Sag uns, was los ist:

Zehn Jahre im Dienst der Gemeinde

whatsapp shareWhatsApp

Zehn Jahre im Dienst der Gemeinde

Der Rundblick besucht Bürgermeister Dr. Gero Karthaus zum Dienstjubiläum

Seit zehn Jahren steht Dr. Gero Karthaus als erster Bürger der Gemeinde an der Spitze der Verwaltung. Dass er Ende September 2009 zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt wurde, ist - im Nachhinein betrachtet - eigentlich nur die logische Fortsetzung des Weges, den er bis dahin gegangen war.

"Für jemanden der hier aufgewachsen und groß geworden ist, und der hier schon lange Heimatgeschichte und Naturkunde betrieben hat und fast jeden Winkel der Gemeinde kennt, ist die Aufgabe, seine Heimat weiterzuentwickeln, mehr als reizvoll." Mit diesen Worten, versucht Gero Karthaus seine vielschichtige Verbundenheit mit Engelskirchen in einen Satz zu gießen, der nach Bürgermeister klingt. Man könnte aber auch einfach sagen, dass die Erfahrungen, die er davor als SPD-Landtagsabgeordneter mit politischer Arbeit und 17 Jahre als Verwaltungsdirektor in einer größeren Behörde sammeln konnte, ihm und Engelskirchen jetzt zugutekommen. Denn auch das dürften zwei triftige Gründe dafür sein, weshalb unter seiner Leitung die Gemeindeverwaltung zu einer der effektivsten des Landes weiterentwickelt worden ist.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit waren dem promovierten Biologen immer schon sehr wichtig. Und dafür setzt er sich nicht nur in seiner Funktion als Bürgermeister, sondern auch in seiner Freizeit ein. So ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass Engelskirchen mittlerweile Klimaschutzgemeinde mit einem der höchsten Naturschutzflächenanteile des ganzen Landes ist. Dass das alles aber nicht ausschließlich auf "seinem Mist" gewachsen ist, darüber ist er sich durchaus bewusst. Im Gegenteil. Ihm ist klar, dass der Schlüssel zum Erfolg seiner Verwaltung gutes Teamwork ist. Und deshalb sieht er auch eine seiner Aufgaben darin, sein im Vergleich zu anderen Verwaltungen sehr kleines Rathausteam immer wieder zu motivieren.

Die Wege der Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Verwaltung müssen heute kurz sein. Dazu tragen zum Beispiel großzügige Öffnungszeiten des Bürgerbüros bei, sowie die Möglichkeit, über die Homepage der Gemeinde sich mit Fragen direkt an den Bürgermeister zu wenden. Der garantiert, dass jede Frage innerhalb von drei Tagen verbindlich beantwortet wird. Auch sind immer mehr Serviceleistungen der Gemeinde inzwischen digital von zuhause abrufbar.

Von besonderer Bedeutung sind dem Rathauschef die von ihm eingeführten Ortskonferenzen, bei denen der Verwaltungsvorstand in die unterschiedlichen Ortsteile kommt, um die Anwohnerinnen und Anwohner über geplante Maßnahmen zu informieren und sich auch deren Sorgen und Nöte anzuhören.

"Mir ist es wichtig, dass ich mit meinem Team draußen bin, um im unmittelbaren Dialog mit den Menschen Probleme zu erkennen, die dann möglichst schnell gelöst werden sollen. Außerdem finde ich es wichtig, den Zusammenhalt zu stärken. Aus diesem Grund gibt es den Tag des Ehrenamts, den Neubürgerempfang, den Gemeindeempfang. Und natürlich muss auch die Arbeit der Vereine unterstützt werden. Es muss einfach deutlich werden: Wir sitzen alle in einem Boot." Wenn man ihm so zuhört, wird einem klar, dass Karthaus seine Funktion als Bürgermeister weit über den Tellerrand der reinen Gemeindeverwaltung definiert. Dass er sein immenses Zeit- und Arbeitspensum seit über zehn Jahren gestemmt bekommt, wird wohl auch daran liegen, dass unter den Projekten auch ein paar echte Herzensangelegenheiten waren bzw. sind. Zu diesen gehören der Aggerstrand in Ründeroth und die Loopacabana in Loope, die beide mit geringsten finanziellen Mitteln, dafür aber umso mehr Enthusiasmus und mit viel ehrenamtlichen Engagement realisiert wurden.

In die Kategorie "Chancen erkennen" fällt dagegen der Veranstaltungsplatz hinter dem Rathaus, den Karthaus gegen Widerstand von Teilen des Rates durchsetzen konnte. Heute ist dieser u.a. mit dem "Christkindmarkt", der "Parkzeit" und der "Landpartie" der wichtigste Veranstaltungsort in Engelskirchen.

Auf die Schulen, allen voran das Aggertal-Gymnasium, ist Dr. Gero Karthaus wirklich stolz. Gehören sie doch zu den am besten ausgestatteten und modernsten des Bergischen Landes. Zur Erinnerung: all das und noch viel mehr musste unter den strengen Auflagen, die der Haushaltssicherungspakt der Gemeinde auferlegt hat, geschehen.

Nun wird schon seit geraumer Zeit an einigen Mammut-Projekten gearbeitet.

So steht unter dem Titel "Integriertes Handlungskonzept" eine großräumige Modernisierung der Ortskerne Engelskirchen und Ründeroth an. Dazu kommt mit der Neugestaltung der ehemaligen Bücherfabrik Jäger ein weiteres Leuchtturm-Projekt, dass in seiner Besonderheit über die Regionalgrenzen hinaus für Aufsehen sorgen wird.

"Eine Gemeinde, die lange Zeit Haushaltssicherung betrieben hat kann allerdings nicht so einfach sagen, was kostet die Welt.", bringt es Karthaus auf den Punkt. Hat man für wichtige Maßnahmen und Projekte endlich eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden, geht die Arbeit erst richtig los. Anträge, Pläne, Gutachten und vieles mehr müssen erstellt werden. Danach werden sie geprüft, überarbeitet, geändert etc. Wer glaubt, dass eine Gemeindeverwaltung vom Amtsschimmel verschont bliebe, muss eines Besseren belehrt werden. Auch sie muss etliche Hürden nehmen, bevor der erste Rubel rollt. Aber ohne Förderung würde das alles nicht funktionieren. Dafür ist man stolz auf den inzwischen zum wiederholten Male ausgeglichenen Haushalt.

(pdm)

Ort
Veröffentlicht
08. November 2019, 08:30
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!