondorf

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Veröffentlicht
07. August 2015, 00:00
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