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Wissen, was Spannung und Stromstärke sind Mechanik? Ja. Aber das ist längst nicht mehr alles. Autos sind heute wie Computer, nur auf Rädern. Sie funktionieren auf Knopfdruck. Wer heute in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, muss daher vor allem etwas von Elektronik verstehen. Kfz-Mechatroniker/-innen können beides. Notebook und computergestütztes Diagnosegerät: Das sind die Werkzeuge, mit denen die Fehlerdiagnose heute bei der Autoreparatur erfolgt. Und trotzdem: "Angst um seine Fingernägel darf hier niemand haben", sagt Maria Schneider, setzt das Rad, das sie soeben abmontiert hat, auf den Boden und zeigt ihre schwarzen Hände. Seit vergangenem November absolviert die junge Frau eine duale Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin in einer Berliner Werkstatt. Hier ist sie die einzige Frau. "Da herrscht schon ein etwas männlicherer Ton", sagt sie. Wenn eine Schraube besonders festsitzt, muss sie auch mal einen Kollegen fragen. "Aber", so sagt sie, "die Kollegen fragen ja auch, ob man ihnen mal zur Hand gehen kann." Für Maria Schneider ist all das kein Hindernis. Schon vor einem Jahr hat sie einen PS-starken V8-Motor in einen Polo eingebaut. "In ein Show-Auto für Tuner-Treffen, das keine Chance auf eine Straßenzulassung hatte." Die mittlerweile Achtzehnjährige lächelt: "Ich liebe Autos. Dass ein Pkw fährt, ist ja ein Zusammenspiel aus so vielen Faktoren. Ich will die Technik dahinter verstehen." Die detektivische Suche nach dem Fehler "Man braucht ein Verständnis von Physik", erklärt Schneider. "Wissen, was Spannung oder Widerstand ist." Zwischen 50 und 100 elektronische Steuergeräte, vom Bordcomputer bis zum Antiblockiersystem (ABS), stecken heute in einem Auto. Wenn ein solches Gerät nicht funktioniert, beginnt "die Detektivarbeit auf der Suche nach dem Fehler". Da Kraftfahrzeuge mit immer komplexerer Technik ausgestattet werden, ergaben sich neue Anforderungen an die Fachkräfte vor Ort. 2003 wurden die Berufe Kfz-Mechaniker/-in, Kfz- Elektriker/-in und Automobilmechaniker/-in zum Beruf Kfz-Mechatroniker/-in zusammengefasst und mittlerweile zum zweiten Mal modernisiert. In dreieinhalb Jahren spezialisiert man sich auf Personenkraftwagen-, Nutzfahrzeug-, Motorrad-, System- und Hochvolt- oder Karosserietechnik. Danach bietet sich eine Fortbildung zur Kfz-Servicetechniker/-in oder -Meister/-in an. Maria Schneider will sich durch eine Anpassungsweiterbildung auf Elektronik spezialisieren, ein Bereich, der ihr liegt. Aber erst einmal wird sie die Ausbildung abschließen: "Man muss sich Aufgaben vornehmen und entschlossen sein. Dann klappt das auch!" Über die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven der beruflichen Bildung informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Kampagne "Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!" unter (akz-o)
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Spannende Berufe mit guten Aussichten Den Schulabschluss in der Tasche - und wie geht es weiter? Jetzt heißt es, berufliche Pläne für die Zukunft schmieden und den eigenen Weg finden. Ob Technikfan oder Organisationstalent - für alle, die von Anfang an Berufserfahrung sammeln und praktisch arbeiten möchten, ist eine Ausbildung in der Wellpappenindustrie genau das Richtige. Ein Blick auf die Facebook-Seite "Ausbildung Wellpappenindustrie" zeigt, wie vielseitig die Berufe sind. Anna hat sich für eine Ausbildung zur Mechatronikerin bei einem Wellpappenhersteller entschieden: "Es ist spannend zu sehen, was man alles aus Wellpappe herstellen kann und welche Technik dahintersteckt." In ihrer Ausbildung lernt sie, mechanische oder elektronische Teile zu Systemen zusammenzufügen, die in den Anlagen reibungslose Abläufe ermöglichen. "Dafür zu sorgen, dass alles so funktioniert, wie geplant, ist eine tolle Aufgabe. Mir macht die Arbeit mit den beeindruckenden supermodernen Maschinen einfach Spaß", sagt Anna. Auch auf der kaufmännischen Seite gibt es interessante Berufsbilder in der Wellpappenbranche: Wer Lust auf Zahlen hat und darüber hinaus über organisatorisches Geschick verfügt, kann sich zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau ausbilden lassen. "Der Verkauf der hergestellten Wellpappe und Wellpappenverpackungen, die Planung produktionsabhängiger Abläufe, der Einsatz und die Vergütung des Personals sowie das Ausstellen, Bezahlen und Buchen von Rechnungen - das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Spektrum berufstypischer Tätigkeiten", erklärt Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer vom Verband der Wellpappen-Industrie (VDW). Karriere mit Zukunft Nach der Ausbildung in einer Wellpappenfabrik gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren: "Packmitteltechnologen können sich zum Beispiel zum Industriemeister weiterbilden", so Wolfrum. Auch ein branchenorientiertes Studium ist eine Option: Diplom-Ingenieure für Verpackungstechnik haben hervorragende Berufsaussichten. So auch Anna: "Nach meiner Ausbildung möchte ich Ingenieurwissenschaften studieren." Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite "Ausbildung Wellpappenindustrie". (akz-o)
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