Sag uns, was los ist:

Was inhaltliche Arbeit und Außendarstellung angeht, sucht und findet die evangelische Kirchengemeinde Hirzenhain neue Wege. Jüngstes Beispiel: der keltische Tag. Ein Veranstaltungspaket, bei dem Elemente zusammengeführt wurden, die nach gängiger Auffassung nicht zusammen passen. Es aber, wie am Beispiel der schottischen Iona-Community ersichtlich, sehr wohl tun. Diese auf der gleichnamigen Hebriden-Insel beheimatete und weltweit agierende ökumenisch-christliche Gemeinschaft lieferte das Drehbuch für den außergewöhnlichen Dreiklang aus Musik, Gottesdienst und Whisky. Iona, ein klitzekleines der Westküste Schottlands vorgelagertes Eiland, gilt als Wiege des keltischen Christentums. Von hier aus hatten Missionare ab Mitte des sechsten Jahrhunderts ihre Überzeugungen und Glaubensinhalte über ganz Europa verbreitet. Die Anhänger dieser Linie verstehen das Leben in Gänze als Gottesdienst. Ein solcher ist für sie insofern mehr als ein nur auf den Sonntag beschränktes Ritual. Diese Sicht der Dinge impliziert ein hohes Maß an sozialem Engagement, Umwelt- und Schöpfungsverantwortung und manifestiert sich auch im aktiven Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit. Was seinen Niederschlag nicht nur in der täglichen praktischen Arbeit findet, sondern beispielsweise auch in der Liturgie zum Tragen kommt. Dort bestimmt der Inhalt die Form, nicht umgekehrt. Die Community hat übrigens Mitglieder auf der ganzen Welt. Eine Ahnung von dem, was diese Leute umtreibt, vermittelte die in Zusammenarbeit mit Karin Schmid vom Referat für Erwachsenenbildung des Dekanats an der Dill organisierte Veranstaltung in Hirzenhain. 25 Männer und Frauen beteiligten sich an dem von Dekanatskantorin Andrea Zerbe geleiteten Gesangs-Workshop, bei dem es vor allem auch um das Kennenlernen und Einstudieren keltischer und schottischer Weisen ging, die dann in dem sich anschließenden Gottesdienst in der vollbesetzten Friedenskirche am Bahnhof vorgestellt wurden. Auch "Whisky in the Jar" ist ein solches schottisches Traditional, stand aber nicht auf der Set-Liste. Das darin besungene "Wasser des Lebens", wie das Destillat ins Deutsche übersetzt heißt, sollte im Anschluss daran aber noch eine zentrale Rolle spielen. Apropos Getreidemalzmaischen-Trunk: Beim Whisky-Tasting bekamen die Gäste Nachhilfe in Theorie und Praxis. Ein informativer Streifzug durch die Welt des besonderen Genusses. Und Genuss gehört zum Leben dazu. Ungeachtet der Tatsache, dass Betonköpfe nicht müde werden, mit steilen Exegesen gegen ein anregendes Schlückchen wettern. Wie lautet gleich ein alter keltischer Segensspruch: Den ersten Schluck Wasser am Morgen  trinke auf das Wohl Gottes. Den ersten Schluck Milch am Mittag trinke auf das Wohlbefinden Gottes, des Sohnes. Den ersten Schluck Whiskey am Abend trinke auf die Gesundheit des Heiligen Geistes und dein eigenes Wohlergehen!" Also, wo liegt das Problem?
mehr 
"Nun danket alle Gott .... mit Pauken und Trompeten" lautet das Motto unseres diesjährigen Konzertes, welches zum 40. Mal in Folge am 1\. Adventssonntag, den 02.12.2018 um 16.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius Windeck-Dattenfeld von unserem Chor veranstaltet wird. Diese Konzerte wurden - bis auf sehr wenige Ausnahmen - als Benefizkonzerte ausgerichtet und wir konnten in den zurückliegenden Jahren einen namhaften Betrag an verschiedene karitative Einrichtungen übergeben. - Es wird Musik aus verschiedenen Epochen dargeboten; präsentiert von einem Projektchor mit ca. 100 Sängerinnen und Sängern, bestehend aus allen Hornig-Chören sowie weiteren Gästen, geleitet von unserem Chorleiter Herbert Hornig und einem Bläserensemble des Siegtaler Bläsercorps. Es wird das letzte Adventskonzert mit "unserem" Herbert Hornig werden, da er im Frühjahr 2019 in seinen wohlverdienten Ruhestand entlassen wird - sehr zu unserem Kummer, da wir seit 43 Jahren sehr gut mit ihm zusammenarbeiten. Herbert Hornig kam im Januar 1975 als junger Kirchenmusiker nach Dattenfeld und hat in der Folgezeit den Kirchenchor geleitet und erweitert auf derzeit 48 aktive Mitglieder. Kinderchor, Jugendchor - jetzt Junger Chor Chorios, Blockflötenensemble und Mundartchor wurden aus der Taufe gehoben. Den Männergesangverein Dattenfeld von 1879 e. V. begleitete und führte er von Beginn an bis zu dessen Auflösung in diesem Sommer. Zeitweise leitete er den Kirchenchor Rosbach sowie die Kantorei Rosbach und seit 1996 kam im Zuge der Neuordnung der Pfarreiengemeinschaft Windeck noch die Leitung des Kirchenchores St. Cäcilia Herchen dazu. - Nicht zu vergessen sind auch "Herbert und die Paniksänger", die seit 1999 eine feste Größe in der 5. Jahreszeit bei uns sind. Ihren Ursprung hatte diese Gruppe 1995 als "Frohe Sänger vom MGV", auch mit "unserem" Herbert, Herbert Ersfeld und Heinz-Georg Willmeroth. Sie sehen, sehr verehrte Damen und Herren: Die Musik bestimmt sein Leben. Und nun soll Schluss sein?! - Wir können es noch gar nicht glauben. Der Reinerlös ist für das Heimatmuseum in Altwindeck bestimmt, das einem großen Kreis interessierter und heimatverbundener Menschen seit Jahrzehnten ans Herz gewachsen ist und das sich nun in finanziellen Nöten befindet. Wir legen damit, sehr verehrtes Publikum, unser Anliegen in Ihre "offenen" Hände, damit die Freunde des Heimatmuseums aus Nah und Fern mit dazu beitragen können, das drohende AUS zu verhindern. Sehr herzlich laden wir Sie bereits heute ein, dieses besondere Konzert zu besuchen und unserem Chorleiter Herbert Hornig einen würdigen Abschied als Konzertmeister zu schenken. Bitte merken Sie sich den Termin vor: es lohnt sich! Sie werden - wie auch in den vergangenen Jahren - ein breites Spektrum aus Lob-, Dank- und Adventsliedern hören, die Sie auf den Beginn der Adventszeit einstimmen. Kirchenchor "St. Cäcilia" Dattenfeld, Monika Stiemert
mehr