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Essen: Trickdiebe gaben sich als Polizeibeamte und Spendensammler aus - Fahndung führte zu einer Festnahme

(ots) - 45127 E.-Stadtkern

Zum wiederholten Male kam es in Essen in den letzten Tagen zu mehreren Trickdiebstählen, bei denen die Opfer durch Ablenkung und Täuschung um ihr Hab und Gut gebracht wurden.

In zwei Fällen traten unbekannte Täter als Polizeibeamte auf, indem sie älteren Mitbürgern zunächst telefonisch vortäuschten, dass sie im Zusammenhang mit bereits zurückliegenden Straftaten durch Mitarbeiter der Kriminalpolizei aufgesucht werden. Anschließend steht unmittelbar nach den Telefonaten ein vermeintlicher Polizeibeamter bei den Opfern vor der Tür und erlangt unter einem Vorwand Zutritt in die Wohnung. Im ersten Fall gelang es einem unbekannten Mann am 19. Dezember in Steele im Lohmühlental gegen 12 Uhr eine 92-jährige Frau genau mit dieser Masche zu täuschen. Er gelangte in die Wohnung des Opfers und forderte die Herausgabe des Bargeldes und Schmucks zur Überprüfung der Seriennummern. Da die Frau zunächst stutzig wurde, ließ sie sich einen Ausweis zeigen, den sie aber nicht richtig erkannte. Anschließend verschwand der Täter mit der Beute aus der Wohnung. Er wird beschrieben als ca. 35-40 Jahre alt, 165-170cm groß, schmale Statur, schwarze kurze Haare, mit einem schwarzen Anorak bekleidet.

Bereits am 13. Dezember gelangten zwei unbekannte Täter unter einem ähnlichen Vorwand in die Wohnung eines 83-jährigen Mannes aus Kray. Auch sie erbeuteten Bargeld und Schmuck vom Opfer. Erst als vermutlich dieselben Täter mehrmals am 19. Dezember telefonisch Kontakt zum Geschädigten aufnahmen und sich als Kriminalbeamte ausgaben die angeblich die Täter des noch nicht angezeigten Diebstahls ermittelt hätten, informierte er die "echte" Polizei. Zur gleichen Zeit befand sich auch ein unbekannter Mann im Hausflur des Opfers, der seine Anwesenheit nicht plausibel erklären konnte. Er wird beschrieben als ca. 16-20 Jahre alt, 160-165cm groß, Ausländer, kurze schwarze Haare, schwarze Kleidung, sprach sehr schlecht Deutsch.

Die Polizei weist nochmals eindringlich darauf hin, dass man sich immer von Amtspersonen einen Dienstausweis vorlegen lassen sollte. Im Zweifelsfall immer vor Einlass der Person die Behörde anrufen, von der er vorgibt zu sein. Die Rufnummern stehen in Telefonbüchern und sind im Internet recherchierbar.

In zwei weiteren Fällen gingen am Mittwoch (19. Dezember) in Rüttenscheid und im Südviertel zwei junge Täterinnen mit der Spendensammelmasche vor. In einem Eiscafè und in einem Frisörsalon legten sie in den Nachmittagsstunden (16 - 16.30 Uhr) ihren Opfern eine Mappe mit einem vermeintlichen Spendenaufruf vor. Zeitgleich verdeckten sie damit für einen kurzen Moment die Handys der Betroffenen, die jeweils vor ihnen auf dem Tisch lagen. Anschließend nahmen sie diese dann, zunächst durch die Opfer unbemerkt, an sich. In beiden Fällen entkamen die Täterinnen unerkannt. Bei den ca. 18 - 20 Jahre alten Täterinnen soll es sich Südosteuropäerinnen mit schwarzen, mittellangen nach hinten gekämmten Haaren handeln, die dunkel gekleidet waren und eine rote, sowie blaue Schreibmappe mitführten.

Auch hier sei nochmals darauf hingewiesen , keine Wertgegenstände wie Mobiltelefone oder Portmonees vor sich auf den Tischen oder Theken an öffentlichen Orten liegen zu lassen. Dies kommt einer Warenauslage im Kaufhaus gleich und die Täter werden zusätzlich zur Tat animiert.

Am Rande sei noch erwähnt, dass im Zuge der anschließenden Fahndung eine Frau auf der Rütttenscheider Straße überprüft wurde, auf die die Beschreibung der flüchtigen Täterinnen zutraf. Für die Taten kam die 26-jährige Frau zwar nicht in Frage, dennoch wurde sie festgenommen, da gegen sie mehrere Haftbefehle vorlagen. /zb.

Ort
Veröffentlicht
20. Dezember 2012, 12:35
Autor
Rautenberg Media Redaktion