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Flüchtlingshilfe

Die Flüchtlingshilfe Elsdorf "Treffen der Vielfalt" sucht ehrenamtliche Helfer.

Besonders für die neuen Familien mit kleinen Kindern. Wie Sie wissen, steht unsere Stadt zur Zeit vor einer großen Herausforderung. Bis Ende Oktober werden wir mehr als 80 neue Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Darauf hat die Stadt keinen Einfluss. Quoten der Bezirksregierung müssen erfüllt werden. Ob wir das wollen oder nicht - ob wir "das schaffen" können oder nicht.

Wir Ehrenamtler haben es uns zum Ziel gesetzt, dass wir es schaffen. Und wir haben es bisher geschafft! Wir möchten die Neu-Elsdorfer hier integrieren. Nach dem städtischen Motto "Wir wachsen zusammen". Bisher hat es die Gruppe der Ehrenamtler sehr gut bewerkstelligt, die bisher rund 300 Geflüchteten gut zu betreuen.

Die "Neu-Elsdorfer" sind schon gut integriert, lernen fleißig Deutsch. Auch müssen wir ganz deutlich machen, dass wir in Elsdorf bisher keine Probleme mit "unseren" Flüchtlingen hatten - entgegen mancher Behauptungen in sozialen Netzwerken - wie in Facebook.

Vielleicht liegt es auch daran, dass wir es hauptsächlich mit Familien zu tun haben - Familien mit kleinen Kindern, die tatsächlich aus einem schrecklichen Bürgerkrieg geflohen sind und hier eine Zukunft suchen. Es gab keine Übergriffe wildgewordener Horden junger, arabischer Männer, keine Straftaten gegenüber den Einwohnern hier in Elsdorf. Als Beleg nennen wir die aktuellen Zahlen der Polizei, vorgestellt in der letzten Ratssitzung: Im ersten Halbjahr 2015 gab es drei Straftaten, die von Flüchtlingen verübt wurden. Ein Diebstahl und zwei Auseinandersetzung untereinander in einer Unterkunft. Auch im letzten Jahr ist uns kein Fall bekannt, der irgendwie unsere Elsdorfer Sicherheit gefährdet hätte. Das ist von uns kein Schönreden oder ein Blick durch die so oft zitierte "rosarote Brille". Auch wir als Helfer sehen die aktuelle Flüchtlingspolitik kritisch und wissen: unter den fast 1 Mio. Menschen, die zu uns gekommen sind, gibt es auch Menschen, die keinen guten Willen haben, wie unter uns Deutschen auch. Sagen wir es so wie es ist:

Wir haben bisher großes Glück in Elsdorf gehabt. Und lassen wir uns doch einfach mal dankbar dafür sein und Fakten akzeptieren.

Mit ein Grund dafür, dass es bei uns reibungslos klappt, ist das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer und auch der Stadt Elsdorf. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut. Auch hat die Stadt reagiert und eine Sozialarbeiterin zu diesem Thema eingestellt.

Elsdorf stellt sich der Herausforderung.

Dennoch: Die Gruppe der Ehrenamtler braucht Ihre Unterstützung, damit wir auch weiterhin die Menschen versorgen und hier integrieren können. Wir suchen Menschen, die sich einer sozialen Verantwortung stellen. Es gilt, die vielen neuen, uns zugewiesenen Menschen, "an die Hand zu nehmen" - in einem fremden Land, in einer fremden Kultur. Es kommen viele Familien mit sehr kleinen Kindern. Ihnen möchten wir Orientierung geben. Wie sieht unsere Hilfe konkret aus? Zunächst steht für uns unser Leitmotiv im Vordergrund: Wir fördern, aber wir fordern auch. Wir fordern von jedem, der zu uns kommt, den bedingungslosen Willen, sich hier integrieren zu wollen und unsere Sprache schnellstmöglich zu erlernen. Hier gibt es für uns weder Kompromisse noch eine soziale Hängematte zum Ausruhen. Wer sich nicht daran hält, dem versagen wir jegliche Hilfe und melden dies der Stadtverwaltung. Nur so kann es funktionieren.

Jeder Ehrenamtler macht das, was er zeitlich schafft. Wir besuchen die Flüchtlinge und schauen, wo es Probleme geben könnte.

Kindergartenplätze? Einschulung? Wo gibt es einen Arzt? Oder wie können wir einen Kontakt zu einer Kleiderkammer ermöglichen? Wo gibt es Sprachkurse? Wie erklären wir die Mülltrennung? Das sind nur einige Punkte, die anfallen. Wir haben stets die Möglichkeit, auf Übersetzer zurückzugreifen, wenn es sprachliche Probleme gibt.

Auch geben wir neuen Ehrenamtlern eine Art Paten an die Hand. Jemand, der sich auskennt. Kein neuer Helfer wird alleine ins "kalte Wasser" geworfen.

Ob Sie eine Stunde in der Woche an Zeit investieren oder 10 - jeder macht das was er schafft und möchte. Aber es ist eine soziale Verantwortung, die wir alle haben, wenn wir möchten, dass es uns gelingt, zusammenzuwachsen. Es würde uns freuen, wenn Sie mit uns diesen Weg gehen und freuen uns, Sie in der Gruppe der Ehrenamtler willkommen zu heissen.

Kontakt: Birgit Nießen (0172 - 2079119), Frank Rechtmann (0151 -193 2626).

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
21. Oktober 2016, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion