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(ots) - Beinahe täglich finden ein oder mehrere Verkehrsunfallfluchten auf den Straßen im Kreis Mettmann statt. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ("Flucht") liegt damit auf hohem Niveau und ist in den letzten Jahren kontinuierlich ansteigend. Nach jedem vierten Verkehrsunfall entfernt sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt vom Unfallort. Zur Bekämpfung dieses Phänomens und zur Aufklärung solcher Verkehrsstraftaten (nach § 142 StGB) sind bei den Verkehrskommissariaten der Kreispolizeibehörde Mettmann geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Direktion Verkehr eingesetzt, die speziell für die Aufklärung von Unfallfluchten aus- und fortgebildet worden sind. Hierdurch ist es der Kreispolizei in den vergangenen Jahren gelungen, annähernd 50 Prozent der angezeigten Verkehrsunfallfluchten zu klären und Unfallgeschädigten damit eine Regulierung ihrer Schäden zu ermöglichen. Bei den Verkehrsunfallfluchten mit Personenschäden liegt die Aufklärungsquote im Kreis Mettmann sogar regelmäßig weit über 75 Prozent. Gerade aber jene Verkehrsunfallfluchten, bei denen oft nur geringere Sachschäden beim Ein- und Ausparken oder ähnlichen Fahrmanövern verursacht wurden, bieten den Ermittlern der Direktion Verkehr oft keine oder wenige Spuren und Ermittlungsansätze. Hier ist die Polizei ganz besonders auf eine Mitwirkung der Bevölkerung (und der Medien) angewiesen, um auch diese Straftaten durch Zeugenhinweise klären zu können und mit einer noch höheren Quote aufgeklärter Fälle präventiv zu wirken. Aus diesem Grund veröffentlichen wir seit dem 02. Februar 2015 ausgewählte aktuelle Fälle von unerlaubtem Entfernen vom Unfallort in werktäglicher Sammelmeldung, mit der Bitte um Veröffentlichung der Taten im Rahmen redaktioneller Möglichkeiten (analog zu unseren Berichterstattungen i.S. Einbrüche). Komplettieren wollen wir diese Meldungen auch mit Erfolgen in der Aufklärung aktueller Fälle. In den vergangenen Tagen wurden nachfolgende Verkehrsunfallfluchten (geordnet nach Städten) entdeckt und angezeigt, welche zurzeit die Ermittler der zuständigen Verkehrskommissariate beschäftigen. Diese hoffen bei ihren Ermittlungen, in den eingeleiteten Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Verkehrsunfallflucht, dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung zur Klärung der Verkehrsstraftaten: --- Erkrath --- Bereits am Freitag, dem 30.01.2015 ereignete sich eine Unfallflucht an der Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus, die einen Tag später bei der Polizei angezeigt wurde. In der nur kurzen Zeit zwischen 18.40 Uhr und 18.50 Uhr hatte ein blauer PKW Audi A4 auf dem Kundenparkplatz eines Fachhandels für Tierbedarf gestanden. Obwohl bei der Kollision mit einem noch unbekannten Fahrzeug allein am hinteren rechten Radkasten des Audis ein geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 1.000,- Euro entstand, entfernte sich der Unfallverursacher mit seinem sicher ebenfalls beschädigten Fahrzeug unerlaubt von der Unfallstelle ohne eine Schadensregulierung zu ermöglichen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Erkrath, Telefon 02104 / 9480-6450, jederzeit entgegen. --- Hilden --- Zu nicht genau bekannter Zeit, zwischen dem Donnerstagmorgen des 29.01., 08.50 Uhr, und dem Samstagmorgen des 31.01.2015, 08.15 Uhr, wurde ein roter PKW VW Polo beschädigt, der auf einem Seitenstreifen der Walder Straße in Höhe des Hauses 348 ordnungsgemäß parkte. Obwohl bei der Kollision mit einem noch unbekannten anderen Fahrzeug allein am linken Außenspiegel und vorderen Stoßfänger des Polos ein geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 1.000,- Euro entstand, entfernte sich der Unfallverursacher mit seinem sicher ebenfalls beschädigten Fahrzeug unerlaubt von der Unfallstelle ohne eine Schadensregulierung zu ermöglichen. Am Montagnachmittag des 02.02.2015, gegen 15.30 Uhr, kam es auf der Hoffeldstraße in Hilden zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein namentlich leider nicht festgehaltener Zeuge berichteten einem Hinweisgeber, dass er einen größeren blauen Lastkraftwagen mit portugiesischen Kennzeichen beobachtet hatte, wie dieser einen grünen PKW VW Polo beschädigte, der in Höhe des Hauses Nr. 7 parkte. Obwohl dabei allein an der Fahrerseite des Polos ein geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 1.000,- Euro entstand, entfernte sich der LKW vom Unfallort. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem genauer beschriebenen LKW dauern erfolgversprechend an. Dennoch sind die Ermittler dringend auf die Aussagen des noch unbekannten Augenzeugen des Unfalles angewiesen. Er wird gebeten, sich bei der Polizei in Hilden zu melden. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Hilden, Telefon 02103 / 898-6410, jederzeit entgegen. --- Langenfeld --- Am Montagmorgen des 02.02.2015, in der nur kurzen Zeit zwischen 09.00 Uhr und 09.30 Uhr, wurde ein gelber VW Transporter angefahren und beschädigt, der auf dem Kundenparkplatz eines großen Verbrauchermarktes an der Rheindorfer Straße stand. Obwohl bei der Kollision mit einem noch unbekannten anderen Fahrzeug allein auf der ganzen Beifahrerseite des gelben Multivans ein geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 3.000,- Euro entstand, entfernte sich der Unfallverursacher mit seinem Fahrzeug unerlaubt von der Unfallstelle ohne eine Schadensregulierung zu ermöglichen. Beim Abstellen des VW hatte rechts daneben ein grauer LKW geparkt, der zum Zeitpunkt der Schadensfeststellung nicht mehr vor Ort war. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Langenfeld, Telefon 02173 / 288-6510, jederzeit entgegen. --- Hinweise und Tipps der Polizei --- Aus gegebenem Anlass gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Ratschläge zum Thema Verkehrsunfallflucht: - Melden Sie Verkehrsunfallfluchten unverzüglich bei der nächsten Polizeidienststelle (auch über Notruf 110). - Belassen Sie das Fahrzeug wenn möglich unverändert am Unfallort. - Vermeiden Sie die Beseitigung oder Veränderung von Unfallspuren. Selbst kleinste Lacksplitter, Glasreste, etc. können für die polizeilichen Ermittlungen von Bedeutung sein. Fertigen Sie wenn möglich eigene Fotos von der Unfallsituation und vorgefundenen Spuren, wenn Veränderungen eintreten könnten oder unvermeidlich sind. - Merken Sie sich Angaben zu Hinweisgebern und Zeugen, schreiben Sie sich deren Personalien und Erreichbarkeiten auf. - Geben Sie konkrete Hinweise auf ein flüchtiges Fahrzeug oder zum flüchtigen Unfallverursacher gleich mit erster Meldung an die Polizei weiter - nur so sind schnelle Fahndungsmaßnahmen der Polizei Erfolg versprechend. - Werden Sie Zeuge einer Verkehrsunfallflucht, kontaktieren Sie bitte sofort die Polizei (auch über 110) und geben dabei möglichst viele präzise Angaben zum flüchtigen Fahrzeug (Kennzeichen, Hersteller, Fahrzeugtyp, Fahrzeugfarbe, besondere Merkmale), zur Fluchtrichtung und zum Fahrzeugführer weiter, verbunden mit ihren eigenen Personalien und Erreichbarkeiten.
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