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Unnötiges Laufenlassen von Motoren verboten Hinweis auf Verhaltenspflichten nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) und dem Landesimmissionsschutzgesetz NRW (LImschG NRW) Aufgrund einer aktuellen Beschwerdelage wird darauf hingewiesen, dass bei der Benutzung von Fahrzeugen unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigung, insbesondere durch unnötiges Laufenlassen von Fahrzeugmotoren, verboten sind (§ 30 Abs. 1 StVO). Darüber hinaus dehnt § 11 a LImschG NRW das Verbot über Fahrzeugmotoren hinaus aus, indem er ausführt, dass generell verboten ist, "Geräusch oder Abgas erzeugende Motoren unnötig laufen zu lassen". Besonders das in der kalten Jahreszeit verstärkt zu beobachtende "Warmlaufenlassen des vereisten Fahrzeuges" ist verboten. Dies geschieht offenbar in der Annahme, den Motor erst einmal "schonend" im Leerlauf einige Minuten warmlaufen zu lassen und dabei die Scheiben freizukratzen. Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um verbotswidriges Handeln, da durch diese Vorgehensweise eine unnötige Umweltbelastung durch Abgase und Lärm erzeugt wird. Dabei führt dieses Handeln nicht nur dazu, dass eine Ordnungswidrigkeit begangen wird, die bei Bekanntwerden eine entsprechende Ahndung mittels Bußgeld nach sich ziehen kann (Bußgeldrahmen bis zu 5.000 EUR). So schädigt z. B. das unnötige Laufenlassen eines kalten Motors diesem sogar und führt zu einem erhöhten Schadstoffausstoß aufgrund der nicht optimalen Motorbetriebstemperatur und ist damit der Langlebigkeit eines Fahrzeugmotors nicht zuträglich. Der ursprüngliche Gedanke des "schonenden" Warmlaufenlassens des Motors wird damit gar ad absurdum geführt. Die optimale Betriebstemperatur wird durch moderate Fahrgeschwindigkeiten unter Unterlassen eines übermäßigen Beschleunigens erreicht. Zudem darf an dieser Stelle auf legale Mittel der schnellen Befreiung von vereisten Scheiben hingewiesen werden (Eisspray, Scheiben abdecken, Parken in Garagen etc.). Auch durchaus häufig anzutreffen aber in jedem Falle zu vermeiden sind Fallvarianten wie • Minutenlanges Warten vor geschlossenen Bahnschranken bei laufendem Motor, • Minutenlanges Warten vor temporär errichteten Baustellenampeln mit längerer Taktung bei laufendem Motor (nicht umsonst haben Fahrzeuge neuerer Generationen daher die sog. "Start-Stop-Automatik im Ausstattungsrepertoire"); • Verrichtung kurzer Besorgungen (Bäcker, Post, Bank etc.) bei laufendem Motor etc. Bei dem o. A. handelt es sich nicht um Handlungsempfehlungen sondern um zwingend zu beachtende Vorschriften. Um Beachtung wird daher gebeten. Bei Rückfragen steht Ihnen das Amt für Bürgerdienste und Stadtmarketing (02243-89121, ) gerne zur Verfügung.
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