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Große Altkleidersammlung am 12. September 2015

zugunsten der Flüchtlinge in Syrien und im Irak

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

wir rufen sehr laut auf zur Beteiligung an der großen Altkleidersammlung am 12. September 2015 in der Zeit von 8 - 13 Uhr, mit der wir Kleider, Anzüge, Mäntel, Jacken, Pullover, Blusen, Wäsche, Decken, Federbetten und Schuhe sammeln.

Über die internationale Missionszentrale der Franziskaner haben wir den direkten Zugang zu den syrischen und irakischen Flüchtlingen.

Der nachfolgend abgedruckte Hilferuf erreicht uns aus dem syrischen Aleppo:

„Ein Flaschendeckel, gefüllt mit Wasser. Das ist alles, was jeder an Flüssigkeit pro Tag bekommt. Neun Fluchttage lang. Im Mund verschwindet diese kleine Menge an Trinkwasser sofort, und der Überlebensdrang dürstet nach mehr. Es gibt kein Mehr - 24 Stunden lang. Und tags in der Hitze wandern, durch syrisches Gebiet in türkisches Land. Einen Fuß vor den anderen setzend, hinein in Fremdes in der Hoffnung zu überleben. Zwei Kinder an der Hand, ein Kind im Arm. Nachts schlaflos irgendwo unter Bäumen. Drei Kinder suchen Sicherheit, während Kälte und Angst unter der Haut brennen, Verzweiflung das Herz zerreißt. Das jüngste ist zwei Monate, das älteste vier Jahre alt. Alle Sinne angespannt auf Regungen, Geräusche, Gefahren. Neun Tage extremster Lebensbedingungen mit der unermesslichen Furcht um das Leben der Kinder und um das eigene. Sie kosten Leben, diese Tage. Besonders das von Babys und Kleinkindern. Sie bleiben irgendwo zurück. Zuhause werden zur selben Zeit Existenz und Wohnhaus geplündert und in die Luft gesprengt.

Und dann endet die Flucht aus der Heimat in einem Flüchtlingslager oder sie geht weiter in die Fremde. Wandern und warten auf ein anderes Leben. Die Verzweiflung verbirgt sich hinter den Hauswänden der Flüchtlingsbehausungen. Das Gefühl der Nutzlosigkeit, das viele Männer quält, die nicht arbeiten können, um ihre Familien zu ernähren. Die Frauen, die manchmal ihre Babys nicht stillen können, weil sie psychisch zermürbt sind. Das alles und viel mehr macht die Flucht über Tausende Kilometer zu Fuß, in Lastwagen, auf Schlauchbooten über Grenzen - immer den Tod im Nacken."

Diese Menschen verdienen unseren höchsten Respekt und unsere beste Unterstützung.

Bitte, liebe Eitorferinnen, liebe Eitorfer, helfen Sie durch Ihre Spende möglichst vieler Gebrauchttextilien mit, dass wir unseren notwendigen Beitrag zur Linderung unerträglichen Leids leisten.

Für die Region Eitorf und Umgebung

Kreiskatholikenrat Rhein-Sieg

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
21. August 2015, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion