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Elsdorfs Schützenbruderschaften bilden bunte Vielfalt

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Empfang der Stadt für die Bruderschaften

Zum traditionelle Empfang der Stadt Elsdorf trafen sich in diesem Jahr in Berrendorf die Vertreter von neun Elsdorfer Bruderschaften und berichteten von sage und schreibe 19 Majestäten. Lediglich die Bruderschaft aus Oberembt fehlte. Bürgermeister Andreas Heller begrüßte die Schützen. "Ich bin stolz auf die Vielfalt der Bruderschaften in unserer Stadt", betonte er, "ohne Sie wäre unser Stadtbild ärmer!" Anlässlich des 5. Jubiläums der Stadtwerdung regte er an, dass unter dem Motto "Wir wachsen zusammen" auch die Schützenbruderschaften sich überlegen sollten, einmal eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine zu stellen, ein Stadt-Schützenfest vielleicht. Die Unterstützung der Stadtverwaltung dabei sagte er zu.

Die Vertreter der einzelnen Bruderschaften berichteten dann vom vergangenen Schützenjahr. Die meisten Bruderschaften waren mit dem Ablauf des vergangenen Jahres aber zufrieden, berichteten von Schützenfesten, Brezelschießen, Ostereierschießen, dem Dienst bei Fronleichnamsprozession und Erstkommunion.

Der Brudermeister der Berrendorfer Bruderschaft als Gastgeber berichtete dagegen von einem eher enttäuschenden Schützenfest in Berrendorf. Man hofft auf das kommende Jahr, und dass dann alles besser wird. Auch Hermann Hennig, Brudermeister der Elsdorfer Schützen, gestand heftige Turbulenzen innerhalb der Bruderschaft ein, Ungereimtheiten und Missverständnisse, die dazu führten, dass die Schützenkönigin die kurz vor dem Schützenzug ihr Amt niederlegte und es einen Wechsel im Amt des Brudermeisters zurück auf ihn gab. Aber: "Wir sind wieder auf dem Weg zu alter Fröhlichkeit und Harmonie", stellte er zuversichtlich fest, und: "In jeder Bruderschaft gab es schon mal Jedöns."

Sehr zufrieden zeigten sich dagegen die Grouvener Schützen, die bereits jetzt für das kommende Jahr alle Majestäten-Ämter besetzt haben. Lediglich die Kreispolizeibehörde habe Probleme geschaffen, indem dem bereits von einem Gutachter abgenommen Schießstand die Nutzungserlaubnis verweigert wurde, was zur Verschiebung des Königsschießen führte. Auch andere Bruderschaften berichteten von schleppender Bearbeitung der Eingaben bei dieser Behörde, zum Beispiel bei Umschreiben der Waffenbesitzkarte, auf die man schon über ein Jahr lang warte. Bürgermeister Heller bot Hilfestellung in diesem Fall an.

Ebenfalls sehr zufrieden waren die Angelsdorfer Schützen, die mit Jungschützenkönigin Michelle Ramm auch die Berziksprinzessin (Nord) in ihren Reihen haben und sich stark im Stadtjugendring engagieren. Genau wie dort herrscht in Neu-Etzweiler Frauenpower mit Schützenkönigin Irene Mödder, die auch Bezirkskönigin (Nord) wurde und einer Jungschützenkönigin. Finanziell sei das dies-jährige Schützenfest zu ersten Mal ein deutlicher Erfolg gewesen, freute sich Brudermeister Helmut Hünnighaus. Die Giesendorfer Schützen blicken auf ein vor allem arbeits- und ereignisreiches Schützenjahr zurück, da man sich stark bei den Festlichkeiten "900 Jahre Giesendorf" engagiere. Ein Spieletag und der Dorftrödel seien bereits tolle Erfolg gewesen, am Sonntag, dem 25. September wird das Fest dann seinen Höhepunkt finden.

Von einem Rekord der anderen Art berichteten die Heppendorfer Schützen: in diesem Jahr wurden beim Ostereierschießen 1800 Eier ausgeschossen. "Wir hatten ein gutes Schützenjahr, vor allem die Disco für die Jugend war sehr gut besucht!", bestätigte Brudermeister Bernd Nussbaum. Die Heppendorfer Bruderschaft gehört dem Bezirk Süd an und hat mit Schützenkönig Udo Esser die dritte Bezirksmajestät in Elsdorf in ihren Reihen.

Den "Vogel abgeschossen" was die Zahl der Würdenträger angeht, hat in diesem Jahr die Bruderschaft aus Niederembt. Neben Schützenkönig und Jungschützenkönigin, Bürgerkönig und Schülerprinzessin gab es wieder einen Zugkönig. Und die Majestäten für das kommende Jahr sind auch bereits ausgeschossen, sogar ein Schützenkaiser sei dann dabei wurde stolz berichtet. "Wir hatten wieder ein Super-Schützenfest", freute sich Karl Bodewig, "wenn das so weitergeht..."

(mos)

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Veröffentlicht
23. September 2016, 00:00
Autor
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