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Bundegerichtshof verwirft Revision der Angeklagten zum Strafmaß

(ots) /- Am 20.12.2016 kam es in Erfurt zwischen den Ortsteilen Ringelberg und Kerspleben, zu einer schweren Straftat (die Medien berichteten), bei der ein afghanischer Flüchtling schwer verletzt wurde. Die Kriminalpolizei Erfurt ging zunächst von einem versuchten Tötungsdelikt aus und bildete eine Sonderkommission. Sie bat damals die Bevölkerung um Mithilfe. Durch die Hinweise, Zeugenangaben und die akribische Ermittlungsarbeit der Sonderkommission "Hofladen", unter anderem wurde an dem zur Tat genutzten Fahrzeug Bodensubstanz vom Tatort nachgewiesen, konnten die beiden Brüder mit tschetschenischer Abstammung ermittelt werden. Das Landgericht erkannte an, dass die beiden jungen Männer am 20.12.2016 in den Abendstunden ihr Opfer von einer Weihnachtsfeier weglockten, über einen längeren Zeitraum mit diesem in einem Auto umherfuhren und letztlich am Tatort fesselten und knebelten, um es anschließend körperlich zu misshandeln. Dabei zog sich der Geschädigte zahlreiche und schwere Verletzungen zu. Als Grund der Tat benannten die Brüder die Annäherungsversuche des Afghanen zu ihrer gemeinsamen Schwester. Sie wurden am 24.04.2017 durch das Gericht Erfurt zu jeweils vier Jahren Freiheitsentzug wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung u. a. verurteilt. Dagegen legten die beiden Rechtsanwälte der Angeklagten Widerspruch ein. Eine Revision durch den Bundesgerichtshof wurde jedoch mit Beschluss vom 06.12.2017 verworfen. Demzufolge gab es an der Beweisführung von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Erfurt durch den BGH keine Beanstandungen zur nachgewiesenen Täterschaft der beiden Brüder und die Verurteilungen - je 4 Jahre Haft - sind jetzt bestätigt. (kpi/sk)

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Veröffentlicht
12. April 2018, 11:44
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