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Mülheim an der Ruhr: Ältere Menschen sind weiter im Fokus von Trickbetrügern

(ots) - 45468 MH-Stadtgebiet: Kriminelle haben ältere Menschen weiterhin für ihre perfiden Maschen im Visier. Am gestrigen Tag (12. Mai) schellten erneut bei mehreren Senioren die Festnetztelefone. In allen Fällen ließen die Angerufenen die Betrüger abblitzen. Ein falscher Wasserwerker erbeutete bei einem Ehepaar Bargeld und Schmuck.

Gegen 11 Uhr schellten gleich zwei Telefone. Auf der Wedauer Straße meldete sich eine Frau. Sie gab sich gegenüber dem 87-Jährigen als Nichte aus und forderte Bargeld. Dem Mann war sofort klar, dass es sich um eine Lügengeschichte handelt und er legte auf.

Auf dem Unkenweg versuchte eine Frau eine 89-Jährige zu täuschen. Als angebliche Enkelin wollte sie sich bei der älteren Dame Geld erschleichen. Die Seniorin ließ sich nicht austricksen und beendete das Gespräch.

Eine angebliche Enkelin rief gegen 11:25 Uhr bei einer 72-Jährigen auf der Kolumbusstraße an. Die Rentnerin ging überhaupt nicht auf das Gespräch ein. Sie würgte die Anruferin sofort ab und legte auf. Für die Betrügerin blieb unterm Strich nur noch das Besetztzeichen übrig.

Unter dem Deckmantel Wasserwerker zu sein, gelangten gegen 15 Uhr zwei Männer in die Wohnung eines älteren Ehepaars auf der Bergmannstraße. Die falschen Handwerker gaben vor, im Hause Druckkontrollen durchführen zu müssen. Der Ehemann schöpfte Verdacht und verwies das Duo aus der Wohnung. Diese rannten in Richtung Von-Graefe-Straße davon. Die Eheleute im Alter von 88 und 90 Jahren stellten fest, dass die Männer Schmuck und Bargeld erbeutet hatten.

Die älteren Leute beschrieben die Täter wie folgt: Der erste Täter war unter 30 Jahre alt, zirka 1,8 Meter groß und hatte mittelblonde kurze Haare. Seine Augen waren blau. Er trug Arbeitskleidung und eine Latzhose. Sein Komplize war zirka 40 Jahre alt, kleiner und stämmig. Er hatte dunkle, kurze Haare. Bekleidet war er mit einem dunklen Mantel und einer dunklen Hose. Nach Angaben der Geschädigten war er vermutlich südländischer Herkunft.

Das Kriminalkommissariat 31 sucht Zeugen, die Angaben zu den Flüchtigen machen können. Die Polizei Essen nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen. / MUe.

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Veröffentlicht
13. Mai 2015, 10:41