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Kahlschlag auf dem Heckelsberg war nicht zu vermeiden Weg noch bis Oktober gesperrt, Gefahr durch Pilzsporen "Dass die Pappeln gefällt werden mussten, war klar, dass nun aber auch der Hartlaubbestand auf der Hangseite des Weges über den Heckelsberg so stark gerodet werden muss, überraschte, ist aber nicht zu vermeiden", stellte Florian Claßen fest. Der Leiter des Forstbetriebsbezirkes Kerpen war von der Stadt Elsdorf im vergangenen Herbst mit der Sanierung Waldgebietes entlang des Finkelbaches bei Oberembt beauftragt worden. Die etwa 60 Jahre alten, mächtigen Pappeln entlang des Weges durch das bei Spaziergängern beliebte Wäldchen waren instabil geworden und stellten eine Gefahr für Fußgänger dar. Seit 2014 ist Weg daher gesperrt. Ende des Jahres wurden die Pappeln gefällt und abtransportiert. Die Stümpfe der mächtigen Baumreihe werden nicht entfernt, dazwischen wurde auf der Bachseite des Weges bereits mit Stileichen und Wildkirsche aufgeforstet. Restholz schichteten die Waldarbeiter entlang des Finkelbaches zu einem Wall auf, der inzwischen überwuchert ist und vielen Tieren Schutz und Lebensraum bietet. Bei einem Rundgang über den Heckelsberg begleiteten Bürgermeister Andreas Heller und Ortsvorsteher Michael Hering sowie Marco Ervens vom Bauamt der Stadt Elsdorf und Leonard Binek von der NABU Ortsgruppe den Forstamtsleiter und ließen sich informieren. Die Hangseite des Heckelsberges war mit Laubbäumen wie Ahorn, Robinie, Eiche und Buche bewachsen und hier sollten nur kranke und instabile Bäume entfernt werden, war der Plan. Im Januar jedoch gab es in diesem Bestand wiederholt Windbruch, der heiße Sommer setzte den Bäumen weiter zu. Inzwischen zeigt sich, dass fast alle Bäume hier ebenfalls im Absterben begriffen sind. Die Rußrindenkrankheit hatte alle Ahronbäume befallen. "Dieser Pilz macht sich zwischen Baum und Rinde breit, man erkennt den Befall erst spät, wenn die Rinde schließlich aufplatzt und der schwarze Pilzbefall sichtbar wird. Dann stirbt der Baum in kürzester Zeit ab", erklärte Claßen. "Die Sporen dieses Pilzes liegen bei trockenem Wetter in der Luft und können auch für Menschen gefährlich sein, sie können schwere Atemwegsprobleme verursachen", warnt er. Die Waldarbeiter tragen daher bei der Arbeit an diesen Bäumen einem Atemschutz. Auch aus diesem Grund ist der Weg über den Heckelsberg für Spaziergänger immer noch gesperrt. Bis die letzten Bäume gefällt und abtransportiert sind besteht auch immer noch Gefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume. "Einige wenige große Eichen können wir erhalten", so Claßen. Das Gebiet ist bereits zum Teil schon wie auf der Bachseite des Weges aufgeforstet. Hier kamen heimischen Arten wie Hainbuchen, Traubeneiche, Wildkirsche und Sträuchern wie Weißdorn, Schneeball und Haselnuss in die Erde. Allerdings zeigen sich bereits hier wie dort Trockenschäden an den jungen Setzlingen. Der Weg wurde begradigt und mit Gras eingesäät. Etliche Fuhren Abfall, wie Bauschutt, Autoreifen und anderes wurden gesammelt und abgefahren. Im Oktober soll der Weg über den Heckelsberg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. (mos)
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Schwerer Unfall auf der B 55 bei Niederembt Am frühen Donnerstagmorgen der vergangenen Woche bot sich auf der Bundesstraße 55 an der Ausfahrt Niederembt ein Bild der Zerstörung. Zwei schwer beschädigte PKW befanden sich links und rechts neben der Fahrbahn unter der Unterführung, eines mit der Hinterachse auf der Leitplanke aufsitzend. Trümmerteile der Autos lagen im weiten Umkreis um die Unfallstelle. In beiden Fahrzeugen saß eine schwer verletzte Person, die eingeklemmt war. Die anrückenden Feuerwehreinheiten aus Niederembt, Oberembt-Tollhausen, Elsdorf und Giesendorf standen vor der Aufgabe, beide Personen so schonend wie möglich aus den Fahrzeugen zu befreien. Das war nur mit dem Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät möglich. "Speziell im Falle des auf der Leitplanke aufliegenden Fahrzeugs bestanden für die Maßnahmen erschwerte Bedingungen, da für die Einsatzkräfte die Gefahr bestand, abzustürzen", berichtete Einsatzleiter Stadtbandinspektor Hans-Peter Brand. An der Unfallstelle wurde die B 55 komplett gesperrt. Die Polizei ermittelte den Unfallhergang wie folgt: "Gegen sechs Uhr fuhr eine 31-jährige Bergheimerin auf der B 55 in Richtung Jülich. Sie geriet aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Eine 44 Jahre alte Autofahrerin konnte der 31-Jährigen ausweichen. Ein hinter ihr fahrender 48-jähriger Mann aus Titz prallte frontal mit dem Wagen der Bergheimerin zusammen." Ein drittes Auto wurde durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt. Nachdem der 48-jährige Mann gegen 6.15 Uhr aus seinem Fahrzeug geborgen befreit werden konnte, wurde er mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Er verstarb jedoch auf dem Weg dorthin. Die Feuerwehr Köln teilte mit, dass es sich bei diesem Unfallopfer um einen Feuerwehrmann handelt, der auf dem Weg zu seiner Dienstelle war. Die 31-jährige Frau konnte unter Einsatz von schwerem Rettungsgerät aus ihrem Fahrzeug befreit werden, für sie wurde der Rettungshubschrauber Christoph 3 aus Köln angefordert. Er landete kurz nach sieben Uhr auf der gesperrten Fahrbahn bei der Abfahrt nach Niederembt und brachte die lebensgefährlich Verletze in die Uniklinik Aachen. Wie die Polizei mitteilt, ermittelt das Verkehrskommissariat zur Unfallursache. Es ordnete die Entnahme einer Blutprobe bei der 31-jährigen Autofahrerin an. Die Beamten stellten die beiden massiv beschädigten Unfallfahrzeuge und die Mobiltelefone der beiden Autofahrer sicher. Für die Dauer der Unfallaufnahme vor Ort war die B 55 bis nach zehn Uhr voll gesperrt, die Fahrbahn musste vom Reinigungsdienst einer Spezialfirma gereinigt werden. (mos)
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