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Gedenkstunde zum Volkstrauertag

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Gedenkstunde zum Volkstrauertag

100 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräber

Auf dem Soldatenfriedhof in Elsdorf trafen fand am Volkstrauertag eine Gedenkstunde für die Toten der beiden Weltkriege statt, der Kreisverband Rhein-Erft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hatte eingeladen. Zahlreiche Schützenbruderschaften hatten Abordnungen geschickt, die Feuerwehr der Stadt Elsdorf ebenso. Anwesend waren Vertreter des Kreisverbindungskommandos des Rhein-Erft und Soldaten des taktischen Luftwaffengeschwaders Boelcke aus Nörvenich. Im nebelverhangenen Waldstück des Soldatenfriedhofes waren Kränze niedergelegt worden, der Männergesangverein Elsdorf sang und "Hummis Big Band" spielte getragene Musikstücke. Die jugendlichen Musiker verlasen zu Beginn der Feierstunde Texte, die berichteten, was an den Weihnachtstagen kurz vor Ende des ersten und zweiten Weltkrieges geschah. Man entdeckte darin mitten in der Grausamkeit des Krieges unvermutet friedliches Miteinander, wenigstens für einige Stunden. Die Texte schlossen mit der Hoffnung, dass das Weihnachtsfest 2019 Frieden bringen möge, der anders als 1917 und 1944 dauerhaft hält und zu den vielen Kriegsschauplätze in der Welt kommen möge.

Martin Gawrisch, stellvertretender Vorsitzender des Volksbund Deutscher Kriegsgräber, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Volksbund in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Der Erste Weltkrieg sei 100 Jahre her, der Zweite nun auch schon 80 Jahre, die Zeitzeugen der Kriege werden immer weniger, stellte er fest. Daher sei die Pflege und der Erhalt der Gräber wichtige Friedensarbeit. "Die Grabstätten sind Orte der mahnenden Erinnerung, der Erkenntnis und des Lernens. Die endlosen Gräberreihen zeigen, wohin Nationalismus und Rassismus führen", mahnte er. Er dankte den jungen Menschen, die durch ihre Wortbeiträge an dieser Feier gezeigt haben, dass das Anliegen des Volksbundes auch heute noch im Bewusstsein der Jugend vorhanden sei. Von Seiten des Volksbundes werde dies durch internationale Jugendarbeit gefördert. "Frieden ist ein Gut, das gemeinsam bewahrt werden muss", stellte er fest. Er warnte vor der Gefahr eines rechten Terrorismus in unserem Land, der die Repräsentanten unseres Landes und damit unsere Demokratie bedrohe.

Zusammen mit den Vertretern des Luftwaffengeschwaders und des Volksbundes verneigte auch Bürgermeister Andreas Heller sich vor den niedergelegten Kränzen. Auch er betonte, dass es nötig sei, den Kriegen zu wehren. Aus diesem Grunde sei es wichtig, Beleidigungen, Bedrohungen und Verrohung der Sprache und der Sitten nicht einfach hinzunehmen und zu akzepieren, sondern dem aktiv zu widersprechen. Er dankte allen Helfern, die am 1. November in Elsdorf mit der Sammeldose Spenden für den Volksbund Kreigsgräberfürsorge gesammelt hatten, das Ergebnis sei erfreulich gewesen. Zum Abschluss sang der Männergesangverein Elsdorf.

(mos)

Ort
Veröffentlicht
22. November 2019, 07:34
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